Sonntag, 7. Februar 2016

~ Wendungen & Wertfragen ~

Immer wieder mischen die Karten sich neu.
Wenn ich mich an den Beginn des Jahres erinnere und mir bewusst wird,
dass nur ein paar Wochen vergangen sind und wieviel Leben in dieser kurzen
Zeit passiert ist, wie viele Augenblicke, wie viele Wellen, die wieder
einmal alles bisher so klar und unverrückbar erscheinende in
ein neues Licht rücken.
Es war bereits alles dabei. Desillusionierung pur, tiefe Freude,
richtig schöne Begegnungen mit Menschen und auch ungute Begegnungen,
die auch gleich mal ziemlich deutliche Fragen an mein Wertesystem
und meine Konsequenz stellten.
Das Schöne daran ist, dass mit jeder unguten Begegung, mit jeder konsequenten
Entscheidung FÜR unsere Werte und mit jeder daraus resultierenden klaren
Handlung, es immer leichter wird uns zu orientieren und zu positionieren.
Was den Umgang mit Menschen erheblich erleichtert.
Mit dem neuen Kartenblatt nun vertrauter, macht es Sinn & Freude
mir die nächsten Züge zu überlegen und mich zu fragen,
wer eigentlich meine zukünftigen Spielpartner sein werden.
Welches Blatt die möglicherweise in den Händen halten und
was wir dann gemeinsam draus machen.
Gemeinsam ist auch gleich mal das Stichwort, denn dieses neue Jahr
2016 ruft förmlich nach Gemeinschaftsprojekten, nach Menschen,
die ihre Kreativität, ihre Freude, ihre Fähigkeiten einbringen um ein gemeinsames
Ziel zu erreichen.
Mich persönlich fragt diese Zeit noch unfassbar viele Dinge, von denen ich
bisher dachte, sie mir bereits beantwortet zu haben.
Aber neues Blatt, neue Fragen, bzw. alte Fragen und offene Antworten,
nichts bleibt schliesslich wie es ist und das fühlt sich an dieser
Stelle richtig gut an.
Zeig wer Du bist & sag was Du fühlst, dass ist vielleicht nochmal
meine Essenz der letzten Wochen. 

Einen wellenreichen Sonntag wünsche ich Euch



Freitag, 5. Februar 2016

~ Erinnert! ~

Durch eine ganz liebe Leserzuschrift bin ich an einen Blogbeitrag erinnert worden,
den ich vergessen hatte. Es handelt sich um von mir ausgewählte
Zitate aus dem "Handbuch des Kriegers des Lichts" von Paulo Coelho.
http://wellentanz.blogspot.de/2014/08/lichtwelle-mit-paulo-coelho.html
Dieses Buch begleitet mich seit einigen Jahren und hat mir an einer meiner
Lebenskreuzungen einmal sehr gut getan, meinen Blick geklärt für
die Richtung in die ein Leben auch gehen kann.
Wie bei allen seinen Werke polarisiert Herr Coelho auch hier,
den einen ist er zu spirituell, den anderen zu massentauglich,
wieder andere stoßen sich an der Symbolik des "Kriegers" und 
dann gibt es ja immer auch noch die Menschen, die das gesamte Werk eines
Autors oder wahlweise Künstlers jeder Richtung in Frage stellen,
weil ihnen die politische Einstellung, die Lebensweise nicht passt,
oder er nicht ihren Werten konform lebt.
Ich finde man darf auch hier ruhig mal differenzieren.
Persönlich sprechen mich nicht alle Werke Coelhos an, aber ich fänd
es auch eher verwunderlich, wenn das so wäre.
Der Krieger des Lichts tut es immer noch.
Als ich gestern am späten Abend den Blog nach so langer Zeit las und
zunächst einmal darüber erstaunt, war, dass es Dinge im Leben gibt,
die sich ständig wiederholen - in meinem Leben nämlich - die Erinnerung
an Augenblicke, Menschen, Literatur, Musik, die einen erheblichen Einfluss
auf meine Lebenswege hatten und die genau dann wieder auf scheinbar zufällige
Weise in mein Blickfeld rücken. Nun war es also der Krieger des Lichts,
der sich mal wieder Zugang verschaffte und mich für einen Augenblick
gedanklich genau an die Wegkreuzung brachte, an der ich mich damals
vor mehr als 4 Jahren befand.
»Ich habe mich nie auf etwas eingelassen,
ohne nicht vorher einen Rückzug durchdacht zu haben.
Andererseits bin ich nirgendwo eingetreten mit der Absicht,
gleich wieder davonzurennen.«


Ich weiss nicht mehr, wie oft ich diese Zeile damals lesen musste,
immer wieder mit dem Gefühl, dass in diesen Worten so viel Wahrheit steckt,
bevor mir bewusst wurde wieviel sie mit mir zu tun haben und wie genau
sie meine Wahrheit treffen.

Falls ihr es noch nicht kennt und Lust habt auf eine Begegnung
mit Euch selbst, werft mal einen Blick ins Buch.
Viel Freude damit!

... übrigens: Krieger des Lichts erkennen einander am Blick! ;-)




Alles Liebe ~ Daniela




Donnerstag, 4. Februar 2016

~ Hätte, wäre, wenn & aber ~

Fasziniert von der Entwicklung der Menschen,
ihrer eigenen in dieser Welt, von der Wahl ihres Lebensraums
und angeregt durch die Begegnung mit Menschen,
lasse ich meine Gedanken einfach mal frei und frage mich,
was wenn alles anders wäre?
Was wenn wir einen anderen Weg eingeschlagen, einen anderen Lebensraum
gewählt hätten? Wo wären wir angekommen, woran möglicherweise gescheitert?
Was hätten wir getan, wie gelebt, wem wären wir begegnet und was
hätten wir daraus gemacht?
Welcher Gedanke wäre uns wohl in den Kopf geschossen, wenn
wir einen anderen Weg gewählt hätten, wenn wir uns von dort fragen
würden, was wenn wir einen anderen Weg eingeschlagen hätten,
vielleicht genau der, den wir heute leben und gehen?
Wer weiss das schon und wozu sollte es gut sein, sich solche Fragen zu
stellen, man lebt doch wie man lebt, oder?
Vielleicht ist das war und dennoch sind "wäre, hätte, wenn und aber" nicht
IMMER so blockierend, wie es die meisten Menschen gerne sehen würden.
Hin und wieder sollten wir uns eine solche Gedankenreise mal gönnen,
denn noch leben wir ja, können neue Wege wählen und wer weiss,
vielleicht fällt uns auf dieser Gedankenreise ja tatsächlich auf,
dass es da etwas gibt, das wir unbedingt erleben wollen, auch
oder gerade dann, wenn es nicht zu unserem Leben, zu unserem eingeschlagenen
Weg passt und möglicherweise finden wir auf diesem Wege sogar den Mut,
es dann auch tatsächlich zu tun und uns eben nicht dem "hätte, wäre, wenn  und aber"
Gedanken und den damit verbundenen Umständen zu ergeben.
Nichts ist statisch auf diesem Planeten.
Alles bewegt sich immer, warum also wir nicht?
Alles beginnt immer mit einem Gefühl, mit Gedanken,
machen wir uns diese Gedanken doch einfach mal,
anstatt uns ständig selbst zu begrenzen in dem was wir denken oder denken sollen,
nehmen wir doch einfach mal den Umweg durch Gedanken, die sich auf Anhieb nicht
gut anfühlen, schlagen wir dieses Rad, geben wir uns dem
Gedanken hin, dass auch alles ganz anders sein könnte und beginnen
wir damit, die Umstände zu gestalten, um diesem Ziel, das wir vielleicht finden,
der Freude, die uns möglicherweise begegnet auf dieser Gedankenreise zu folgen.
Auch & gerade dann, wenn der WellenSturm sich bereits mit den
Gedanken ankündigt, denn da wo der größte Widerstand in uns wahrnehmbar ist,
wo die Angst Mauern baut, genau da geht es hindurch, wenn wir WIRKLICH
unserer Freude folgen.


Alles Liebe ~ Daniela




 

Samstag, 30. Januar 2016

~ Frei von Ballast ~

Geht das?
Können wir völlig frei sein von jedem Ballast?
Ich glaube, das wäre eine Illusion.
Was wir aber ganz sicher können und regelmäßig tun sollten,
ist zu checken, welchen Ballast wir unnötigerweise mit uns rumschleppen.
Das können unsere eigenen Themen, Werte oder Normen sein,
die sich im Laufe der Zeit mal geändert haben und die nun immer noch
als Ballast an uns haften, weil wir es versäumt haben, auszusortieren
und uns der überholten Werte zu entledigen,
es können aber auch einmal von anderen übernommene Lasten
sein, die wir freundlich wie wir nun mal sind mit uns herumschleppen,
während der Mensch, dem sie zu schwer wurden munter und erleichtert
durch die Gegend hüpft.
Wie leicht es sich anfühlt, wenn wir einfach mal unsere Rucksäcke
auspacken und nur mitnehmen was wir wirklich benötigen,
sollte jeder einmal ausprobieren.
Das beinhaltet natürlich auch, dass wir sehr fein hinterfragen müssen,
in Kontakt kommen mit uns selbst und den Menschen, deren Lasten
wir so tragen, was sich zunächst auch mal richtig blöd anfühlen darf,
weil uns plötzlich in voller Konsequenz klar wird, wieviel von dem schweren
Zeug wir uns aufgeladen haben. Und wozu? Um es den anderen zu erleichtern?
Um zu gefallen? Brav zu tragen, was den Mitmenschen zu schwer geworden ist?
Womöglich ist es so, vielleicht aber auch ganz anders, denn scheinbar dient uns
die Schwere, der Ballast, zu irgendwas. Einige Menschen scheinen ihn zu brauchen,
um sich überhaupt selbst zu spüren, denn Schmerz ist immernoch ein Gefühl
und wessen Rücken schmerzt nicht unter Tonnen von Ballast.
Manche mögen sich auch denken, ich trage lieber die Last der Menschen,
als völlig allein zu sein, was sehr viel über die Qualität der Verbindung zu
betreffenden Personen aussagt, wie ich finde.
All diese Fragen können auftauchen, wenn wir also den Ballast abwerfen.
Ebenso die Frage, wozu habe ich mir das angetan?
Nun können wir anfangen irgendwelche Antworten zu suchen, und
werden sie auch finden und können uns entscheiden, in Zukunft nur noch
die Lasten zu tragen, die wir auch wirklich tragen wollen
und halt hin und wieder mal checken, ob sich da nicht ganz automatisch wieder
etwas eingeschlichen hat, das wir gar nicht auf dem Schirm haben.
Frei von Ballast sind und werden wir vielleicht nie,
aber wir SIND FREI zu wählen, welche Last wir tragen wollen
und das erLEICHTert ungemein.

... oder Vicky? ... http://vickymissterious.blogspot.co.at/2016/01/frei-von-ballast.html?zx=c3a2816a82add10a


Alles Liebe ~ Daniela


Dienstag, 26. Januar 2016

~ Der Dramabus ~

"No more drama!"

Kennt ihr das Lied von Mary J. Blige?
Welch ein Statement, welch eine Entscheidung, welch eine Selbstverpflichtung
und welch ein Wert, wenn wir ihn dazu machen und vor allen Dingen leben.
Nun ist es mit den Lebensdramen nicht so einfach, die passieren halt, oder?
Man könnte auch sagen: Der Mensch und das Drama - eine Liebesgeschichte!
Spannend finde ich, dass es häufig die Dramen anderer Menschen sind,
für die wir uns besonders interessieren.
Besonders Menschen mit einem ausgeprägten Wunsch zu helfen,
auszugleichen, scheinen diese Lebensdramen förmlich anzuziehen
und ja, ich gehöre auch dazu. Nicht, dass ich mich selbst nicht vor
einigen Jahren mehr oder weniger bewusst dazu entschieden habe,
aus dem Drama - Bus auszusteigen und mich stattdessen, zunächst
der Entdramatisierung meiner eigenen Inszenierung zu widmen.
Aber mit dem Drama ist das so eine Sache, wir erkennen ja häufig
nicht gleich zu Beginn, das Drama hinter den Menschen, und wenn es uns
dann auf dem Silbertablett gereicht wird (spannend oder?), dann neigen wir
auch gleich mal dazu, es uns zu eigen zu machen.
"Krass, was Du da erlebt hast!" "Das tut mir so leid."
Und schwupps* sind wir zumindest gedanklich schon mittendrin im Lebensdrama
unseres Gegenübers und btw. auch raus aus unserem eigenen.
Das mischt sich dann erst später wieder dazu und eine neblig, zähe Dramabrühe
zieht sich durch diese Begegnungen. Noch allerdings sind wir enthusiastisch,
wozu schliesslich, werden wir mit diesem Menschen, seiner Geschichte, dem
Drama konfrontiert? Das muss wohl unser Schicksal sein, unsere Lebensaufgabe,
da können wir helfen, heilen und uns gleich auch mal die (Selbst)bestätigung holen,
die wir so dringend brauchen und "brauchen" ist auch das Signalwort,
das zumindest für mich mittlerweile in Leuchtlettern auftaucht, wenn es um die
Begegnung mit solchen Dramen geht.
Heiligenschein zur Seite, das Erleuchtungsspotlight mal kurz in die andere Richtung gedreht:
"Brauchen wir nicht alle immer irgendwas?"
Und wenn wir nun ehrlich zu uns selbst sind, werden wir schnell erkennen,
dass es genau SO ist. Die einen eben die Dramen anderer Menschen,
die anderen den Heiligenschein, Sex, das Abenteuer, Drogen, Erfolg usw.
Eines gibt es übrigens was wir alle brauchen: Liebe.
Die können wir erstaunlicherweise auch alle geben.
Machen wir doch auch, wenn wir diesen Menschen helfen,
sie retten, ihnen geben was sie brauchen, uns ihrer Dramen annehmen, ODER?
Es klingt so schön, so unschuldig und macht uns zu so guten, selbstlos wirkenden
Menschen. Ich liebe Dich und Dich und Dich auch, und Dein Drama lieb ich sowieso,
weil es mich von mir selbst ablenkt und ich Dich doch retten will.
So klingt Liebe für mich nicht.
Nicht mehr zumindest und wenn ich mal ganz tief in mein Gefühl tauche
und die Absichten hinter meinen eigenen "guten Taten" hinterfrage,
dann hab ich da wohl in den Dramen der anderen Menschen etwas gesucht,
und auch immer wieder gefunden, das mich für einen Augenblick befriedigt hat,
mich jedoch mit einer immer größeren Sehnsucht nach etwas völlig anderem aus diesen Dramen
hat aussteigen lassen.
Für mich war der Unterschied zwischen suchen und finden, brauchen und lieben,
zum Glück einmal sehr spürbar, so habe ich für einen Augenblick, den Wind der
Wahrheit (meiner Wahrheit) gespürt und dennoch, begegnen mir bis heute Menschen,
die jemanden brauchen und Menschen, die lieber gebraucht als geliebt werden.
Da wir die Heiligenscheine ja eh schon mal abgelegt haben,
es ist auch echt toll gebraucht zu werden, nur stellt sich mir mittlerweile
sehr schnell die Frage wozu. Wozu brauche ich diesen Menschen? Wozu braucht er mich?
Will ich Ihn brauchen? Will ich  mich (ge)brauchen lassen?
Wenn ich mir diese Fragen beantwortet habe, dann kann ich mich bewusst
entscheiden - um beim beim Thema zu bleiben - in den Drama - Bus einzusteigen
und mich weiter Fragen, wieviel Raum das Drama lässt für Gefühle,
Gedanken, Erlebnisse, die mich darüber hinaus mit dem Menschen verbinden
könnte und nicht zuletzt für LIEBE, die nicht bedürftig ist.

... übrigens: Das Leben stellt die Fragen und wir antworten, demnach können
wir auch jederzeit aussteigen aus dem DramaBus, den Weg oder gar das Ziel ändern! ;-) 

Alles Liebe ~ Daniela















Samstag, 23. Januar 2016

~ MeerSeen ~

Nichts bleibt wie es ist.
Wie könnte es auch, wenn doch alles lebt und sich bewegt
auf diesem Planeten?
Täglich verändern wir uns, verändern sich die Gegebenheiten,
reagieren wir auf Veränderungen und das einzig beständige daran
ist die Veränderung selbst. Die Bewegung, der Rhytmus,
der Fluss inden wir springen mit unserer Geburt.
Nun haben wir auf diesem Weg so viele Möglichkeiten,
wir wählen und entscheiden ständig wie wir uns bewegen,
wohin und mit wem.
Wir gestalten die verschiedensten zwischenmenschlichen Beziehungen,
wir leben, wir lieben, wir leiden und bewegen uns immer weiter.
Wir gestalten unser zu Hause, unseren Beruf, wir gestalten unsere Freizeit.
Sofern wir Lust, Kraft und Mut haben das zu tun.
Nach vielen Gesprächen mit Menschen in der vergangenen Woche
kommt mir der Gedanke, dass es Menschen gibt, die gar nicht so gern
selbst gestalten, dass es Menschen gibt, die sich bewusst gegen
einen Wellentanz und für ein relativ unbewegtes Leben auf einem
ruhigen See entscheiden. Ein See auf dem von allen Seiten die anderen Ufer
leicht einsehbar und erreichbar scheinen. Dann wieder gibt es Menschen,
die sich auf´s offene Meer wagen, sich den Stürmen stellen,
der Ebbe und Flut folgen, hin und wieder mal abtauchen und
mit neuen Ideen, Plänen, Gedanken wieder auftauchen.
Das Leben auf dem See erscheint mir auf den ersten Blick reizvoll,
alles ist so schön planbar, keine großen Veränderungen scheinen stattzufinden,
ausser denen die von aussen hinzugefügt werden oder aus natürlichen
Umständen resultieren, so ziehen die Jahreszeiten vorbei und der Blick
auf das gegenüberliegende Ufer zeigt sich mal in seinem feinsten goldgelben
Herbstkleid, oder im satten frühlingsgrün. Im Sommer glitzern die Sonnenstrahlen
auf dem See und im Winter gefriert er für eine Weile.
Damit lässt es sich gut leben, oder?
Dann wieder gibt es Menschen, die es an, auf oder in das Meer zieht,
das sich aus sich selbst heraus ständig verändert, indem die Bewegung
ständig spürbar ist, welches weniger berechenbar, planbar und kontrollierbar
ist. Diese Menschen beginnen irgendwann sich der Bewegung anzupassen,
die Sturmfluten zu nutzen, mit den Wellen zu tanzen, eine Welle zu werden.
Die mal voller Wucht gegen Klippen schlägt und mal sanft und ruhig an den Strand
spült. Was diese Wellen anspülen ist nie ganz vorhersehbar. Mal sind
es die schillernsten Muscheln und Perlen und mal ist es tiefer, dunkler Schlamm,
der sich am Strand findet und dort liegen bleibt, bis die nächste Welle sich
wiederholt, was dort hin und wieder unbeachtet liegt.
Damit lässt es sich auch gut leben, zumindes erscheint mir das so.
Was ich mich allerdings frage ist, können Menschen die sich einmal
für ein solches Leben entschieden haben, sich wohl fühlen damit,
und den Wert dessen zu schätzen gelernt haben zurück an den See,
und wenn ja, was ist wenn einmal ein Orkan wütet und an den Ufern
ein Bild der Zerstörung hinter lässt, wenn der See austrocknet,
oder die Sehnsucht nach dem Meer größer ist, als das scheinbar so
unveränderliche Bild der Ufer?

Alles Liebe ~ Daniela






Mittwoch, 20. Januar 2016

~ Wie ein Teenager ~

Wenn ich mich an meine Teenagerzeit zurück erinnere (und das tue ich wirklich gern)
beginne ich unwillkürlich zu lächeln.
Ich habe sehr intensive und sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit
und wenn sich der Film meiner Jugend vor mir abspielt,
denke ich mir hin und wieder, dass es gut ist, wenn ein Teil der
Teenager, die wir mal waren in uns weiter lebt, uns begleitet
durch alle Lebensphasen.
Gerade in den letzten Wochen erinnerte ich mich häufig an diese Zeit
des Entdeckens, an die Unbekümmertheit und an die lebendige Freude.
Ehrlich gesagt, komme ich immer öfter in Kontakt mit dem Teenager in
mir und muss hin und wieder sehr herzlich darüber lachen,
dass es in bestimmten Bereichen des zwischenmenschlichen Miteinanders
heute wieder ähnlich ist.
Kürzlich beobachtete ich ein älteres Pärchen beim Spaziergang,
die beiden erinnerten mich auch an Teenager, wie sie sehr wackelig
und zunächst unsicher über einen Balken balancierte, während er ihre
Hand hielt. Sie alberte herum tat so, als würde sie ihr Gleichgewicht verlieren
und lachte herzlichst, als er ihr daraufhin besorgt hinunterhelfen wollte.
"Nein", sagte sie bestimmend und liess mutig seine Hand los,
um die letzten paar Schritte allein zu tun.
Am Ende hob er sie vom Balken und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
Händchenhaltend liefen die beiden weiter und alberten dabei herum.
Ich sah ihnen noch eine Weile lächelnd nach und denke mir,
dass es eigentlich nichts schöneres gibt, als sich diese Unbekümmertheit,
die Leichtigkeit und Freude beizubehalten.
Ja, wir alle werden abgeklärter, erfahrener und reifer
und dennoch gibt es Augenblicke im Leben, in denen wir uns
fühlen und verhalten wie Teenager, manchmal ausgelöst durch
die Begegnung mit einem Menschen, der genau diesen Teil
in uns berührt. Dann kann es schon einmal passieren, dass wir wieder
beginnen die Gesichtsfarbe zu wechseln, dass wir verlegene Antworten geben
und unsicher um den heissen Brei herumreden, beziehungsweise debil
lächelnd und verzaubert von zum Beispiel den Grübchen des Gegenübers
kein Wort zustande bringen. Der Zustand vergeht dem Himmel sei Dank auch
wieder und dennoch ist es eine herrliche Erinnerung und für einen kurzen
Augenblick sind wir wieder Teenager.

Danke Vicky für das coole Doppelwellenthema ... http://vickymissterious.blogspot.co.at/! :-)

Alles Liebe ~ Daniela