Donnerstag, 15. Oktober 2015

~ Graue Tage ~

Kartoffelsuppe für Herz und Seele,
oder wenn nichts mehr geht, hilft ein altes Familienrezept
und intensive Streicheleinheiten für den Geist.
Grauer als grau, zeigt sich der Himmel heute,
und tatsächlich streifte heute morgen eine Schneeflocke
mein Fenster, das mir jetzt gerade ein interessantes Tropfenmosaik
zeigt.
Es wird kalt draussen & auch drinnen,
was allerdings auch einfach an meiner eigenen Stimmung
liegen kann, die sich heute in ihrer Farbe, dem Himmel anpasst.
Ist etwas passiert?
Nein, zumindest nichts, das mich zu einer solch grauen
Stimmung verleiten könnte.
Es ist einfach so. Ich fühle mich so und habe nicht
die geringste Lust dagegen anzukämpfen,
wozu auch? Ich kann unehrliche verkrampfte Dauergrinsezustände
eh schlecht aushalten und finde es macht wenig Sinn,
die Menschen um mich herum und mich selbst für dumm zu verkaufen.
Allergisch reagiere ich dann auch übrigens auf debile Aufheiterungsversuche.
Ich kann mit so ´nem Tag gut leben und werde
mich nun der oben genannten Kartoffelsuppe und Gedanken
widmen, die mich weniger an der Empathie & Sinnhaftigkeit
mancher Zeitgenossen zweifeln lassen und frage mich
mal, ob ich eigentlich Lust habe, mich mit Menschen
zu umgeben, die scheinbar nur auf Sonnenseiten, Vergnügen
und Spaß konditioniert sind. Das fällt mir natürlich
an Tagen wie heute besonders auf, erfreut mich aber auch
an sonnigen nicht wirklich, weil es einfach so langweilig
und einseitig betrachtet, dass es mich fürchtet.
Ich mag das Leben auch an grauen Tagen,
eigentlich mag ich alles, was wahrhaftig ist
und spürbar, was das Leben in all seinen Facetten
zeigt und annimmt & nicht Teile einfach ausblendet,
denn wie ehrlich kann ein Mensch zu sich selbst sein,
wenn er diese "grauen" Seiten ständig verbirgt oder negiert?

Herzlich ~ Daniela


Mittwoch, 14. Oktober 2015

~ Zwischenernte ~

Mir ist heute ein wirklich schöner Gedanke gekommen,
passend zu dem wohlig warmen und ruhigen Gefühl,
das sich seit einigen Tagen in mir ausbreitet.
Irgendwie fühlt es sich nach Ernte an,
Eine Art Zwischenernte der Früchte,
deren Samen ich vor einigen Jahren gesetzt
und in der Folgezeit behutsam gepflegt habe.
So einige male habe ich mich gefragt,
ob diese Pflanze jemals Früchte tragen würde,
ob die Samen die richtigen waren,
ob ich genug oder vielleicht auch zu viel Pflege
investiert habe in einen Weg, meinen Weg,
der sich nicht mehr an dem gesellschaftlich vorgesehen
Weg orientiert, sondern allein an meinen Bedürfnissen
und denen meiner Kinder, sofern sie für mich erkennbar sind.
Das war & ist nicht immer leicht,
ich kollidiere häufig mit den Bedürfnissen und manchmal
auch der Bedürftigkeit meiner Familie und Freunden.
So hat es einen zunächst sehr radikalen Schnitt benötigt,
der mir sehr oft sehr viel Kraft abverlangt hat,
um die nötige Konsequenz durchzuhalten.
Heute fällt es mir nicht mehr so schwer,
auch wenn ich hin und wieder an schmerzvolle
Grenzen stoße, eine behutsame Annäherung immer wieder
stattfindet, mit einigen mir wichtigen Menschen.
Andere haben sich von allein erledigt.
Hin und wieder habe ich daran gezweifelt,
habe mich gefragt, ob es egoistisch ist, was ich tue.
Ob dieser Weg mich jemals an ein, an mein Ziel führen
würde. Zu Beginn hatte ich gar keins. Zumindest kein
vollkommen definiertes, mein Ziel war einfach
ein Leben zu leben, dass mir l(i)ebenswert und sinnvoll
erscheint, was es damals einfach nicht tat.
Nun können wir alle in diesem Leben nicht bei NULL beginnen,
wir haben gelebt, haben Erfahrungen gemacht, sind Menschen
begegnet und tragen einen Rucksack mit uns herum,
den es von Zeit zu Zeit mal zu öffnen gilt.
Was von dem Inhalt, den wir da mit uns herumtragen brauchen
wir wirklich, wieviel von dem was drin ist dient uns und
was davon ist unnötiger Ballast, den wir selbst hineingepackt haben,
oder unbemerkt für andere mit uns herumschleppen.
Beim ersten Mal kann es echt höllisch weh tun,
zu sehen und zu spüren, was da alles nicht hineingehört.
Wenn er dann ganz leer ist, der Rucksack und wir uns entscheiden,
was wir in Zukunft mitnehmen wollen und können
gleicht das einer Achterbahnfahrt durch sämtliche emotionale
Höhlengebiete. Schuldgefühle, Wut, Trauer, aber auch
Freude, Zuversicht, Liebe und Dankbarkeit, lassen
sich an genau dieser Stelle erspüren und in einer
Intensität wahrnehmen, die alles bisher erlebte in den Schatten
stellt.
Nun wissen wir, was wir mitnehmen wollen, aber vielleicht
immernoch nicht so genau wohin wir eigentlich genau wollen,
nur, dass es anders werden soll, damit es besser wird.
Wir gehen also los und orientieren uns an den Dingen,
die wir wirklich brauchen, fragen uns immer wieder,
was wir denn nun tun, mit dem was wir haben, mit dem
wer wir sind. Ich fand das ungalublich schwierig.
Was könnte ich schon tun, was der Welt geben
und dann auch noch davon leben.
Ich wusste ja nun, dass all das was ich hatte, was ich besaß,
mir hart erarbeitet hatte ein Ersatz war, ein Ersatz für Liebe,
Freude und Hingabe an etwas, das mich wirklich von ganzem
Herzen erfüllt. So habe ich all das hinter mir gelassen
und mich auf ein Minimum beschränkt, das Nötigste,
mich besonnen auf das, was ein Mensch wirklich braucht
zum Leben. Mir hat das sehr geholfen, mich geerdet und
mir schlußendlich den wahren Wert bestimmter Dinge,
die eben keine Dinge sind sehr spürbar gemacht und nebenbei
habe ich zunächst sehr unbewusst und dann immer bewusster
Samen gesetzt, für ein Leben, das mich sehr zufrieden,
tief dankbar und sehr häufig, sehr glücklich macht.
Schritt für Schritt geht es für mich immer näher an
ein Ziel, das vor einigen Jahren nicht mehr als eine
Traumvorstellung in meinem Kopf war.
Ich habe Rückschläge erlebt in den letzten Jahren,
ich habe gezweifelt und manchmal geglaubt den
Verstand zu verlieren, aber ich habe niemals aufgehört
durchzuhalten, durchzubrechen. Meinen Rucksack,
den überprüfe ich nun in regelmäßigen Abständen,
ebenso mein Ziel, denn manchmal verändert sich das
auf dem Weg. Nun und das ist vielleicht das Schönste
an dieser Zwischenernte ist es nicht mehr nur eine Richtung,
sondern ein sehr geebneter Weg mit tollen Möglichkeiten,
die sich zeitweise von ganz allein und manchmal eben
auch durch echtes Zähnezusammenbeissen und dafür kämpfen
ergeben.
Erinnert ihr Euch an folgendes Zitat? Ich habe es
schon sehr häufig hier aufgeschrieben:

 „Wer ein Wofür im Leben hat, der kann fast jedes Wie ertragen.“

~ Friedrich Nietzsche ~

Wer ein Wofür hat, ein Wofür ist, kann gar nicht anders,
als einfach immer weiter zu gehen, WIE auch immer.


Herzlich ~ Daniela






Dienstag, 13. Oktober 2015

~ Schlendern ist Luxus ~

Ich habe mir heute mal einen Tag geschenkt.
Nur das Nötigste gearbeitet und den Rest des Tages
mit einem Stadtbummel (hört sich lustig an in Zeiten
des "Shoppings") verbracht.
Eingekauft habe ich auch, aber in erster Linie bin
ich geschlendert, habe in der Herbstsonne den weltbesten
Milchkaffee getrunken und mir dabei die Passanten angeschaut,
die hektisch an mir vorbei rasten.
Eigentlich mag ich Innenstädte gar nicht so gern,
aber heute war mir danach mit mir allein,
ohne Zeitdruck, ohne Kinder und ohne jeglichen
unnötigen Kontakt zu meinen Mitmenschen
meine Zeit zu verbringen.
Am Buchladen konnte ich ebensowenig vorbei
gehen, wie an dem einen oder anderen ausgewählten
Kleidungsstück.
Ausklingen lass ich den Tag nun mit einem
Spaziergang durch die kühle Dämmerung.
Danach gönne ich mir ein gutes Essen,
ein ausgiebiges Bad, eine Meditation
und viel Raum für warme Gedanken.
Ulla Meinecke kommt mir heute immer wieder in den
Sinn, die lass ich Euch noch hier:

Schlendern ist Luxus

Ein Abend wie Seide, keine Lust auf 'n Bus
Ich geh' zu Fuß
Weiche Schultern, leichter Gang
So könnt' ich laufen, stundenlang
Die Autos klingen wie Brandung, 

Gerüche wehen von irgendwo her
Und hinterm nächsten Block 

träum' ich mir das Meer
Und Schlendern ist Luxus

Ich nehm' den Weg, der mir gefällt, 

nicht wo 's am hellsten ist
Dunkle Fenster, ey, schlaft schön! 

Nacht in dem Gesicht
Blaue Dämmerung nach 'ner langen Nacht, 

da oben hat noch wer Licht
Und zwei im Auto am Straßenrand, 

die sehen mich nicht
Und Schlendern ist Luxus

Da ist 'n Schatten und 'n Zittern, 

und Wittern wie 'n Tier im Revier
Steht da vorn nicht der Typ 

mit den dunklen Phantasien
Für den die Welt ein Weib ist, 

die will er auf den Knien
Ach komm, Schlendern ist Luxus

Zurück auf die Insel, zurück zu mir, 

ich liebe diesen Schritt
Bin schon so weit gegangen, 

und ich nehm' alles mit ... 

Herzlich ~ Daniela









Sonntag, 11. Oktober 2015

~ Liebe, Freundschaft, Vertrauen & RILKE ~

Wieder einmal, wie so häufig im Herbst,
war mir nach Rilke. So begann ich den Briefwechsel
zwischen ihm und seiner Freundin, Paula Modersohn - Becker
zu lesen. Hier der Auszug eines Briefes,
in dem es um die Freundschaft Paulas
zu Rilkes Frau Clara Rilke - Westhoff geht.
Interessant auch hinsichtlich des Aspektes,
dass Rainer Maria Rilke sich offenbar auch
zu Paula Modersohn - Becker hingezogen fühlte,
bis diese Paul Modersohn heiratete.

Ist Ihre Liebe und Freundschaft so misstrauisch, 
dass sie immerfort sehen und greifen will, was sie besitzt? 
Sie müssen fortwährend Enttäuschungen erfahren, 
wenn Sie erwarten, das alte Verhältnis zu finden, 
aber warum freuen Sie sich nicht auf das Neue, 
das beginnen wird, wenn Clara Westhoffs neue Einsamkeit 
einmal die Tore auftut, um Sie zu empfangen? 
Auch ich stehe still und voll tiefen Vertrauens 
vor den Toren dieser Einsamkeit, weil ich für die höchste Aufgabe 
einer Verbindung zweier Menschen diese halte: 
dass einer dem andern seine Einsamkeit bewache. 
Denn wenn das Wesen der Gleichgültigkeit und 
der Menge darin besteht, keine Einsamkeit anzuerkennen, 
so ist Liebe und Freundschaft dazu da, fortwährend Gelegenheit zur Einsamkeit zu geben. 
Und nur das sind die wirklichen Gemeinsamkeiten, 
die rhythmisch tiefe Vereinsamungen unterbrechen … 
Denken Sie daran, als Sie Clara Westhoff kennen lernten: 
da wartete Ihre Liebe geduldig auf ein aufgehendes Tor, 
dieselbe Liebe, die jetzt ungeduldig an die Wände pocht, 
hinter denen die Dinge sich vollziehen, die wir nicht kennen, 
die ich ebenso wenig kenne wie Sie, 
– nur dass ich das Vertrauen habe, 
dass sie mich tief und verwandt berühren werden, 
wenn sie sich mir einmal offenbaren. 
Und kann Ihre Liebe kein ähnliches Vertrauen fassen? 
Aus diesem Vertrauen allein werden ihr Freuden kommen, 
von denen sie leben wird, ohne zu hungern.

Herzlich ~ Daniela














Samstag, 10. Oktober 2015

~ Facettenreich ~

Das Leben hat so viele Facetten,
der Mensch hat so viele Facetten,
und ist es nicht das, was dieses Leben,
die Menschen so wunderbar macht?
Es gibt kaum etwas, das mich mehr langweilt,
als starre Dinge, Unbeweglichkeit.
Nehmen wir einfach mal eine Blume am Wegrand,
ganz trostlos und mickrig mag sie auf den ersten
Blick erscheinen, eine Wegrandblume eben,
die im Vergleich zu den üppigen Rosen
eher traurig wirkt.
Sehen wir sie aber im Vergleich zum Asphalt
und Beton, der sie umgibt, sticht sie plötzlich heraus,
repräsentiert Farbe und Lebendigkeit.
Sehen wir sie dann noch einmal ganz losgelöst
von irgendwelchen Vergleichen, erkennen wir
ihre Blütenblätter, die Vielseitigkeit, der Farbschattierungen.
und Formen die sie vereint und plötzlich
kann uns eine solche  "lapidare" Wegrandblume
vorkommen wie ein Wunder, ein kleines Universum
für sich, das uns immer mehr in seinen Bann zu ziehen
vermag. Es mag Millionen Einzelheiten geben,
die es zu entdecken gibt und die eben diese Blume
zu etwas ganz einzigartigem machen.
Nun, haben wir alle sehr häufig keine Zeit auf solche
Blumen zu achten, möglicherweise fehlt uns auch der Blick
dafür, es gibt schliesslich immer so viel wichtigeres zu tun
und zu besprechen zu bestaunen, so geht es mir auch
und doch versuche ich regelmäßig genau diesen Blick
zu schulen, mich auf die kleinen Schönheiten zu besinnen.
Es erdet mich und es gibt mir immer wieder ein
Gefühl dafür, wie kostbar, bemerkenswert und einzigartig vielfältig
ein jedes Wesen, ein jeder Mensch, jeder Tag,
jede Sekunde ist und wieviel Schönheit in dieser Welt
wir nicht wahrnehmen, weil wir uns die Zeit dafür einfach nicht
nehmen. Es müssen eben nicht immer große Künste,
imposante Gebäude, grandiose Werke sein,
die uns etwas zu geben im Stande sind.
Manchmal ist es eben eine Blume am Wegrand,
eine kleine Feder, die vor unseren Augen lustig im Wind tanzt
und dann langsam zu Boden gleitet, ein Eichhörnchen,
das mit einer solchen Wonne seine Nüsse knackt,
dass es uns minutenlang dabei beobachten lässt,
oder ein Mensch, der sich uns in den unterschiedlichsten
Facetten zeigt. Ist es nicht das allerschönste,
wenn wir einen Menschen, die Natur, ein Gemälde
lieben und immer wieder neue Facetten entdecken?
Und wünschen wir uns nicht auch in all unseren
Facetten wahrgenommen zu werden?
Zeigen wir uns doch einfach,
so wie wir sind und sind wir dankbar
für die Menschen, die uns genau dafür schätzen. 


Herzlich ~ Daniela




Donnerstag, 8. Oktober 2015

~ Die Kraft des Träumens ~

Kann man das Träumen verlernen?

Vielleicht erlauben wir uns nicht mehr zu träumen,
möglicherweise begrenzen wir sogar unsere Träume,
weil wir intuitiv wissen, dass sie sich erfüllen können,
dass wir sie uns erfüllen könnten, wenn wir wollen.
Dass wir es versuchen können, wann immer uns danach ist.
Seit frühester Kindheit hören wir aber nun,
dass Träume, Träume bleiben sollten,
dass diese Träumereien doch zu nichts führen,
dass wir aufhören sollen uns Traumschlösser zu bauen.
Und wenn wir erwachsen werden, dann wir das ganze
noch schlimmer, wenn wir uns dann mal erlauben zu träumen,
uns unser Leben in den schillerndsten Farben ausmalen,
konkrete Bilder entwerfen davon, wie so etwas aussehen
könnte, wenn wir beginnen Ideen zu kreieren
und sie mit anderen Menschen teilen,
gelten wir gleich als verrückt, als Phantast,
als Spinner oder eben als der ewige Träumer.
Die meisten Trainer und Coaches haben schon recht,
nichts geht, kein Traum wird sich erfüllen, oder zumindest
nur in den wenigsten Fällen, wenn ich nichts dafür TUE,
mich nicht bewege, auf meinem kompfortablen Hintern
sitze und warte, dass mir alles in den Schoss fliegt,
jemand kommt, der mich "wach" küsst und mir
nebenbei den Himmel zu Füßen legt.
Bleiben wir mal einen Augenblick beim Beruf.
Kein Mensch, der unzufrieden aber gewissenhaft
30 Jahre seinen Job ausführt, wird sich jemals
in Bewegung setzen, irgendetwas tun, wenn er verlernt hat
sich ein anderes Leben zu erträumen, sich danach zu sehnen,
es sich zu wünschen mit aller Kraft, die irgendwann dazu
führt, Ideen zu entwickeln ein Leben zu ändern.
Von Heute auf morgen geht das häufig nicht,
aber bei manchem Menschen geht es eben doch,
nämlich dann, wenn der Leidensdruck zu groß wird,
wenn das Sehnen schmerzvoller wird, weil es
uns vor Augen führt, dass wir jederzeit ALLES ändern
können, wenn wir den Mut dazu haben und die Konsequenzen
tragen können und ehrlich gesagt, an diesem Punkt
in einem Leben, weiss ich einfach, das alles besser ist,
als in der Routine des Alltags, der Masse unterzugehen
und zu sterben während ich lebe. 
Woher ich das weiss? Ich weiss es für mich, weil
ich an eben einem solchen Punkt bereits einmal war.
Weil ich meine Träume, meine Wünsche, meine Sehnsucht
einmal so erfolgreich verdrängt hatte, zugunsten eines
rationalen, erfolgreichen (im Sinne von was die meisten Menschen
so unter Erfolg verstehen) Leben, dass sie ich eben einen anderen
Weg gesucht haben, um sich bemerkbar zu machen,
nämlich einen ziemlichen Knock - Out, physisch wie psychisch.
Wenn mir also heute jemand sagen will,
träumen wäre schlecht, würden zu keinem Ziel führen
oder wären eben nicht realistisch, dann entlockt
mir das bestenfalls ein Augenrollen.
Ja, es ist wahr, Luftschlösser sind nicht realistisch,
aber ein wirklicher Traum (widersprüchliche Wortwahl beabsichtigt), eine Sehnsucht,
eine Vision wird zur Mission, zum Ziel und damit zu einer Antriebskraft,
die sich nicht so leicht bremsen lässt und wenn sie doch einmal
ausgebremst wird, die Kraft in sich selbst findet weiterzugehen,
zu träumen, zu sehnen und sich zu bewegen, durch Widerstände
hindurch, die immer wieder den Mut findet sich den Ängsten,
die so ein Traum auch mit sich bringt zu stellen und sie zu überwinden.
Wir dürfen übrigens auch träumen, wenn es um LIEBE geht.
"Deine Erwartungen kann ja niemand erfüllen!"
"Darauf kommt es doch gar nicht an!"
"Man kann eben nicht alles haben, Liebe, Leidenschaft & Freundschaft!"

Nein? Kann man nicht? Ich schon, denn sonst habe ich lieber
nichts, was nämlich auch alles sein kann, wenn man sich selbst
erträgt und mag.

Vor cirka einer Woche hörte ich von einem lieben Menschen
einen ziemlich destruktiven Satz diesbezüglich, nämlich:

"Ich habe meinen Traum aufgegeben." Bzgl. eben dieser
Beziehungsträume.
Das ist echt schade.
Wir dürfen träumen, wir müssen träumen und
es ist gut zu wissen, was wir brauchen um uns wohl zu fühlen,
einen Nährboden zu haben, auf dem wir wachsen können,
allein und gegebenenfalls eben auch zusammen.
Wir können unseren Traum, unsere Sehnsucht,
unseren Wunsch eben nur nicht  einem anderen
Menschen aufbürden, an einen bestimmten Menschen
binden, das ist die Illusion, der wir einfach zu oft
verfallen. Menschen sind wie sie sind,
wir bekommen keine Garantien und wenn wir
ehrlich zu uns selbst sind, können wir sie auch
nicht geben. Was wir aber können ist lieben, träumen
uns sehnen und mit ein bisschen Glück begegnen
wir einem Menschen, der unseren Traum teilt,
uns liebt und bereit ist mit uns an einer Beziehung
zu arbeiten.

Klingt kompromisslos?

Ist es auch, für mich in diesem Fall auch alternativlos,
das ist die Konsequenz, die ich trage,
für ein solches Leben,
ein Leben mit Raum zum Träumen,
das einer FREUDE folgt und nicht dem
Konzept der Mehrheit entspricht
und meistens trage ich diese Verantwortung gern.

Herzlich ~ Daniela











Mittwoch, 7. Oktober 2015

~ Menschen, Worte & Gedanken ~

Worüber sonst könnte ich schreiben als über
all die Themen, die mich berühren, bewegen,
mich ärgern und herausfordern,
als über die Hindernisse, Widerstände und
inneren Dialoge, die sich abspielen in mir,
in jedem von uns, auf eine andere, eine ganz
eigene Art und Weise.
Manche meiner Texte wirkten in den letzten
Tagen auf mich, als habe sie der Erklär Bär für Erwachsene
geschrieben, aber will ich mich erklären?
Muss ich mich erklären, wozu erkläre ich mich
und warum öffentlich?
Ich biete Menschen damit ja regelrecht eine
Angriffsfläche, mache mich verletzbar.
Einige Menschen begegnen mir völlig voreingenommen,
weil sie sich anhand meiner Blogs Bilder davon malen,
wie ich wohl bin.
Manchmal mag dieses Bild Parallelen aufweisen,
sehr häufig ist es jedoch so, dass sie rein gar nichts mit
mir zu tun haben.
Hin und wieder ist es wirklich erschreckend,
wenn ich auf Menschen treffe, die vorab gelesen haben,
was ich hier so schreibe. Nicht, weil es mir unangenehm wäre,
dass sie glauben mich zu kennen, sondern weil sie anhand des
Gelesenen in Verbindung mit ihren eigenen Bildern
glauben zu wissen, was ich hören möchte.
Aber ich möchte gar nichts bestimmtes hören.
Mir ist es auch nicht wichtig, ob ich nun wahnsinnig viele
Gemeinsamkeiten mit einem Menschen habe.
Viel spannender finde ich es, wenn Menschen fragen.
Ich habe so viele Fragen, manche stelle ich meinem
Gegenüber und manche beantworten sich auch von ganz alleine,
wenn wir wirklich zuhören.
All diese Worte, die ich hier in annähern 600 Blogbeiträgen
geteilt haben, drücken vielleicht einen sehr geringen
Anteil meiner Gedankengänge, meiner Innenwelt,
meiner Ansichten und meiner Person aus und es sind
immer Augenblicksaufnahmen, Reflexionen,
Ausblicke, Einblicke, die mich JETZT im Augenblick
des Schreibens beschäftigen.
Manchmal sind es Fiktionen, hin und wieder einmal
stark überzeichnet, weil sie etwas sichtbar machen,
für mich, für Euch.
Ich schreibe nach wie vor, weil es mir Freude macht,
weil es mir ein herzliches Anliegen ist und an manchen
Tagen frage ich mich wofür. Wozu das alles?
Dann fällt mir wieder ein, dass ich damit begonnen habe,
weil es solche Worte waren und sind, die mich begleitet
haben, durch meine Wellen, dass es nicht wichtig ist,
jedem zu gefallen, dass es eben nicht vordergründig
darum geht mich Menschen zu erklären, sondern
an etwas zu erinnern, was der eine oder die andere
von Euch vielleicht verloren, vergessen hat, auf Eurem
Weg.
In den letzten Tagen, waren es die Worte anderer Menschen,
die ich gelesen habe, die mich an meinen Weg erinnert haben.
Die einen kleinen Funken entzündet haben, der auch gleich
gezündet hat. Ich kann nicht schreiben, was mit mir nichts
zu tun hat. Dafür gibt es sicherlich ganz großartige Menschen,
die das können. Meine Blogs, meine Texte, meine Projekte,
werden immer etwas mit mir, mit meinem Empfinden und
mit meiner Wahrnehmung zu tun haben, dennoch wüsste
ich wirklich nicht, wie viele Texte ich schreiben müsste,
um mich komplett sichtbar zu machen, wie ich bin.

Danke Euch für´s gemeinsame Wellentanzen,
für wirklich spannende Begegnungen.

... und bitte, bevor ihr mir sagt oder schreibt, was ihr glaubt,
das ich hören möchte, fragt Euch doch lieber, was ihr gerne sagen
möchtet, oder fragt, was ihr fragen möchtet.
Das macht es mir leicht Euch ganz unvoreingenommen
zu begegnen und entkrampft ungemein.

Zum Thema Kritik mag ich an dieser Stelle auch
noch einmal etwas sagen. Ich freue mich wirklich
über Anregungen, über Themenwünsche und auch
über Eure Ansichten. Was ich gar nicht mag sind
öffentliche Anfeindungen oder Diskussionen
über Geschmack oder meine Blogpartner.
Wer mir oder ihnen da persönlich etwas zu sagen hat,
kann gerne die bekannten Kontaktwege, wie Email
oder in den Socialmedia Netzwerken PN wählen.
Sich austauschen zu den Blogthemen finde ich spannend
Diskussionen zu Geschmacksfragen sind einfach unnötig, sinnlos und
auch irgendwie am falschen Platz, wenn sie in meiner Chronik
stattfindet, denn letztlich ist es doch so simpel:
Gefällt Dir nicht? Dann lies es nicht.
Du hast es gelesen und es hat Dir nicht gefallen?
Lies es nicht nochmal.
Hat Dir nicht gefallen und Dich irgendwie getriggert?
Frag Dich woran könnte das wohl liegen!?
Ist völliger Schwachsinn für Dich und das musst Du unbedingt
kund tun, mach das gern, aber bitte in DEINER Chronik.
Wenn ich Dich gelöscht habe, dann hat das einen guten Grund,
für mich jedenfalls und der muss sich Dir nicht zwingend erschliessen.
Auch darüber diskutiere ich nicht.

So und weil all diese Themen in den letzten Tagen
so sehr dazu beigetragen haben, mich auf das zu besinnen,
was mir wirklich Freude macht und wozu ich es tue,
schreibe ich einfach ... hier und da ... und bald auch dort.

Genießt Eure Wellen! :-)


HERZlich ~ Daniela