Donnerstag, 16. Juli 2015

~ Überraschend anders ~

"Gut siehst Du aus!"

Wir haben uns Jahre nicht gesehen und ehrlich gesagt, wäre mein
Gegenüber auch der letzte Mensch gewesen, von dem ich mir gewünscht
hätte ihn in diesem Leben noch einmal zu sehen.
Nach all dem was war, all den Verletzungen, den bösen Worten,
den Lügen, nach all den Jahren dazwischen, fällt ihm nichts
anderes ein, als mir zu sagen, dass ich gut aussehe?

So hätten wohl meine Gedanken aussehen können.
Und es dämmert mir, dass es wahrscheinlich vor nicht allzu
langer Zeit auch genau so gewesen wäre.

Aber so war es nicht, nichts ist mehr so, wie es einmal
war, kommt mir in den Sinn, ich bin nicht mehr die,
die ich noch vor einer Weile war und in diesem Augenblick
wird mir bewusst, wie sehr ich mich darüber freue.

Kein hartes Gefühl, keine zerstörerischen Gedanken.
Ganz im Gegenteil.
Er steht ca. 15 Meter von mir entfernt, zwischen uns
ein paar Menschen, während ich mich mit meiner Begleitung
unterhalte und meine Kinder mich fragen,
ob sie ein wenig näher an den Ort des Geschehens dürfen,
erblicke ich ihn. Ist er das?
Ich bin mir nicht sicher.
Kann das möglich sein, ein Mensch, mit dem ich gelebt habe,
der die dunkelsten Seiten aus mir heraus geholt hat,
jemand der mich einmal mit dem Teufel verglich,
den ich liebte und hasste,
kann man wirklich vergessen, wie so jemand aussieht?
Ja, es ist Jahre her, mehr als 10 und knapp 2 Jahre seit unserer
letzten zufälligen Begegnung, auf die sicher auch jeder von
uns gern verzichtet hätte. Da hatte ich ihn doch noch sofort
erkannt. Er hatte sich in meiner Wahrnehmung kein bisschen verändert,
und nun, nun war ich mir nicht sicher.
Meine Begleitung offenbar auch nicht, sie fragt ganz vorsichtig:
"Sag mal, der hat ein bisschen Ähnlichkeit mit XY, oder?"
In diesem Augenblick dreht er sich um, ich sehe sein Lachen
im Profil und aus seinem Hemdkragen lugt eine Kette hervor.
Nun bin ich mir sicher, dass er es ist.
Ich muss lächeln, blitzartig spielt sich ein Film
vor mir ab, unser Film, und der ist alles andere als langweilig,
ein bisschen Tragödie, ein wenig Komödie, an einigen Stellen
etwas kitschig, das Drama weit überzogen und
der Anteil an leidenschaftlicher Liebe ist auch nicht zu verachten,
bis es sich am Ende einem Psychothriller nähert.
Puh, denke ich mir passend zur Achterbahn, die ja vielleicht
auch gerade aufgrund dieser Begegnung zum Thema wurde,
im gestrigen Blog.
Er hat sich verändert, endlich, denke ich mir und freue mich,
ohne zu wissen, was mit ihm passiert ist, wie er lebt,
oder was zu dieser Veränderung beigetragen hat,
natürlich wirkt er, reifer und dennoch so fröhlich
wie eh und je.
Das tut er auch noch, als er plötzlich vor uns steht, uns begrüßt
und dabei lächelt. Viel sicherer, als bei unserer letzten Begegnung.

Er begegnet mir noch einige Male bei dieser Veranstaltung
und ich denke mir, dass es schön ist, ihn wieder einmal
zu sehen und dass ich mich nicht einmal mehr erschrecken
kann vor dem Teil in mir, an den er mich sehr erinnert,
im Gegenteil, ich bin froh dass es ihn gibt und wenn es
auch viele Jahre gedauert hat zu erkennen wozu,
es gibt für alles einen guten Grund.
Jede Begegnung trägt ein Geschenk in sich,
und selbst, dass aus (s)einer Blume der personifizierte Teufel
wurde macht in der Rückbetrachtung Sinn.

Danke für's daran erinnern & eine echt
abgefahrene gemeinsame Reise!


HERZlich ~ Daniela




Mittwoch, 15. Juli 2015

~ Back in the days oder inklusive Looping ~

Back in the days ...

Der Regen, der Wind, die Begegnungen der letzten Tagen
und Wochen und der passende Soundtrack dazu und
schon spielt sich der Film meines Lebens vor meinem inneren
Auge ab.
Ein Film wie eine Achterbahn mit einigen Loopings,
bei denen ich mich heute frage, ob sie die Übelkeit nachher
echt wert waren. Allerdings könnte ich mir die Frage nicht stellen,
wenn ich sie nicht durchdüst wäre, die Loopings und mal
ehrlich, wer will schon ständig vor  ´ner Achterbahn stehen
und sich fragen, wie sich solche Loopings wohl anfühlen.
Klar, die machen einem Angst, mir machten sie Angst,
eigentlich ist Angst mein Begleiter, seit ich denken kann.
Ich habe aber noch einen Begleiter, die Neugier und zwar will
ich etwas nicht lediglich hören, sondern ich will es wissen,
spüren, erleben.
Manchmal hat die Angst gesiegt, aber meistens bin ich
spätestens nach einigen Beobachtungsrunden doch eingestiegen,
in die Achterbahn, bis mir vor lauter Loopings so schwindelig und
Übel war, dass ich beschloss das Achterbahnfahren ganz zu lassen.
Da war mir dann nicht mehr übel, aber irgendwann furchtbar langweilig,
und die Angst vor Achterbahnen jeglicher Art wurde unerträglich,
die Neugier schlummerte irgendwo tief darunter vergraben.
Bis es mir eines Tages so erschien, als wären die alltäglichsten
Dinge, zum Beispiel unter vielen Menschen zu sein eine Achterbahn.
Bis diese Angst, die ich vorher immer leichtfertig als eine gesunde Vorsicht
abgetan hatte, um mir selbst nicht eingestehen zu müssen,
dass ich an mir selbst vorbei lebe und all das was ich
da so um ich herum gebaut habe, als Schutzwall, mich vor allem
schützt, nur nicht vor dem wovor ich am meisten Angst hatte,
nämlich vor mir selbst, vor dem was in mir schlummert und
ausgedrückt, gelebt werden will.
Warum ich Angst davor hatte?
Möglicherweise, weil das Feuer aus einer gewissen Distanz
reizvoll war, mir aber bewusst war, dass es mich verbrennen
könnte immer und immer wieder.
Mir kam gar nicht in den Sinn, dass es auch anders sein kann,
dass ein Feuer brennt, um zu wärmen, dass Hitze nicht
gleich verbrennt und wenn sie es tut, dass es Möglichkeiten
geben könnte, dieses Feuer zu gestalten, es zu nutzen,
und es so gut es geht zu kontrollieren.
Ich meine, wir müssen ja nun nicht gleich sehenden Auges
in die Flammen hineinspringen,  aber wir können uns
an ihrer Glut wärmen, wir können das Feuer berühren
und wir können einmal verbrannt, erneut aus der Asche
empor kommen ... Phönix macht es uns vor! ;-)
Zurück zur Achterbahn, das Leben ist eine Achterbahn
und mir ist es ehrlich gesagt zu langweilig dabei
zuzusehen, wie andere Menschen kreischen vor Glück,
taumeln vor Angst und sich Übergeben vor zu vielen Loopings.
Ich muss auch nicht mehr die schwindelerregendsten Loopings
nehmen, um mir selbst zu beweisen, dass ich es kann.
Aber so ganz ohne Loopings, Auf & Abfahrten,
ohne das kribbeln in den Gliedmaßen, Gänsehaut und
Freudenschreie möchte ich auch nicht leben.
Manchmal tut eine kurze Zeitreise zurück
um zu erkennen, was uns wirklich wichtig ist,
worauf wir in Zukunft verzichten können,
und welcher Teil in uns ein wenig mehr Beachtung vertragen könnte.

Macht es Euch schön und genießt Eure Achterbahn,
mit oder ohne Loopings!


HERZlich ~ Daniela








Dienstag, 14. Juli 2015

~ Erinnerungen im Regen ~

Erinnert ihr Euch noch an Anna?
Ich meine das Lied von Freundeskreis.
Ich frische mal Eure Erinnerung ein wenig auf:

Immer wenn es regnet, muss ich an dich denken
Wie wir uns begegnen, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
Um uns war es laut, und wir kamen uns nah
Immer wenn es regnet, muss ich dich denken
Wie wir uns begegnet sind, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
A-N-N-A

Pitschpatschnass floh ich unter das
Vordach des Fachgeschaefts, vom Himmel goss ein Bach, ich schaetz
Es war halb acht, doch ich war hellwach
Als mich Anna ansah, anlachte
Ich dachte, sprich sie an, denn sie sprach mich an
Die Kleidung, ganz durchnaesst, klebte an ihr fest
Die Tasche in der Hand, stand sie an der Wand
Die dunklen Augen funkelten wie 'ne Nacht in Asien
Straehnen im Gesicht nehmen ihr die Sicht
Mein Herz, das klopft, die Nase tropft, ich schaeme mich
Benehme mich daemlich, bin naemlich schuechtern
"Mein Name ist Anna", sagte sie sehr nuechtern
Ich fing an zu fluestern:"Ich bin Max aus dem Schoss der Kolchose"
Doch so 'ne Katastrophe, das ging maechtig in die Hose
Mach mich laecherlich, doch sie laechelte:"Ehrlich wahr, Mann"
Sieh' da, Anna war ein Hip-Hop-Fan

RImmer wenn es regnet, muss ich an dich denken
Wie wir uns begegnen, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
Um uns war es laut, und wir kamen uns nah
Immer wenn es regnet, muss ich dich denken
Wie wir uns begegnet sind, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
A-N-N-A

Plitsch Platsch fiel ein Regen wie die Sintflut
Das Vordach, die Insel - wir war'n wie Strandgut
Ich fand Mut, bin selbst ueberrascht ueber das Selbstverstaendnis
Meines Gestaendnisses - Anna
Ich faend es schoen, mit dir auszugeh'n
Koennt mich dran gewoehn' dich oefters zu seh'n
Anna zog mich an sich:"An sich mag ich das nicht"
Spuere ihre suessen Kuesse, wie sie mein Gesicht liebkost
Was geschieht bloss, lass mich nicht los
Anna, ich lieb bloss noch dich, andere sind lieblos, du bist
Wie Vinyl fuer meinen DJ, die Dialektik fuer Hegel
Pinsel fuer Picasso, fuer Philippe Schlagzeugschlegel
Anna, wie war das bei Dada
Du bist hinten wie vorne A-N-N-A

Immer wenn es regnet, muss ich an dich denken
Wie wir uns begegnen, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
Um uns war es laut, und wir kamen uns nah
Immer wenn es regnet, muss ich dich denken
Wie wir uns begegnet sind, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
A-N-N-A

Sie gab mir 'nen Abschiedskuss, dann kam der Bus
Sie sagte:"Max, ich muss", die Tuere schloss. "Was, ist jetzt Schluss"
Es goss, ich ging zu Fuss, bin konfus, fast gerannt
Anna nahm meinen Verstand, ich fand an Anna allerhand
Manchmal lach ich darueber, doch dann merk ich wieder, wie's mich trifft
Komik ist Tragik in Spiegelschrift
A-N-N-A von hinten wie vorne, dein Name sei gesegnet
Ich denk' an dich immer wenn es regnet

Immer wenn es regnet, muss ich an dich denken
Wie wir uns begegnen, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
Um uns war es laut, und wir kamen uns nah
Immer wenn es regnet, muss ich dich denken
Wie wir uns begegnet sind, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
A-N-N-A

Lass mich nicht im Regen stehn
Ich will dich wiedersehn - A-N-N-A

Immer wenn es regnet, muss ich an dich denken
Wie wir uns begegnen, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
Um uns war es laut, und wir kamen uns nah
Immer wenn es regnet, muss ich dich denken
Wie wir uns begegnet sind, kann mich nicht ablenken
Nass bis auf die Haut, so stand sie da
A-N-N-A


Ist das nicht immer wieder schöööön?
Ich bin heute mal wieder nass geworden, wie ich in jedem Sommer
mindestens einmal von einem flutartigen Regenschauer überrascht werde.
Ich denke dann immer an dieses Lied, an die Menschen und die Augenblicke,
die ich damit verbinde und freue mich, dass es diese Erinnerungen gibt,
diese Begegnungen und diese Menschen,
die wo auch immer sie nun sind, einen Platz in meinem Herzen
haben.
Heute bin ich übrigens im Regen mir selbst begegnet,
und zwar in dem Augenblick, als ich mich fragte,
fühlst Du den Regen noch, oder wirst Du lediglich nass.

Ich habe sie mir beantwortet.
Und IHR?

HERZlich ~ Daniela


Sonntag, 12. Juli 2015

~ Verliebt ins Leben ~

Nach einem wirklich schönen Tag bin ich heute verliebt ins Leben.
Nicht, dass ich mein Leben nicht an den meisten Tagen liebe,
aber heute ist eben einer dieser Tage, die sogar so etwas wie
Schmetterlinge im Bauch in mir auslösen könnten.
Ich könnte Euch nun meinen Tag schildern in den kleinsten
Details, oder ich frage Euch einfach, wann ihr zum letzten
Mal verliebt wart in Euer Leben,
was ihr dafür braucht und was das Leben für
Euch so kostbar macht!?
Mir kommt ein Zitat von Astrid Lindgren in den Sinn:

„Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte:
'Dir will ich alles schenken! Du sollst solch ein rosenroter Tag werden,
der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind.“

~ Astrid Lindgren~

Vielleicht sind es ja auch wir, die diese Tage herausgreifen.
Ich lese immer wieder in irgendwelchen Glücksratgebern,
dass & gegebenenfalls mit welchen Patentrezepten jeder Tag
ein solcher Tag sein kann.
Mal ehrlich, findet ihr das erstrebenswert?
Kann nicht jeder Tag einfach der Tag sein, der er eben ist?
Klar, es macht Sinn, nicht ewig in miesen Stimmungen zu verharren
und wir alle wissen das, aber macht es wirklich Sinn, sich
ständig in irgendwelche Hoch & Glücksstimmungen zu wünschen.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich es für unmöglich halte,
und mir diese maskenhaften Dauerlächler ECHT unheimlich sind,
frage ich mich, ob ein Scheisstag nicht eben auch mal ein solcher sein kann,
ich meine er ist es ja eh, ob ich ihn nun zwanghaft wegzulächeln versuche,
oder nicht. Vielleicht fällt mir sogar von ganz allein auf, dass es ein paar
ganz schöne Augenblicke gibt, auch an Scheisstagen und möglicherweise
erkenne ich sogar, dass es Scheisstage gibt, die ich selbst zu solchen
mache, weil ich eben gerade mal die graue Brille trage.
Wie allerdings sollte ich das bemerken, wenn ich ständig
damit beschäftigt bin, alles was Scheisse ist wegzulächeln?
Meinen Tunnelblick auf das allgegenwärtige, glücklich,
glücklicher, am glücklichsten richte?
Ehrlich gesagt genügt mir mein Glück, ich freue
mich voll über diese besonderen Tage und manchmal
freue ich mich sogar über Scheisstage, einfach, weil mir danach ist
und an diesen Tagen gehen mir der Glücksformelwunschregellebeliebelache
und vergiss bloß nicht zu Lächeln Terror noch mehr auf die Nerven als sonst.
Ich meine, finden wir etwas lustig, lachen wir, freuen wir uns, lächeln wir,
sind wir traurig, weinen wir, sind wir wütend, wüten wir.
Würden wir zumindest, wenn uns nicht ständig weisgemacht werden
würde, dass egal wie wir´s machen, wir´s nicht gut genug oder gar falsch machen.
Nehmen wir mal mein Lieblingsthema Spiritualität.
So viele verschiedene Ansichten, Schulen, Lehren es zu diesem Thema
gibt, so viele Anleitungen, Rezepte, Methoden gibt es um Menschen
und jetzt kommt´s "spirituell zu machen".
Dabei sind wir es doch bereits, jeder von uns.
Woran wir nun glauben, ob wir diese Spiritualität leben,
oder wie, ist uns doch freigestellt.
Lebe, Liebe, Lache ... wen´s glücklich macht,
für mich hält das Leben allerdings noch einige weitere Optionen
bereit und dafür bin ich ECHT dankbar.
Und für diesen umwerfend schönen Tag,
um nach der abschweifenden Ausschweifung mal zurück
zum ursprünglichen Thema zu kommen.

Genießt Eure Zeit & verliebt Euch ins Leben,
wenn ihr wollt! Wenn nicht ist´s auch gut! ;-)


HERZlich ~ Daniela





Samstag, 11. Juli 2015

~ Lieblingsthema ~

Interessanterweise gibt es laut Blogstatistik einen Beitrag,
der mit Abstand am häufigsten besucht wird,
Einen der auch häufig über die externe Suche gefunden wird
und bei all den Themen, die ich mittlerweile so in meinem Blog
bearbeitet habe, scheint es ein Thema zu geben,
das Euch besonders gewegt, nämlich alles rund um die Liebe.
Bevor ich Euch nun verrate welcher Beitrag es ist, der die
meisten von Euch interessierte bisher,
würde ich Euch gerne um etwas Bitten, wann immer Euch
ein Thema besonders am Herzen liegt, auf der Seele brennt,
oder ihr gern einmal eine weitere Perspektive dazu lesen möchtet,
lasst es mich wissen. Schreibt mir eine PN, nutzt meine Profile
in den sozialen Medien und scheut Euch nicht Fragen zu stellen.
Genau auf diese Art kam nämlich auch der Beitrag zu Stande,
den Ihr zu dem Bestbesuchten gemacht habt.
Ein Mensch, der meine Blogs bereits seit einiger Zeit verfolgte
befand sich in einer für ihn nicht ganz klaren Lage
und wünschte sich verschiedene Ansichten dazu,
da es um ein "Liebesthema" ging und ich den Ben so gern
mal mit einem Augenzwinkern als Doktor Love bezeichne,
dachte ich es sei interessant dieses Thema sowohl aus
weiblicher, als auch aus männlicher Sicht zu betrachten.
Das Thema war folgendes: Kann man sich in einen Menschen
verlieben, den man noch nie gesehen hat?
Den Blog findet ihr hier: http://wellentanz.blogspot.de/2014/06/kann-man-sich-in-einen-menschen.html

Ich schreibe, weil es mir Freude macht und ich schreibe,
um in Kontakt mit mir und meiner Umwelt zu sein.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie hilfreich es in bestimmten
Lebensphasen sein kann einen Impuls von aussen zu bekommen,
durch Texte, Bücher, Fragen, Musik und nicht zuletzt von Menschen,
die nicht persönlich in ein Geschehen involviert sind.
Mir sind solche Menschen in meinem Leben immer wieder begegnet,
und ein wenig von dem, was sie für mich getan haben möchte
ich zurückgeben, an DICH!
Wozu tust Du das, Daniela?
Warum stellst Du Dich & Deine Fähigkeiten kostenlos zur Verfügung?
Zum einen tue ich das nicht ausschliesslich kostenlos und zum Anderen,
tue ich es, weil alles was ich in die Welt gebe, doppelt und dreifach
zu mir zurückkehrt. Vielleicht nicht in Geldwert, aber in einer
Berührung von Mensch zu Mensch.
Als Impuls, als Inspiration als eine Fragestellung und immer
häufiger auch als Feedback, wie und wozu meine Worte euch
inspiriert oder ermutigt haben.
Dafür möchte ich Euch danken & Euch einladen den Blog und auch
unsere Facebookseite WellenRaum interaktiv mit uns zu gestalten.

Ich wünsche Euch ein richtig angenehmes Wochenende,
wie auch immer das für Euch aussehen mag! :-)


HERZlich ~ Daniela




Freitag, 10. Juli 2015

~ Wellenmelancholie ~

Weinen reinigt ja bekanntlich von Innen,
demnach heule ich einfach mal was das Zeug hält.
Warum?
Weil Melancholie in der Luft liegt, in meiner jedenfalls,
so nehme ich die Welle, die wieder einmal ein Lied
in mir auslöste, das mich tief berührte und weine
die Tränen, die bisher ungeweint blieben,
um Menschen, die mir fehlen,
die mit Gedankenbildern und Gefühlen aus mir heraus
fliessen. Ihr salziger Geschmack erinnert mich ans Meer,
was sonst und so lasse ich sie kommen und gehen, die Wellen.
Und genieße dabei die Freiheit, sie einfach zuzulassen.
Während mir die Fanatiker des positiven Denkens in den
Sinn kommen, und ich mich daran erinnere, wie viel Druck
das erzeugen kann und wie unfassbar unsensibel einige dieser
"Glücksmaschinen" mit dem Gefühl anderer Menschen spielen.
Mein Anliegen ist es mich selbst anzunehmen wie ich bin
und damit nehme ich auch die wunden Punkte,
die Erinnerungen an wirklich schmerzvolle Momente
und an Tiefschläge meines Schicksals an.
Heute frage ich mich ehrlich gesagt eher, wie es dazu kommen
konnte, dass ich solche Momente so lange verdrängt habe,
dass ich einfach weiter gemacht habe, so als wäre etwas banales
geschehen. "Puh, das hast Du erlebt?"
Ja, das habe ich und bin deshalb der Mensch, der ich eben bin.
Mit all den Fähigkeiten, die ich aufgrund genau dieser Tiefschläge
entwickeln durfte und all den Unterdrückungsstrategien,
die es möglich gemacht haben, irgendwie weiter zu machen,
ohne mich selbst komplett zu zerstören oder  in Alkohol und Drogensümpfe
zu flüchten.
Man könnte auch sagen, ich ziehe mir die Realität rein,
das habe ich schon immer so gemacht und werde es hoffentlich
auch immer tun, auch und besonders wenn diese sich in der Rückbetrachtung
immer und immer wieder als Illusion darstellt.
Das Leben hält für uns alle ungeahnte Überraschungen
und auch Tiefschläge, Herausforderungen bereit,
ebenso wie Wunder, Glücksfälle und einen Haufen
magischer Augenblicke.
Mein Anliegen ist Euch zu sagen, dass kein Mensch immer
stark sein kann und wir müssen es auch nicht sein.
Erlauben wir uns diese schwachen Augenblicke
und seien wir stark, wenn das Leben uns herausfordert.
Weinen wir, wenn uns zum weinen ist
und lachen wir, wenn uns zum lachen zumute ist.
Wir haben nur dieses eine Leben wozu
also die Zeit mit unterdrückten Emotionen verplempern.
Lassen wir sie fliessen, und leben wir alle Seiten
an uns, und alle Seiten dieses Lebens.


Herzlich ~ Daniela



Donnerstag, 9. Juli 2015

~ Brücken bauen? ~

Was denn nun Brücke bauen oder einreissen?
Diese Frage geht mir nach einer heiteren "Arbeitsbesprechung" mit
einer  sehr lieben Reisebegleiterin durch den Kopf.
Ich baue ja so gern Brücken, von mir zu Dir,
von Dir zu ihm und zu ihr,
wer nun diese Brücken betritt und was Menschen
aus den Brücken machen, liegt ja in ihrem eigenen ermessen,
aber wie gern begehe ich eigentlich Brücken.
Also zunächst erscheinen mir ehrlicherweise meine eigens konstruierten
Brücken am sichersten. Manche so stelle ich allerdings
immer wieder fest, werden mit der Zeit morsch.
Es gibt welche die mir zu einseitig begangen werden,
dann wieder gibt es welche, die so gut wie gar nicht
genutzt oder gepflegt werden und somit langsam aber sicher verfallen,
einige werden mutwillig zerstört und andere sind einfach überbelastet.
Viele dieser Brücken benötigen von Zeit zu Zeit eine Generalüberholung
oder auch einfach ein wenig Zeit sich zu regenerieren,
andere sind einfach nicht mehr tragfähig,
die reisse ich mittlerweile mit Freude ab,
was nicht bedeutet, dass man sie nicht vielleicht neu bauen kann,
bei Bedarf, aber für den Augenblick sind sie einfach kaputt.
Nun habe ich mal hin zu einer realen Brücke ja tatsächlich
ein wenig Brückenangst. Also Angst davor, dass eine Brücke nicht tragfähig
ist und unter mir zusammenstürzt. Merkwürdig, ich habe zum Beispiel
keine Angst vor Höhe an sich und auch keine Flugangst nur eben dieses Brückending.
Vertrauen & Kontrolle kommen mir in den Sinn.
Manchen Brücken, beziehungsweise Brückenbauern vertraue ich auf anhieb,
ich betrete die Brücke und komme heil auf der anderen Seite an.
Hin und wieder allerdings gehe ich die ersten Schritte und
bemerke bereits, ein leises Beben unter mir, welches dazu
führt, dass ich sofort stehenbleibe und einen Augenblick abwarte,
ob es sich verändert. Wenn es schlimmer wird kehre ich um.
Wenn die Intensität kostant bleibt, gehe ich noch ein Stück weiter
um zu schauen, was dann passiert. Es kann vorkommen,
dass ich so die gesamte Brücke überquere, heil und unbeschadet,
und am Ende Vertrauen hinzugewonnen habe.
Eine andere Möglichkeit ist, dass das Beben aufhört,
oder möglicherweise nur in meiner "Befürchtung" existent war,
dann überquere ich die Brücke mittlerweile ganz souverän.
Bin ich übervorsichtig im Überqueren bestimmter Brücken?
Wahrscheinlich ist das so, denn immer noch erinnere
ich mich an Augenblicke in denen Brücken unter mir zusammenbrachen.
Ich habe es überlebt, kommt mir in den Sinn und dass es gut
war genau das zu erleben, zu lernen.
Um eben heute sehr genau zu prüfen, welche Brücke ich
wirklich überqueren möchte. Wann ich meiner Freude folge
über die Brücke hinweg und wann ich einfach Brücken betrete
um über Brücken zu gehen, die möglicherweise einfach nicht
dorthin führen, wo ich hin will.
Natürlich können wir nie so genau wissen,
was uns auf dem Weg oder auf der anderen Seite erwartet,
aber zwischen Mut und Leichtsinn liegt ein sehr schmaler Grat,
den es für mich auszuloten gilt.
Nicht dass ich nicht auch den einen oder anderen Einsturz erleben
würde, aber ich gehe die Brücken bewusster und ich muss
einfach nicht mehr zwingend jede Brücke betreten.


HERZlich ~ Daniela