Freitag, 15. August 2014

~ AbschiedsWELLEN mit Khalil Gibran ~

Der Abschied

Und nun war es Abend. Und al-Mitra , die Seherin, sagte:
Gesegnet sei dieser Tag und dieser Ort und dein Geist, der geredet hat. 

Und er antwortete: War ich der Redner? War ich nicht auch ein Zuhörer? 
Dann ging er die Stufen des Tempels hinab, und alle folgten ihm. 
Und er erreichte sein Schiff und blieb auf dem Deck stehen. 
Und sich nochmals an die Menschen wendend, erhob er die Stimme und sagte:
Leute von Orfalis, der Wind gebietet mir, euch zu verlassen. 

Ich habe es weniger eilig als der Wind, doch ich muss gehen. 
Wir Wanderer, die immer den einsameren Weg suchen, beginnen keinen Tag, 
wo wir den letzten beendet haben, und kein Sonnenaufgang findet uns, 
wo der Sonnenuntergang uns verließ.
Selbst während die Erde schläft, reisen wir. 

Wir sind die Samen der beharrlichen Pflanze, 
und in unserer Reife und unserer Fülle des Herzens 
werden wir dem Wind preisgegeben und verstreut. 
Kurz waren meine Tage unter euch und kürzer noch die Worte, 
die ich gesprochen habe. 
Doch sollte meine Stimme in euren Ohren verklingen und meine Liebe eurer Erinnerung entschwinden, dann werde ich wiederkommen, und mit reicherem Herzen und dem Geist willfährigeren Lippen werde ich sprechen. Ja, ich werde wiederkehren mit der Flut, 
und mag der Tod mich verbergen und die größere Stille mich umhüllen, 
ich werde dennoch wieder euer Verstehen suchen.
Und nicht vergeblich werde ich suchen. 

Wenn etwas wahr ist, das ich gesagt habe, 
wird diese Wahrheit sich in einer klareren Stimme offenbaren und in Worten, 
die euren Gedanken enger verwandt sind. 
Ich fahre mit dem Wind, Leute von Orfalis, aber nicht in die Leere hinunter. 
Und wenn dieser Tag nicht eine Erfüllung eurer Bedürfnisse und meiner Liebe ist, 
dann lasst ihn ein Versprechen auf einen anderen Tag sein.
Die Bedürfnisse des Menschen ändern sich, 

aber nicht seine Liebe und nicht sein Wunsch, 
dass seine Liebe seine Bedürfnisse befriedigen sollte. 
Darum wisst, dass ich aus der größeren Stille zurückkehren werde. 
Der Nebel, der in der Morgenröte wegzieht und nichts als Tau auf den Feldern zurücklässt, 
wird emporsteigen und sich in einer Wolke sammeln und dann im Regen niederfallen.
Und nicht viel anders als der Nebel bin ich gewesen. 

In der Stille der Nacht bin ich durch eure Straßen gegangen, 
und mein Geist ist in eure Häuser eingekehrt. 
Und eure Herzschläge waren in meinem Herzen, 
und euer Atem war auf meinem Gesicht, 
und ich kannte euch alle. 
Ja, ich kannte eure Freude und euren Schmerz, und wenn ihr schlieft, 
waren eure Träume die meinen. Und oft war ich unter euch, ein See zwischen Bergen. 
Ich spiegelte die Gipfel in euch und die sich neigenden Abhänge 
und sogar die vorbeiziehenden Herden eurer Gedanken und eurer Wünsche. 
Und in meine Stille drang das Lachen eurer Kinder in Bächen 
und die Sehnsucht eurer Jugendlichen in Strömen. 
Und als sie meine Tiefen erreichten, 
hörten die Bäche und die Ströme noch nicht auf zu singen.
Aber Süßeres noch als Lachen und Größeres noch als Sehnsucht kam zu mir. 

Es war das Grenzenlose in euch, der unermessliche Mensch, 
in dem ihr nichts anderes seid als Zellen und Sehnen. 
Er, in dessen Gesang all euer Singen nichts als ein tonloses Pochen ist. 
In ihm, dem unermesslichen Menschen, seid ihr unermesslich, 
und in dem ihr ihn erschautet, erschaute ich euch und liebte euch.
Denn welche Entfernungen kann Liebe erreichen, 

die nicht in jener unermesslichen Sphäre sind? 
Welche Visionen, welche Erwartungen und welche Mutmaßungen 
können sich höher aufschwingen als ihr Flug? 
Wie eine riesige Eiche, bedeckt mit Apfelblüten, ist der unermessliche Mensch in euch. 
Seine Macht bindet euch an die Erde, sein Duft hebt euch in den Raum, 
und in seiner Dauerhaftigkeit seid ihr unsterblich. 
Euch ist gesagt worden, dass ihr gleich einer Kette so schwach seid wie euer schwächstes Glied. 
Dies ist nur die halbe Wahrheit. 
Ihr seid auch so stark wie euer stärkstes Glied.
Euch nach eurer geringsten Tat zu messen, heißt, 

die Kraft des Ozeans nach der Zartheit seines Schaums zu berechnen. 
Euch nach euren Misserfolgen zu beurteilen, heißt, 
den Jahreszeiten ihre Unbeständigkeit vorzuwerfen. 
Ja, ihr seid wie der Ozean, und obwohl fest verankerte Schiffe an euren Küsten die Flut erwarten, könnt ihr wie der Ozean doch nicht die Flut schneller herbeiführen.
Und auch wie die Jahreszeiten seid ihr, und obwohl ihr in eurem Winter euren Frühling leugnet, 

ruht doch der Frühling in euch und lächelt in seiner Benommenheit und ist nicht gekränkt.
Glaubt nicht, ich sage diese Dinge, damit der eine zu dem anderen sagt: 

"Er hat uns hoch gelobt. Er sah nichts als das Gute in uns." 
Ich drücke nur in Worten für euch aus, was ihr in Gedanken selber wisst. 
Und was ist Wissen in Worten anderes als ein Schatten wortlosen Wissens?
Eure Gedanken und meine Worte sind Wellen aus einem versiegelten Gedächtnis, 

das Bericht gibt von unseren gestrigen Tagen, und von den alten Tagen, 
da die Erde weder uns noch sich selber kannte, und von den Nächten, 
da die Erde in Verwirrung aufgewühlt war. 
Weise sind zu euch gekommen, um euch von ihrer Weisheit zu geben. 
Ich kam, um von eurer Weisheit zu nehmen: 
Und, seht, ich habe gefunden, was größer ist als Weisheit. 
Es ist ein Flammengeist in euch, der sich immer mehr steigert, während ihr, 
seiner Entfaltung ungeachtet, das Vergehen eurer Tage beklagt. 
Es ist das Leben auf der Suche nach Leben in Körpern, die vor dem Grab erzittern.
Hier gibt es keine Gräber. Diese Berge und Ebenen sind eine Wiege und ein Trittstein. 

Wann immer ihr an dem Feld vorbeikommt, in dem ihr eure Vorfahren beigesetzt habt, 
schaut richtig hin, und ihr werdet euch und eure Kinder Hand in Hand tanzen sehen. 
Wahrhaftig, ihr seid oft vergnügt, ohne es zu wissen. 
Andere sind zu euch gekommen, denen ihr für goldene Versprechungen, die sie euch auf euer Vertrauen hin gemacht haben, Reichtum, Macht und Ruhm gegeben habt.
Weniger als ein Versprechen habe ich gegeben, und doch seid ihr großzügiger zu mir gewesen. 

Ihr habt mir meinen tieferen Lebensdurst gegeben. 
Sicher gibt es kein größeres Geschenk für einen Menschen als das, 
was all seine Ziele zu brennenden Lippen und alles Leben zu einem Brunnen macht. 
Und darin liegt meine Ehre und meine Belohnung: 
Wann immer ich zum Trinken an den Brunnen komme, 
finde ich das lebendige Wasser selber durstig, und es trinkt mich, während ich es trinke.
Manche von euch haben mich für zu stolz und zu scheu gehalten, 

um Geschenke anzunehmen. 
Zu stolz bin ich wirklich, um Lohn anzunehmen, aber nicht, um Geschenke zu empfangen. 
Und obwohl ich Beeren in den Hügeln gegessen habe, 
als ich an euren Tisch geladen war, und im Säulengang des Tempels geschlafen habe, 
als ihr mir mit Freude Obdach gewährt hättet. 
War es zugleich nicht doch eure liebende Sorge um meine Tage und Nächte, 
die meinem Mund das Essen versüßte und meinen Schlaf mit Visionen umschloss? 
Dafür segne ich euch am meisten: Ihr gebt viel und wisst nicht, dass ihr etwas gebt. 
Die Güte dagegen, die sich im Spiegel anschaut, wird zu Stein, und eine gute Tat, 
die sich mit zärtlichen Namen nennt, gebiert einen Fluch. 
Und manche von Euch haben mich unnahbar und von meinem Alleinsein trunken genannt, 
und ihr habt gesagt: "Er berät sich mit den Bäumen des Waldes, aber nicht mit Menschen. 
Er sitzt allein auf Hügeln und schaut auf unsere Stadt herab." 
Wahr ist, ich bin auf die Hügel gestiegen und an entfernten Orten gewandert. 
Wie hätte ich euch sehen können, wenn nicht aus großer Höhe oder weiter Ferne? 
Wie kann man wirklich nah sein, wenn man nicht weit ist? 
Und andere unter euch schalten mich ohne Worte, und sie sagten: 
"Fremder, Liebhaber unerreichbarer Höhen, warum wohnst du in den Gipfeln, 
wo Adler ihre Nester bauen? 
Welche Stürme willst du in deinem Netz fangen, 
und welche phantastischen Vögel jagst du am Himmel? 
Komm und sei einer von uns! 
Steig herab und still deinen Hunger mit unserem Brot 
und lösche deinen Durst mit unserem Wein!" 
In der Einsamkeit ihrer Seelen sagten sie diese Dinge, 
doch wäre ihre Einsamkeit tiefer gewesen, hätten sie gewusst, 
dass ich nichts suchte als das Geheimnis eurer Freude und eures Schmerzes. 
Und nur nach eurem höheren Ich jagte, das durch den Himmel steift.
Doch der Jäger war auch der Gejagte, 

denn viele meiner Pfeile verließen meinen Bogen nur, 
um meine eigene Brust zu suchen. 
Und der Fliegende war auch der Kriechende, 
denn als meine Flügel in der Sonne ausgebreitet waren, 
war ihr Schatten auf der Erde eine Schildkröte.
Und ich, der Gläubige, war auch der Zweifler, 

denn oft habe ich den Finger in die eigene Wunde gelegt, 
damit mein Glaube an euch stärker und mein Wissen um euch größer werde. 
Und mit diesem Glauben und diesem Wissen sage ich, 
ihr seid nicht in euren Körpern eingeschlossen, noch an die Häuser der Felder gebunden. 
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg und treibt mit dem Wind. 
Es ist nicht etwas, das in der Sonne kriecht, um sich zu wärmen, 
oder Löcher ins Dunkle gräbt, um sicher zu sein, sondern etwas Freies, ein Geist, 
der die Erde umhüllt und sich im Äther bewegt.
Wenn dies unklare Worte sind, dann sucht nicht sie zu klären. 

Unklar und nebelhaft ist der Beginn aller Dinge, doch nicht ihr Ende, 
und ich hätte gern, dass ihr an mich als einen Beginn denkt.
Das Leben uns alles, was lebt, ist im Nebel gezeugt und nicht im Kristall. 

Und wer weiß, ob ein Kristall etwas anderes ist als Nebel in Zersetzung? 
Darum möchte ich, dass ihr in der Erinnerung an mich denkt: 
Was am schwächsten und verwirrtesten in euch scheint, 
ist das Stärkste und Entschlossenste. 
Ist es nicht euer Atem, der den Bau eurer Knochen aufgerichtet und gefestigt hat? 
Und ist es nicht ein Traum, an den keiner von euch sich erinnert, 
der eure Stadt baute und alles schuf, was darin ist? 
Könntet ihr nur den Strom dieses Atems sehen, 
würdet ihr alles andere nicht mehr sehen, 
und wenn ihr das Geflüster des Traums hören könntet, 
würdet ihr keinen anderen Ton mehr hören. 
Aber ihr seht nicht, und ihr hört nicht, und das ist gut. 
Der Schleier, der eure Augen umwölkt, wird gehoben werden von den Händen, 
die ihn webten. 
Und der Lehm, der eure Ohren füllt, wird durchbohrt werden von den Fingern, die ihn kneteten. 
Und ihr werdet sehen. 
Und ihr werdet hören. 
Doch werdet ihr nicht beklagen, die Blindheit gekannt zu haben, 
noch bedauern, taub gewesen zu sein.
Denn an jenem Tag werdet ihr den verborgenen Sinn in allen Dingen erkennen, 

und ihr werdet die Dunkelheit preisen, wie ihr das Licht preisen würdet. 
Nachdem er das gesagt hatte, schaute er um sich, 
und er sah den Lotsen seines Schiffes am Steuer stehen 
und nun auf die vollen Segel und dann wieder in die Weite schauen. 
Und er sagte: Geduldig, allzu geduldig ist der Kapitän meines Schiffes. 
Der Wind weht, und rastlos sind die Segel. 
Selbst das Ruder bittet um Lenkung, doch ruhig wartet mein Kapitän, 
dass ich schweige. 
Und meine Seeleute, die den Chor des offenen Meeres gehört haben, auch sie haben mir geduldig zugehört.
Nun sollen sie nicht länger warten. 

Ich bin bereit. 
Der Strom hat das Meer erreicht, 
und noch einmal drückt die große Mutter ihren Sohn an die Brust. 
Lebt wohl, Leute von Orfalis. 
Dieser Tag ist zu Ende. 
Er schließt sich über uns, wie sich die Wasserlilie bis zum nächsten Morgen schließt. 
Was uns hier gegeben wurde, werden wir bewahren, 
und wenn es nicht genügt, dann müssen wir abermals zusammenkommen 
und zusammen unsere Hände dem Geber entgegenstrecken. 
Vergesst nicht, dass ich zu euch zurückkommen werde. 
Eine kleine Weile noch, und meine Sehnsucht wird Staub und Schaum 
für einen anderen Körper sammeln. 
Eine kleine Weile noch, ein Augenblick des Ruhens auf dem Wind, 
und eine andere Frau wird mich gebären. 
Lebt wohl, ihr und die Jugend, die ich bei euch verbracht habe. 
Erst gestern begegneten wir uns in einem Traum.
Ihr habt in meinem Alleinsein gesungen, 

und aus eueren Sehnsüchten habe ich einen Turm in den Himmel gebaut. 
Doch nun ist unser Schlaf entflohen, und unser Traum ist vorbei, 
und die Morgenröte ist vorüber. 
Der Mittag steht über uns, und unser halbes Wachen ist zum volleren Tag geworden, 
und wir müssen scheiden. 
Wenn wir uns im Dämmer der Erinnerung noch einmal begegnen sollten, 
werden wir wieder miteinander reden, 
und ihr werdet mir ein tieferes Lied singen. 
Und wenn unsere Hände sich in einem anderen Traum begegnen sollten, 
werden wir einen weiteren Turm in den Himmel bauen. 
Mit diesen Worten gab er den Seeleuten ein Zeichen, 
und sofort lichteten sie den Anker 
und lösten das Schiff von seiner Vertäuung und fuhren gen Osten. 
Und ein Schrei erhob sich von den Menschen wie aus einer Brust, 
und er stieg in die Dämmerung und wurde wie von Fanfaren übers Meer getragen. 
Nur al-Mitra schwieg und schaute dem Schiff nach, 
bis es im Nebel verschwunden war. 
Und als die Menge sich zerstreut hatte, 
blieb sie noch allein auf der Kaimauer stehen 
und erinnerte sich in ihrem Herzen seiner Worte:
"Eine kleine Weile noch, ein Augenblick des Ruhens auf dem Wind, 

und eine andere Frau wird mich gebären." 


Einen HERZlich beRUHIGtEN TANZ mit den WELLEN des FREItags & viel FREUDE im Augenblick! ... ~♥~ ...

 

Donnerstag, 14. August 2014

~ WELLENverbindungen ~

Mein bester Freund, der Maik,
fragte mich vor einiger Zeit mal
so ganz nebenbei,
ob ich nicht mal ein Buch schreiben könnte,
zum Thema Seelenverbindungen.
"Hui" ... habe ich ihm geantwortet.

Dann habe ich mich gefragt,
warum mich diese Frage so irritiert,
ist es die Frage nach dem Buch,
oder eher ein so großes Wort
wie Seelenverbindung?

Ich fragte mich daraufhin,
ob wir nicht alle eine riesengroße Seele sind,
und damit auch verbunden.

Ist doch so, ODER?
Und schon bin ich raus aus der Nummer,
ohne das Thema persönlich an mich heran
zu lassen.

So einfach ist es aber nicht,
das weiss ich und es geht um ein Thema,
dass ich immer mal wieder ganz gern
umgehe.

Also gibt es sie, diese ganz besonderen,
die Seelenverbindungen?
JA, es gibt sie.
Woher ich das weiss?
Weil ich es eben weiss,
weil ich es erleben durfte.

Ich habe Maiks Hinweis befolgt und
mich einmal in die Dualseelenthematik eingelesen.
Ob es wohl auch so etwas gibt?

Ich glaube daran, dass Menschen sich begegnen,
um aneinander zu wachsen, ich glaube auch,
dass es schwierig sein kann,
in einer solchen Verbindung,
aber ehrlich gesagt erscheinen mir all die
Beschreibungen dieser "Dualseelenliebe",
wie sie zu sein hätte und die Ratschläge wie
damit umzugehen wäre,
wie eine ungesunde symbiotische Beziehung
mit Abhängigkeitscharakter.

Wenn ich an eine Seelenverbindung denke,
denke ich
an LIEBE,
an WACHSTUM,
an FREIHEIT,
an VERTRAUEN,
an TIEFE,
an WAHRHAFTIGKEIT.
an FREUNDSCHAFT,
an FREUDE,
an LEIDENSCHAFT,
an HINGABE,
an MITEINANDER
und natürlich auch
daran gemeinsam die schwierigen
AUGENBLICKE zu erLEBEN.

Aneinander zu wachsen bedeutet auch,
gerade diese schwierigen Zeiten,
als das zu LEBEN was sie sind,
ehrlich auch wenn´s mal schmerzt.
In meinem Gefühl sind gerade,
solche besonderen Verbindungen
getragen von atemberaubender
LEICHTIGKEIT,
von DANKBARKEIT,
ein solches GLÜCK (er)leben zu dürfen.
Es bedeutet auch, sich zurückzuziehen,
wenn wir bemerken,
dass wir uns gerade nicht gut tun,
uns gegenseitig daran hindern zu wachsen
& dennoch Vertrauen in diese Verbindung zu haben.

WAHRE LIEBE BEFREIT
... ich schreibe es immer wieder,
weil ich es genau so erlebt habe und weil es genau
das ist, was es für mich so schwierig  macht,
in dieses Thema hineinzutauchen,
es gibt möglicherweise nichts,
was vergleichbar wäre.

Ich glaube an die LIEBE und ich glaube daran,
dass LIEBE sich verbinden will,
um zu wachsen und wenn es ein Lied gibt,
das für mich dieses LEICHTE Gefühl von einer
SEELENVERBINDUNG beschreibt, ist es das:

Alles an Dir ~ Laith al Deen


Ein Buch ist es nun nicht geworden, lieber Maik,
aber das kann ja noch kommen! ;-)

D A N K E  für Dich & danke dafür, dass Du mich soooo gut kennst! ♥


Einen LIEBEvoll beLEBTen TANZ mit den LEICHTen WELLEN des DONNERstags wünsche ich UNS - HEUTE ... ~ ♥~ ...





















Mittwoch, 13. August 2014

~ Virtuelle WELLENfragen ~

Merkwürdigkeiten gibt es ja wirklich eine ganze Menge in dieser
Welt, aber eine der merkwürdigsten Merkwürdigkeiten
ist meines Erachtens ein anderer Mensch sein zu wollen, 
als der, der ich eben BIN.

Damit meine ich keine Wachstumsprozesse,
sondern den Wunsch ein anderer zu sein, 
die Energie mich in einer virtuellen Welt, 
Fotos anderer Menschen zu bedienen 
und ein Profil, eine Illusion zu erschaffen, 
die nichts mit dem Menschen zu tun hat, 
der ich wirklich bin.

Nun stellt sich mir die Frage, 
gibt es das wirklich nur in virtuellen Welten?
Erschaffen wir nicht in der Realität auch Illusionen?
Klar, da sind die Masken hinter denen wir uns 
verstecken eben keine Bilder von Menschen, 
die unserem Ideal entsprechen, 
aber wie häufig ist es so, 
dass wir unser Verhalten auf die Erwartungen anderer
Menschen einstellen.
Wie häufig sind wir geneigt, Dinge plötzlich zu mögen,
die wir eigentlich verabscheuen, 
nur um anderen Menschen zu gefallen?
Oder gar ihnen einen Gefallen zu tun?
Manchmal so scheint mir, 
versuchen wir uns selbst zu überzeugen,
diese Dinge wirklich plötzlich zu mögen.

Wie genau müssten wir eigentlich hinschauen, 
wie feinfühlig müssten wir sein, 
und wie frei von eigenen Erwartungshaltungen, 
Wünschen, und Verhaltensmustern, 
um hinter Fassaden zu blicken?

Können wir uns vor Illusionen schützen?
Macht es Sinn das zu tun?
Oder gehört es einfach dazu, zum Leben,
zum Wachsen, zum MENSCH SEIN, 
dass wir immer wieder auch aus unseren eigenen Illusionen
erwachen.

Ich liebe sie ja mittlerweile, 
diese Hallo - Wach - Desillusionierungsaugenblicke, 
Klar, macht es mich auch immer wieder wütend.
Natürlich stelle ich mir die Frage:
"Hört denn das niemals auf?"

Nein, es hört niemals auf.
Genauer gesagt, es fängt immer gerade erst an.
Ist das nicht auch wunderschön?
Wir lernen am Leben, 
an den Menschen,
die uns begegnen 
und wir lernen an uns selbst.

Oscar Wilde sagt:
  
„Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung.
Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung
zu bringen, das ist unsere Bestimmung.“

& weiter

Sei du selbst!
Alle anderen sind schon vergeben.“


Ich nehme die Worte mal mit in den Mittwoch und wünsche Euch 

einen ECHTen TANZ mit den HERZlichen WELLEN des Tages 
&  wunderbare Augenblicke! ... ~ ♥ ~ ...









Dienstag, 12. August 2014

~ LichtWELLE mit Paulo Coelho ~

Heute mag ich einige Textstellen aus dem
"Handbuch des Kriegers des Lichts" von Paulo Coelho mit
Euch teilen, die mich besonders berühren und mich
immer wieder einmal inspirieren:

~ 27~


Ein Krieger des Lichts tut immer Außergewöhnliches.

Er tanzt beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit auf der Straße. 
Oder blickt einem Unbekannten in die Augen und spricht sofort von Liebe. 
Er verficht eine Idee, die lächerlich wirken mag. 
Der Krieger des Lichts erlaubt sich derlei Dinge.

Er fürchtet sich weder, über vergangenen Schmerz zu weinen, 
noch, über Neuentdecktes zu jauchzen.

Wenn er spürt, dass die Stunde gekommen ist, 
lässt er alles zurück und bricht zu dem Abenteuer auf, 
von dem er immer geträumt hat. 
Wenn er erkennt, dass er an der Grenze seiner Widerstandskraft angekommen ist, 
verlässt er den Kampf, ohne sich deswegen Vorwürfe zu machen.

Ein Krieger verbringt seine Tage nicht damit, 
eine Rolle zu spielen, die andere für ihn ausgesucht haben.

~ 41~
Ein Krieger des Lichts teilt seine Welt mit den Menschen, die er liebt.

Wenn sie mutlos sind, wird er versuchen, sie darin zu bestärken, ihren Träumen zu folgen. 
In solchen Augenblicken erscheint der Gegner und hält zwei Tafeln in der Hand.

Auf einer steht geschrieben: »Denk mehr an dich. 
Behalte die Segnungen für dich selbst, sonst wirst du am Ende alles verlieren.«

Auf der anderen Tafel steht: 
 »Wie kommst du dazu anderen zu helfen? Siehst du etwa deine eigenen Fehler nicht?«

Ein Krieger weiß um seine Fehler. 
Aber er weiß auch, dass er nicht allein wachsen kann 
und sich nicht von seinen Gefährten absondern darf.

Daher schleudert er beide Tafeln zu Boden, selbst wenn er glaubt, 
dass sie ein Körnchen Wahrheit enthalten. 
Sie werden zu Staub, und der Krieger fährt fort, diejenigen anzuspornen, 
die ihm nahe sind.

~ 46 ~

Ein Krieger des Lichts braucht Liebe.

Zuneigung und Zärtlichkeit gehören zu seiner Natur wie Essen, Trinken 
und die Lust am guten Kampf. 
Wenn der Krieger angesichts des Sonnenuntergangs kein Glück empfindet, 
stimmt etwas nicht.

In diesem Augenblick unterbricht er den Kampf und sucht sich Gefährten, 
um gemeinsam mit ihnen die Dämmerung zu erleben.

Wenn er nicht auf Anhieb welche findet, fragt er sich: 
 »Hatte ich Angst, mich jemandem zu nähern? 
Habe ich Zuneigung bekommen und es nicht bemerkt?«

Ein Krieger des Lichts nutzt die Einsamkeit, 
lässt sich aber nicht von ihr benutzen.

~ 57 ~
Ein Krieger des Lichts braucht zugleich Geduld und Schnelligkeit.

Die zwei größten strategischen Fehler sind: 
vor der Zeit handeln oder eine Gelegenheit vorübergehen zu lassen. 
Um dies zu verhindern, behandelt der Krieger jede Situation als 
etwas Einmaliges und wendet auf sie weder Formeln noch Rezepte 
oder fremde Meinungen an.

Der Kalif Moauiyat fragte Omr Ben Al-Aas, 
welches das Geheimnis seiner großen politischen Erfolge sei, 
und bekam zur Antwort:

»Ich habe mich nie auf etwas eingelassen, 
ohne nicht vorher einen Rückzug durchdacht zu haben. 
Andererseits bin ich nirgendwo eingetreten mit der Absicht, 
gleich wieder davonzurennen.«

~ 61 ~
 
Intuition ist dem Krieger des Lichts sehr wichtig.

Während des Kampfes hat er keine Zeit, um über die Paraden seines Feindes nachzudenken. Dann benutzt er seinen Instinkt und gehorcht seinem Engel.

In Friedenszeiten entziffert er die Zeichen, die Gott ihm schickt.

Die Leute sagen: »Er ist verrückt.«

Oder aber: »Er lebt in einer Phantasiewelt.«

Oder aber auch: »Wie kann er sich auf Dinge verlassen, 
die jeder Logik entbehren?«

Doch der Krieger weiß, dass die Intuition das Alphabet Gottes ist, 
und horcht weiter auf den Wind und redet mit den Sternen.

~ 67 ~

Der Krieger weiß, dass kein Mensch eine Insel ist.

Er kann nicht allein kämpfen. Wie auch immer sein Plan aussieht, er wird andere Menschen brauchen. Er braucht jemanden, den er um Hilfe bitten, mit dem er seine Strategie besprechen und dem er in ruhigen Augenblicken am Lagerfeuer Geschichten über den Kampf erzählen kann.

Doch er lässt nicht zu, dass die Leute seine Zugänglichkeit mit Unsicherheit verwechseln. Er ist durchschaubar in seinen Handlungen und verschwiegen seinen Plänen.

Ein Krieger des Lichts tanzt mit seinen Gefährten, aber er überträgt niemandem die Verantwortung für seine Schritte.

~ 72 ~
Ein Krieger des Lichts glaubt.

Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, dass seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, dass er der Liebe begegnen wird, begegnet ihm diese Liebe auch.

Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt.

Und dann hört er Kommentare wie diesen: »Wie naiv er doch ist!«

Aber der Krieger weiß, dass es sich lohnt. 
Für jede Niederlage gibt es zwei Siege. Alle, die glauben, wissen das.

~ 100 ~
Und ich sage es abermals:

Die Krieger des Lichts erkennen einander am Blick. 
Sie leben in der Welt, gehören zur Welt 
und wurden ohne Rucksack oder Sandalen in die Welt geschickt. 
Häufig sind sie feige, glauben, sie könnten nicht wachsen. 
Die Krieger des Lichts halten sich manchmal eines Segens 
oder eines Wunders für unwürdig.

Die Krieger des Lichts fragen sich häufig, was sie hier eigentlich tun. 
Es kommt auch vor, dass ihr Leben keinen Sinn hat.

Das macht sie zu Kriegern des Lichts. 
Dass sie sich irren. 
Dass sie fragen. 
Dass sie einen Sinn suchen. 
Und ihn am Ende finden.

 ~ 113 ~
Für das innere Wachstum kennt ein Krieger des Lichts eine höchst wirksame Übung: 
er achtet auf die Dinge, die er automatisch macht, 
wie atmen, mit den Augen zwinkern oder die Dinge um ihn herum wahrnehmen.

Er wiederholt die Übung jedes Mal, wenn er verwirrt ist. 
Damit befreit er sich von Spannungen und lässt seine Intuition freier arbeiten, 
ohne von seinen Ängsten und Wünschen beeinflusst zu werden. 
Bestimmte Probleme, die ihm unlösbar vorkamen, finden eine Lösung, 
bestimmte Schmerzen, die er für unbesiegbar hielt, verschwinden plötzlich.

Wann immer er sich vor eine schwierige Situation gestellt sieht, 
wendet er diese Technik an.

~ 124 ~
Ein Krieger des Lichts gibt, bevor man ihn bittet.

Einige seiner Gefährten meinen dazu: »Wer etwas will, kann doch bitten.«

Doch der Krieger weiß, dass es viele Menschen gibt, 
die das nicht können, die einfach nicht um Hilfe bitten können. 
In seiner Umgebung leben Menschen, deren Herz so zerbrechlich ist, 
dass es beginnt, krankhafte Lieben zu durchleben. 
Sie dürsten nach Zuneigung und schämen sich, es zu zeigen.

Der Krieger versammelt sie um das Feuer, erzählt Geschichten, 
teilt seine Nahrung, betrinkt sich mit ihnen. 
Am nächsten Tag fühlen sie sich besser.

Diejenigen, die das Unglück anderer gleichgültig lässt, 
sind die Allerunglücklichsten.

Einen GEISTreich beWEGten TANZ mit den FREUDIGen WELLEN des Dienstags wünsche ich UNS - HEUTE! ... ~♥~ ...




Sonntag, 10. August 2014

~ Herz - WELLEN - Vernunft ~

Vor einiger Zeit habe ich mir einmal einen Blog gewünscht,
von Ben Bertram zum Thema: Folge Deinem Herzen,
aber nimm Dein Gehirn mit.

Da mir dieser Satz heute schon wieder in den Sinn kam,
habe ich mich entschlossen auch einmal zum Thema zu
schreiben.
Immer wieder lese ich: Folge Deinem Herzen!
Im Zweifel, würde ich mich auch immer für mein Herz entscheiden,
auch wenn es nicht immer richtig ist.
Meines Erachtens ist es aber so,
dass es gar nicht immer ein entweder oder sein muss,
dass die beiden sogar wunderbar zusammen arbeiten
können, wenn ich aufmerksam genug hinschaue.

Wenn ich mich nämlich frage, ist es wirklich mein Herz,
das da Entscheidungen trifft, oder sind es eher Herzenswünsche,
die ich mir von anderen Menschen erfüllt wünsche?
Ist das Gehirn (die Vernunft) wirklich immer mein Gegner,
oder hat sie mich nicht auch schon oft vor leichtsinnigen
Handlungen bewahrt?
Gibt es nicht zu Beginn einer Begegnung,
einer Situation, eines Ereignisses,
nicht immer auch ein Gefühl?
Ich nannte es einmal "ein leises Wehen",
das ziemlich eindeutigt anzeigt, wie ich gerade
in diesem Augenblick zu diesem Ereignis, dieser
Person stehe.
Wie häufig nehmen wir dieses ERSTE Gefühl eigentlich
bewusst wahr?
Wie oft tun wir Dinge,
treffen wir Entscheidungen,
gehen wir Wege UNBEWUSST?
Wir tun sie einfach, und wenn´s schief geht?
Wie oft sagen wir dann, da lag mein Bauchgefühl aber falsch!?

Meine Frage ist, wie oft hören wir wirklich auf unser "Bauchgefühl"?
Ist es nicht vielleicht viel häufiger der Fall, dass wir reagieren, entscheiden,
Wege gehen, die wir schon immer gegangen sind?
Unbewusst unseren Verhaltensmustern folgen?

Wie oft nehmen wir uns die Zeit hineinzuspüren in UNS?

Ich habe einmal beschlossen mir diese Zeit zu nehmen,
meine Aufmerksamkeit nach innen zu richten,
zu hinterfragen, wer in mir da wirklich entscheidet.

Gelingt es mir immer? NEIN!

Zu laut rufen manchmal die alten Muster,
oder ich bin abgelenkt und nehme meine innere Stimme nicht wahr.
Aber ich lerne, es immer häufiger zu tun.
Mich nicht bestimmen zu lassen von alten Mustern oder Programmen.

In der Begegnung mit Menschen aufmerksamer zu sein
und mich zu fragen, reagiere ich wirklich aus dem Herzen heraus,
oder drückt da jemand vielleicht einfach meinen Knopf
auf dem z.B. "Helfersyndrom" steht!?
Dann frage ich mich weiter, was steckt eingentlich hinter meinem
Helfersyndrom!?

Meines Erachtens sind Entscheidungen, die ich "reinen" Herzens treffe
immer ein Zusammenspiel aus Herz & Vernunft und nicht selten
geleitet, von der inneren Stimme, die den Weg ziemlich
sicher vorgibt, wenn wir genau hinschauen,
und ggf. auch einmal einen tiefen Blick hinter die Fassade
werfen, die eigene und die der Menschen, die uns täglich begegnen.


Einen aufmerksamen TANZ mit den entspannten WELLEN des SONNtags wünsche ich UNS - HEUTE! ... ~♥~ ...










Samstag, 9. August 2014

~ SamstagsWELLE mit Mascha Kaleko ~

Zwei Gedichte von Mascha Kaleko möchte ich heute mit Euch teilen,
jedes berührt mich auf besondere Weise,
wenn ihr mögt, lasst sie einfach einmal auf Euch
wirken:

Die frühen Jahre

Ausgesetzt 
In einer Barke von Nacht
Trieb ich 
Und trieb an ein Ufer.
An Wolken lehnte ich gegen den Regen.
An Sandhügel gegen den wütenden Wind.
Auf nichts war Verlaß.
Nur auf Wunder.
Ich aß die grünenden Früchte der Sehnsucht,
Trank von dem Wasser das dürsten macht.
Ein Fremdling, stumm vor unerschlossenen Zonen,
Fror ich mich durch die finsteren Jahre.
Zur Heimat erkor ich mir die Liebe.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

 Sonne

Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Mein Leid verklang wie ein gehauchtes Wort. -
Ein Meer von Licht drang flutend in die Zelle,
Das trug  wie eine Welle mich hinfort.

Und Licht ergoß sich über jede Stelle,
Durchwachte Sorgen gingen leis zur Ruh. -
Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Nun schließ ich sie so bald nicht wieder zu.


~ Aus: Sei klug und halte Dich an Wunder, Mascha Kaleko ~

Einen bezaubernden TANZ mit den lyrischen WELLEN des Samstags wünsche ich UNS - HEUTE!

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