Mittwoch, 7. Mai 2014

~ Glücksgedanken am Morgen ~

Ich sitze an meinem Lieblingsplatz,
dem Küchentisch,
mit einer Tasse Kaffee,
einem meiner Lieblingslieder im Ohr,
und mein Blick wandert abwechselnd
von meinem Bildschirm
zum Dachfenster hinaus.
Ich liebe diesen Ausblick, früh am Morgen.

Während ich dem Sonnenaufgang zusehe,
den vorbeiziehenden Wolken folge
und mich der Fischreiher und "mein" Rabe,
wie jeden Morgen mit einem Vorbeiflug
erfreuen.
Ich genieße diese Seelenruhe,
bevor der Rhytmus des Tages beginnt.

Gestern fragte mich ein Mensch,
ob ich glücklich sei.
Welch´ eine Frage, so nebenbei gestellt. :-)
Ich habe einen Augenblick gebraucht,
um sie zu beantworten.

Warum?
Weil es eine gute Frage ist,
weil wir uns diese Frage viel öfter stellen sollten
und weil es wichtig ist,
mir einen Augenblick Zeit zu nehmen,
um in Berührung zu sein,
mit dem eigenen Gefühl.

Der Kopf beantwortet Fragen dieser Art sehr schnell
und er antwortet häufig mit einer Lawine von Gedanken,
wie Glück sein sollte, mit einem Abgleich dessen,
was  von diesem Glück bereits "erreicht" ist, in diesem Leben.

In meinem Verständnis von Glück
ist das nicht wichtig und dennoch
stellt sich auch bei mir, im Getummel des Alltags
mit einer Frage, nach meinem eigenen Glück
erstmal dieses Kopfprogramm an.

Dankbar bin ich,
dass sich in mir sofort eine Stimme - ein Gefühl -
meldet, welches mir unverzüglich mitteilt,
dass es gut ist kurz in mich hinein zu spüren.


Mein Gefühl, weiss sehr genau, ob ich glücklich bin.

Ich bin es, jeden Tag,
in Augenblicken
in dieser Zeit.
Ich bin glücklich,
weil ich gewählt habe es zu sein.
Weil ich wann immer ich bemerke,
dass ich mich nicht gut fühle mit einer
Lebenssituation oder einem Umstand,
mich frage, welchen Grund das hat
und weil ich gelernt habe mich nicht
mehr auf´s Unglück einzulassen.
Klar, passieren mir Dinge,
die ich lieber nicht erleben würde
und sicher gibt es Situationen,
in denen ich mich verkriechen möchte,
weil ich traurig bin, wütend, oder ungeduldig,
weil es eben nicht immer alles so leicht geht,
wie ich es mir wünschen würde.
Das hindert mich allerdings nicht daran,
auch in diesen Zeiten dahin zu schauen,
wo es mir gut geht.

Das "kleine" GROSSE Glück zu spüren & zu sehen,
auch an den dunkleren Tagen,
den Sonnenaufgang zu sehen,
den Wolken zu folgen in meinen Gedanken
und WAHR zu NEHMEN wie wenig es
braucht um GLÜCKLICH zu SEIN.

Ich wünsche UNS allen einen Tag voller GLÜCKlicher AugenBLICKe im GeFÜHL!

 https://www.youtube.com/watch?v=OCiUMhUplDc







 





Dienstag, 6. Mai 2014

~ Ewigkeit ~

"Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen und den Himmel in einer wilden Blume,
halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit."

~ William Blake ~


Welch berührende Worte der Herr Blake hier gefunden hat für etwas, das
mich immer wieder berührt.

~ Die Ewigkeit ~

Augenblicke die in ihrer grenzenlosen Unendlichkeit zu Hause sind.

"Ich warte schon eine halbe Ewigkeit" heisst es oft genervt,
wenn etwas nicht schnell genug geht, im Empfinden eines Menschen.
Abgesehen von der Tatsache,
dass es in meinem Verständnis kein "warten" gibt,
sondern die Zeit des Wartens oft die lehrreichste Zeit ist, in einem Menschenleben,
impliziert dieser Ausspruch, dass Ewigkeit eine Zeitspanne sei.

Wie lange wäre dann ewig und die Hälfte davon, was bedeutet das?
Wenn also Ewigkeit eine Zeitspanne wäre,
würde was für mich eine Ewigkeit bedeutet,
für Dich vielleicht nicht einmal die Hälfte davon bedeuten!?

"Ich werde Dich ewig lieben" auch so ein gern gebrauchter Satz.
Woher kann ein Mensch das wissen,
wenn Ewigkeit eine Zeitspanne ist
und wenn sie dann eines Tages vorbei wäre für den einen Menschen,
die Ewigkeit des anderen aber noch anhält, was ist dann?
Diese Menschen, würden sich vielleicht belogen fühlen.

Meines Erachtens ist Ewigkeit etwas,
das wir mit dem Verstand nicht annähernd erfassen können,
weil sie eben keine Zeitspanne ist, mit Zeit nicht in Verbindung steht,
Ewigkeit ist grenzenlos, ohne Anfang und ohne Ende,
sie lässt sich nicht messen und auch nicht beweisen.
Wir könnnen sie spüren,
sehr intensiv in den von William Blake beschriebenen Augenblicken,
des Erkennens,
des tief verwurzelt Seins im Augenblick,
der sich JETZT in Ewigkeit verwandelt und da IST er einfach.
JETZT liebe ich Dich ewig, könnte es heissen.
JETZT bleibt dieser Augenblick in Ewigkeit
und in unserer Erinnerung bleibt er,
bestenfalls als reines GEFÜHL,
das uns an Ewigkeit erinnert,
das uns Gefühle wie LIEBE, FREUDE oder auch
SEHNSUCHT immer wieder erleben lässt.
Diese so wertvollen AUGENBLICKe gehen nicht verloren,
sie sind EWIG.

WIR alle können UNS verewigen jetzt und hier,
in unserem Gefühl, in unserem Ausdruck , in unserer Welt mit unserem Leben.
Wir können ewige Momente erschaffen & sie so intensiv WAHRnehmen,
wie es uns möglich ist, sie erLEBEN & erSPÜREN & LIEBEN.
Dann werden nicht WIR, aber diese besonderen Augenblicke ewig SEIN.

Ich wünsche UNS EWIGKEIT im AugenBLICK und eine herzenssonnige ZEIT! ♥










 





Samstag, 3. Mai 2014

~ Einsame Liebe? ~

Manchmal fallen Wünsche als Inspiration aus einem Telefonhörer
und werden dann mit Hilfe eines Blogs,
vielleicht nicht erfüllt, aber in jedem Fall gehört & beantwortet.

Danke, Maik! :-) https://www.facebook.com/maik.han.714?fref=ts


Liebe & Einsamkeit

Wie passen denn wohl diese Worte zusammen,
mag der eine oder die andere sich wohl denken.
Sehr gut, meines Erachtens.

Ausgehend davon, dass Menschen oft Liebe mit unzähligen
anderen Gefühlsworten vermischen und Einsamkeit ein Wort ist,
dass sehr verschieden wahrgenommen werden kann.
Meines Erachtens ist jeder wahrhaft liebende Mensch EIN - SAM
und gleichermaßen ist er zu jeder Zeit VERBUNDEN.

Meint: Jeder Mensch ist in jedem Moment EINER und das bleibt er,
auch wenn wir nur zu gern verschmelzen würden,
aus ZWEI Menschen einen machen möchten,
für alle Zeiten, weil´s so wunderbar leicht erscheint,
sich das, was man in sich selbst nicht finden kann
in einem anderen Menschen zu suchen.
Eine Symbiose entstehen zu lassen,
die uns helfen soll, mögliche Mangelgefühle nicht zu spüren.
Ein EINSsein Gefühl herstellen, das uns erFÜLLEN soll.

Mitunter gelingt so etwas auch, wenn auch nicht auf Dauer.
Denn spätestens, wenn uns bewusst wird, dass der Mangel immer noch da ist,
unabhängig davon, ob diese symbiotische Verbindung besteht oder nicht,
kommt - oh Wunder - die "Einsamkeit".
Ich fühle mich einsam und allein, sobald die Symbiose unterbrochen ist.
Diese Art der Einsamkeit ist ein schweres, dumpfes Gefühl.
Eine dunkle Tiefe, in die wir hineinfallen,
wenn das FÜLLMATERIAL nicht zur Verfügung steht.
So können wir uns häufig auch in einer Beziehung sehr einsam fühlen.

Mit Liebe hat das in meinem Empfinden wenig zu tun.
LIEBE ist ein GESCHENK,
LIEBE ist WACHSTUM,
Liebe will sich erfüllen, will mehr werden, sich ausdehnen,
LIEBE ist frei - FREI im Augenblick.
Liebe VERBINDET sich in UNS und das tut sie immer,
weil sie einfach in jedem Augenblick da ist, in Dir, in mir, in allem.

LIEBE ist eine ENTSCHEIDUNG!

Warum fühlen wir uns dann einsam, könnten wir uns fragen.
Jedenfalls stelle ich mir diese Frage hin und wieder.
Meine Antwort ist, weil wir uns eben nicht der Liebe hingeben,
diesem Gefühl, das da in uns lebt,
unabhängig von der Antwort eines möglichen Partners.
Weil wir aus den verschiedensten Gründen nicht den Mut haben, zu lieben,
weil wir nach Gegenliebe verlangen,
weil wir zwar geliebt werden wollen, uns aber möglichst unverwundbar zeigen möchten.
Weil wir LIEBE erzwingen wollen, von Menschen und uns selbst vereinsamen,
wenn wir feststellen, dass das so nicht "funktioniert"
- komisches Wort, wenn´s um Liebe geht.

Liebe lässt sich nicht benutzen, weder dazu irgendwelche Lücken zu füllen,
nicht um Einsamkeit zu verhindern und schon gar nicht um Menschen zu manipulieren.

Fühle ich mich nun also nicht mehr einsam, wenn ich mich der Liebe schenke?
Ich glaube auch dann gibt es Augenblicke der Einsamkeit,
Momente der Sehnsucht,
nur fühlen sie sich anders an, nicht dumpf und schwer,
sondern tief & frei.
Ich spüre den Wunsch zu wachsen.
LIEBE - die sich verbindet um MEHR zu werden.
ICH als EINE Person, die sich mit EINER anderen Person verbindet um Seite an Seite zu wachsen,
nicht aber in einer ungesund symbiotischen Verbindung Wachstum vorzutäuschen.
LIEBE die FREI ist - SEIN zu dürfen was sie ist - weil sie IST.
Ich glaube darüberhinaus, dass der Mensch nicht den geringsten Einfluss auf diese Art der Verbindung hat, weil sie unausweichlich ist, wenn ich OFFEN bin für LIEBE.


Ich wünsche UNS einen hingebungsvoll befreienden Tanz mit den WELLEN der LIEBE! ~ <3 ~


http://www.youtube.com/watch?v=P8RnFThM96U









Donnerstag, 1. Mai 2014

~ Nächtliche Frischluftgedanken ~

Während ich bei weit geöffneter Balkontür schreibe,
mir die kalte, klare Nachtluft um die Nase weht und Jamie Woon
mich dazu passend mit Night Air beschallt,
reflektiere ich die vergangenen Tage & Wochen.
Ich stelle fest, da bewegt sich etwas
& es bewegt sich ganz schön schnell.

Ich mag dieses rasante Lebenstempo gern,
ein Flowgefühl, dass all die "nervigen" Kleinigkeiten,
die mir sonst so gern einmal die Alltagsfreude rauben,
plötzlich federleicht von der Hand gehen lassen,
so leicht, dass ich mich heute für einen kurzen Moment
verunsichert fragte, was da eigentlich gerade geschieht mit mir.

Woher kommt dieser Flow plötzlich, frage ich mich,
nach dem ich doch so krampfhaft suchte im letzten Jahr,
der mir fehlte, weil ich ihn nicht finden konnte.

Mir kommt ein Henry Miller Zitat in den Sinn:

"Die Fenster der Seele sind zahllos, so sagt man.
Und mit den Augen der Seele wird das Paradies entdeckt.
Wenn euer Paradies also Mängel hat, dann macht mehr Fenster auf."

Da hätte ich auch mal früher drauf kommen können, denke ich mir,
während  der besänftigende Teil in mir der Auffassung ist,
alles sei genau SO gut,
wie es eben ist.
Das Leben kommt & es kommt von vorn.
Es erreicht Dich, wenn Du Deine Fenster öffnest.
Von denen Du möglicherweise nicht einmal bemerktest,
dass sie geschlossen oder bestenfalls leicht angekippt waren.

Manchmal benötigt man einen kleinen Anstoß,
einen Impuls von aussen,
oder aber einen Schubs ins kalte Wasser,
hinein in die tanzenden Wellen,
um einen Freudentanz entstehen zu lassen.


Ich erlebe gerade beides gleichzeitig und noch viel mehr,
grandios bewegende Impulse zu meinem Berufungsthema,
den einen oder anderen Schubs ins kalte Wasser,
Inspiration pur & tief berührende Begegnungen mit Menschen.
Wache Sinne, offene Kanäle & viel Raum
für Herzensfreude & Bewegung, FÜHLE ich.

Ich empfinde diese Zeit als großes Geschenk!
Danke Leben, für diese spannenden & freuderfüllten Tage & Nächte,
für kleine und große Wunder & für tolle Menschen.

Einen bezaubernden 1. Mai wünsche ich UNS & weit geöffnete Seelenfenster mit Paradiesblick! ~♥~

 https://www.youtube.com/watch?v=EL0pTo9Z_XU








Dienstag, 29. April 2014

~ Wellen tanzen schreibend leicht ~

Ich bin tief berührt,
von EUCH und EUREN lieben,
ermutigenden und sehr herzlichen Worten
zu meinen Blogs.
Vielleicht ist das ein guter Augenblick für mich,
gemeinsam mit Euch einmal zu schauen,
warum ich eigentlich schreibe,
wozu es diesen Blog gibt und was es mit den tanzenden Wellen in Wahrheit auf sich hat.
Wann hat eigentlich meine Faszination  des Ausdrucks in Worten begonnen?
Sie war schon immer da, solange ich mich bewusst erinnere jedenfalls.
In meinem Erleben haben Worte schon immer eine aussergewöhnliche Kraft,
so lernte ich schon vor Schulbeginn lesen, weil ich es blöd fand,
darauf angewiesen zu sein, dass mir jemand vorliest.

Als ich dann lesen konnte,
hatte ich auch Lust zu schreiben,
also versuchte ich mir auch das so gut es eben geht selbst beizubringen.
Als ich endlich in die Schule kam,
richtig schreiben lernte, schenkte mir meine Oma mein erstes Tagebuch und sagte:
"Daniela, schreib alles hinein, was Dir im Leben begegnet,
das Gute, so kannst Du Dich immer daran erinnern und das Ungute,
es wird sich verwandeln, wenn Du es Dir von der Seele schreibst."

Das tat ich dann auch viele Jahre,
meine Tagebücher waren mir heilig und immer eine  gute Orientierung zu schauen,
wo bin ich in diesen Worten.

Darüberhinaus schrieb ich Briefe, Gedichte,
kurze Geschichten und Beiträge für die Schülerzeitung.
Ich schrieb, weil es mir Freude bereitete und weil es ein Teil meines Lebens geworden war,
meine Möglichkeit mich auszudrücken.

Bis eines Tages, mir Menschen erklärten,
ich solle meine Texte veröffentlichen,
einer meiner Lehrer schickte ein von mir verfasstes Gedicht ohne mein Wissen
an eine Zeitung um an einem Wettbewerb teilzunehmen.
Ich belegte den 2. Platz,
was aber viel wichtiger war, ich verlor die Freude am Schreiben.
Ich wollte keinen Wettbewerb und schon gar nicht wollte ich,
dass jemand meine Worte, ungefragt veröffentlicht.
Mein Tagebuch führte ich noch einige Zeit eher gewohnheitsmäßig weiter,
bis ich eines Tages auch das ganz einstellte.

Jetzt, viele Jahre später bemerke ich,
dass ich mit dem Einstellen des Schreibens auch immer mehr den Kontakt zu mir selbst,
zu dem was mich von innen hielt, mir einen Rückschluss erlaubte, eine Orientierungshilfe im Dschungel der Gefühle & Gedanken war, verlor.

Ich lebte also weiter, ohne das Schreiben,
ohne eine Möglichkeit des Ausdrucks dessen,
was da unbestimmt in mir wirkte und ich lebte das Leben so,
wie es von aussen betrachtet lebenswert erschien.
Bedeutet, ich hatte keine Ahnung wie leben geht
und ich hatte auch keinerlei Ideen,
warum sich das, was andere Menschen so gern
als Lebensglück bezeichnen für mich ungut anfühlt.

Irgendwann wurde ungut zu unerträglich,
über Todesangst, Schmerz und physische Taubheitssymptome,
brachte mein Körper mich irgendwann dazu auszubrechen,
völlig Neu zu beginnen und ins LEBEN zu hüpfen.
In den Ozean des Lebens.
Mich den tanzenden WELLEN hinzugeben,
ohne ein Sicherheitsnetz,
ohne eine Fluchtmöglichkeit,
ohne Plan B
und ohne irgendeine Ahnung davon,
ob es mir gelingen könnte mit den WELLEN des Lebens zu tanzen,
und nicht mehr gegen sie anzukämpfen.

Es gelingt mir immer besser und mittlerweile genieße ich sogar (von Zeit zu Zeit)
die sturmflutigen Wellen, denn auch & gerade mit diesen lässt sich`s wundervoll tanzen.

Während ich so völlig vertieft mit meinen eigenen Wellen tanzte,
bemerkte ich plötzlich einige Menschen neben mir mit ihren Wellen tanzen,
was mir erst einmal merkwürdig erschien
und sich im weiteren Verlauf zu einem großen Glück entwickelte.

Weil der Ozean so groß ist und Menschen sich oft nicht verständigen
können über weite Entfernungen, begannen wir Wellentänzer uns zu schreiben.
Immer häufiger erhielt ich Rückmeldungen darüber, wie sehr meine Worte diese Menschen
berühren und eines Tages schubste mich jemand in eine Sturmflutwelle mit seinem Gefühl zu meinen Worten.

Wieder spürte ich, einen Widerstand!
Diesmal schrieb ich aber weiter, für mich.

... und eines Tages hatte ich die Idee einfach mal einen Blog zu schreiben,
sehr zaghaft und mit wenigen "eigenen" Worten zu Beginn
und dank eines erneuten Schubsers im letzten Sommer,
dann regelmäßiger und mit "meinen" Wortgefühlen.

Seither tanzen die Wellen noch bewegter,
so dass ich irgendwann eine Facebookgruppe gründete,
um UNS Wellentänzern einen Raum zu schenken miteinander zu tanzen und Sturmfluten
gemeinsam und ein wenig leichter zu tanzen!

Wenn ihr mögt, tanzt doch einfach mit:
https://www.facebook.com/groups/180945045445768/?fref=ts

Ich freue mich auf eine HERZlich beWEGte Zeit &
wünsche uns einen herrlich ECHTen Tanz mit den WELLEN des LEBENs!



https://www.youtube.com/watch?v=pgaGCJfCHjU

d a n k e DIR & DIR & EUCH & MIR & UNS! ... ~♥~ ...


Donnerstag, 24. April 2014

~ Magische Buchfreundschaft ~

Kennt ihr das Buch "Illusionen" von Richard Bach?

Ich frage Euch das,
weil mich die Legende vom Erlöser wider Willen fasziniert,
weil mich eine Passage des Vorworts berührt,
weil ich die Magie des Buches mag,
die es für mich hat
und ich liebe die Fragen, die es mir stellt.

Ich beginne einmal mit einem Zitat aus dem Vorwort:

"Ich schreibe gar nicht gern.
Wenn ich einen Gedanken abwenden kann, draußen, in der Dunkelheit,
wenn ich es vermeiden kann, die Tür, die zu ihm führt, aufzustoßen,
strecke ich nicht einmal die Hand nach einem Bleistift aus.
Aber ab und zu gibt es doch eine gewaltige Explosion
mit herumfliegenden Glassplittern und Ziegeln und geborstenem Gebälk,
und einer stolziert über die Trümmer zu mir herein,
packt mich an der Kehle und sagt dann ganz sanft:
"Ich lass Dich nicht los, ehe Du mich zu Papier gebracht hast."
So bin ich Illusionen begegnet."

Für mich ist diese Energie in der Geschichte spürbar.
Es ist eines dieser Bücher, die mir auf merkwürdigem Wege begegneten. 
Es fiel mir direkt vor die Füße, aus einem Secondhandbücherregal in der Ballettschule
meiner Tochter, in einer Zeit, in der ich mich gerade auf den Weg gemacht hatte,
mir selbst zu begegnen und mich genau mit diesem Thema befasste:
Mit meinen Illusionen.

Ich hob das Buch also auf und sah mir das Cover an.
Mir fiel als erstes eine blass gezeichnete Feder auf,
die sich in einer roten (für mich ist es eine) Seifenblase befand,
die über den Wolken schwebte.
Warum auch immer wusste ich in diesem Augenblick,
wir würden gute Freunde werden, das Buch und ich.
Noch während der Ballettstunde meiner Tochter begann ich zu lesen:

"Auf dem Pfad unseres Glücks werden wir die Erkenntnis finden,
für die wir uns dieses Leben ausgesucht haben.
Dies ist es, was ich heute erkannt habe, und ich will Euch jetzt verlassen,
damit ihr Euren eigenen Weg geht, wie ihr es für richtig haltet."

Dieses Zitat bewegte mich damals das Buch weiterzulesen und ermutigte mich,
meinen Weg zu gehen, anders als zuvor.


Die Legende vom Erlöser


"Es gab einmal eine Ansiedlung von Geschöpfen am Grunde eines großen kristallklaren Flusses.

Die Strömung des Flusses ging ruhig über alle hinweg ? 
einerlei, ob jung oder alt, reich oder arm, gut oder böse: 
Die Strömung ging ihren eigenen Weg, denn sie kannte nur ihr eigenes kristallklares Selbst.

Jedes Geschöpf klammerte sich in der ihm eigenen Weise fest an die Zweige und Steine im Flussbett, denn ihre Art zu leben bedeutete Sichfesthalten; von Geburt an hatte man ihnen beigebracht, der Strömung zu widerstehen.

Aber unter ihnen gab es ein Geschöpf, das eines Tages sagte: "Ich habe es satt, mich immer festzuhalten! Ich kann es zwar nicht mit meinen Augen sehen, aber ich vertraue trotzdem darauf, dass die Strömung weiß, wohin es geht. Ich werde loslassen, damit mich das Wasser forttragen kann, wohin es will; denn wenn ich mich weiter festhalte, werde ich vor Langeweile sterben."

Die anderen Geschöpfe lachten und sagten: "Du Narr! Lass nur los, und du wirst sehen, wie die Strömung, die du so sehr verehrst, dich packen und auf die Felsen schmettern wird, und du wirst schneller daran sterben als vor Langeweile!"

Aber dieses eine Geschöpf hörte nicht auf sie: Es holte einmal tief Luft und ließ los und wurde sofort herumgewirbelt und von der Strömung gegen die Felsen geschmettert.

Aber noch rechtzeitig trug die Strömung das Geschöpf, das sich nicht mehr festhalten wollte, vom Grunde des Flusses frei, und es wurde nicht länger zerschunden oder verletzt.

Und all die Geschöpfe, die sich stromabwärts angesiedelt hatten und die es nicht kannten, riefen: "Sehet, ein Wunder! Ein Geschöpf wie wir, und doch fliegt es! Seht, der Messias ist gekommen, uns alle zu erlösen!"

Und der, den die Strömung getragen hatte, sagte: "Ich bin nicht mehr Messias als ihr auch. Der Fluss tut nichts lieber, als uns zu befreien, wenn wir nur den Mut aufbringen loszulassen. Unsere wahre Aufgabe ist diese Reise, ist dieses Abenteuer."

Aber sie riefen nur um so lauter: "Erlöser!" und klammerten sich dabei an die Felsen, und ehe sie sich's versahen, war er gegangen, und sie blieben allein zurück und spannen ihre Legenden von einem Erlöser."


Wozu nun dieser Blog, fragt ihr Euch möglicherweise.
Ich schenke ihn mir, meinem Freund, dem Buch
& vielleicht erkennt sich der eine oder andere in einem der Zitate wieder,
oder freut sich einfach mit mir.

Ich liebe Nietzsches Werke, ich könnte Stunden und Nächte
in die Tagebücher der Anais Nin eintauchen.
Hin und wieder mach ich das, weil auch diese Werke mich tief und nachhaltig beweg(t)en.

"Illusionen" begleitet mich auf eine andere Art,
richtungsweisend, wärmend, weise.
wenn ich einmal vergesse,
wie magisch und kostbar diese Welt und jeder einzelne Augenblick ist.
Wenn ich eine Seelenstreicheleinheit brauche
und wenn mir mal wieder eine meiner eigenen Illusionen um die Ohren fliegt!
Es erinnert mich an eine turbulente und unfassbar schöne Zeit.
Die Begegnung mit Don im Buch erinnert mich an eine ähnlich wertvolle Begegnung in meinem Leben!


Ich wünsche UNS eine herzliche Zeit mit Freunden, in welcher Form auch immer sie uns begegnen mögen & würde mich sehr freuen auch Eure "Freunde" in Form von Büchern kennenzulernen.

Abschliessend noch mein Lieblingszitat:

 Eine Wolke weiß nicht, warum sie
sich in dieser oder jener Richtung
bewegt und gerade mit dieser
Geschwindigkeit.
Sie fühlt einen Impuls…
dort muss ich jetzt sein.
Aber der Himmel kennt die Motive
und die Strukturen jenseits aller
Wolken, und du wirst sie auch erkennen,
wenn du dich hoch genug erhebst, um
jenseits der Horizonte zu blicken.



... ~♥~ ...













Mittwoch, 23. April 2014

~ Fragen über Antworten ~

Ich liebe ja Fragen, irgendwann einmal schrieb ich,
ich sei ein wandelndes Fragezeichen.
Ob diese - meine - Fragen dumm sind, hab ich mich noch nie gefragt.
Was ich allerdings vor einigen Jahren einmal lernte, ist,
dass es durchaus sinnvoll sein kann Fragen präzise zu formulieren.

Ich finde, es gibt echt wenig wirklich "dumme" Fragen.

Meines Erachtens gibt es Fragen, die ihr Ziel verfehlen,
hier könnte man allerdings in der Formulierung genauer werden,
wenn man tatsächlich ein Ziel verfolgt.
Nun, finde ich allerdings von Zeit zu Zeit die Antworten auf solche Fragen so spannend,
dass ich nicht mehr den Wunsch verspüre zielgerichteter zu fragen.

Ein Beispiel:

Angenommen ich würde einen Schriftsteller fragen,
ob man vom Bücher schreiben leben kann.
Dieser würde dann antworten, dass es sicher andere Schrifsteller gibt,
die das können und auch nicht vom schreiben, sondern von ihren Verkäufen. :-)
... dann ist das erstens eine witzige Antwort, wie ich finde
und zweitens habe ich mein Ziel verfehlt,
weil ich eigentlich etwas ganz anderes wissen wollte,
nämlich in Wahrheit, wie sehr dieser Mensch von, mit und für´s Schreiben lebt.
Ich kenne mich nun wirklich nicht aus, in dieser Branche & habe keine Ahnung davon,
wie viele Bücher ein Mensch verkaufen muss, um Geld damit zu verdienen
und ob es ein Ziel sein kann, mit dem Bücherverkauf seinen LebensUNTERHALT zu sichern.
Viel mehr interessiert mich auch hier wieder der Antrieb, die Freude,
die INNERE NOTWENDIGKEIT und der Weg,
den ein Mensch geht um seinen Traum, seine Berufung zu leben.
Angenommen der Schrifsteller, schiebt noch eine Antwort hinterher,
die im Ansatz diese Fragen beantwortet.
Was kann ich dann aus meiner "dummen, verallgemeinerten" Frage lernen?
Ich  lerne, dass es scheinbar im Erleben dieses Menschen eine Verbindung zwischen
"von etwas leben" & "verkaufen" gibt.
Ich lerne ausserdem, dass er  Humor hat. :-)
Weiter lerne ich, dass auch eine scheinbar dumme Frage,
eine interessante Antwort zur Folge haben kann,
wenn ich genau HINhöre.
Darüberhinaus fällt mir auf, dass dieser Mensch sowohl verallgemeinerte und zielverfehlende Fragestellungen durchschaut,
als auch offensichtlich Hinterfragen erspüren & verstehen kann & diese sogar beantwortet.

Ziemlich viele Antworten gibt sie her so eine dumme Frage, finde ich! ;-)

Euch allen wünsche ich eine herzenssonnige Zeit, viele Fragen mit spannenden Perspektivwechseln & viel Freude mit den Antworten!!! ♥