Donnerstag, 31. Dezember 2015

~ Die schönste Zeit ~

2015: Danke für ein Jahr voller Freude, Erkenntnis, zur Ruhe kommen,
für schmerzhafte Augenblicke, krasse Begegnungen mit mir selbst.
Für ein "wach"rütteln zum Ende hin. Für die erste Panikattacke, nach
6 Jahren (fuck, das Ding hatten wir doch eigentlich durch, oder?),
für ganz besonders schöne und tiefe Augenblicke am Meer,
mit einer Begegnung der dritten Art, war´s vielleicht doch die Inkarnation
 Bob Marleys, die da am Strand
"... singing sweet songs of melodies PURE and TRUE,
saying:`This ist my MESSAGE to YOUHUHU ...
Singing' "Don't worry 'bout a thing,
'Cause every little thing gonna be alright."
Singing' "Don't worry (don't worry) 'bout a thing,
'Cause every little thing gonna be alright!"`sang?
Für Luftnot aufgrund von hypnotischen Lachanfällen,
für echt seltsame Konversationen und für Menschen, die da waren,
wenn´s gerade echt NIX zu lachen gab. Für all jene Menschen, die von Herzen
mit mir sind und auch für die, die nur so tun als ob: Hey, ´nen Versuch war´s wert! ;-)
Für die Wellen, die mal wieder für die nötige Bewegung gesorgt haben,
in all dem Ballast, den wir doch immer wieder anhäufen und so schwer loslassen
können und dafür, dass sie so wunderbar die Spreu vom Weizen trennen,
oder anders: Es war nett mit Euch ein Stück zu gehen. Schönes Leben noch!
Für Berührungen in der Tiefe und für Beständigkeit & Wachstum.
Für einige Herausforderungen und auch für die scheinbar vergeudete Zeit,
in irgendwelchen Businessseminaren, die andersherum doch wieder gold wert
sind für die Feinjustierung meiner Richtung.
Für die magischen Augenblicke, meinen Soundtrack des Jahres,
für die Menschen, die in meinem Herzen wohnen und die ich
auch in diesem Jahr in einigen Augenblicken sehr schmerzlich vermisst habe.
Für die Leichtigkeit, die immer mehr Einzug hält in meinem Leben.
Für die wundervolle Zeit mit meinen Kindern, die mir vor allem anderen
immer wieder zeigen, was wirklich wichtig ist in diesem Leben.
Für `nen heissen Sommer bis in den Herbst, einen frühlingshaften Winter bisher
und für die LIEBE die mir in so vielen Facetten begegnet ist.
Für Euch, meine Leser & Begleiter, die ihr mit mir immer wieder
auch mal die eine oder andere Sturmflut durchtanzt
und eben all das, was dieses Jahr zu einem ganz besonderen
gemacht hat.

It was a very good year!!! <3


2016: Ich freue mich auf Dich & die schönste Zeit meines Lebens,
ab JETZT für IMMER!


Euch allen wünsche ich einen richtig schönen Übergang ins neue Jahr,
wie auch immer ihr ihn verbringen mögt!


Alles Liebe ~ Daniela





Mittwoch, 30. Dezember 2015

~ SteinwellenGeschichte ~

Auf einen Wunsch hin hier noch einmal meine
Steinwellengeschichte:

In einem fernen Land lebte einmal ein kleiner Junge,
der kein anderes Spielzeug besaß,
als einen kleinen, weissen Stein, den er hütete, wie seinen Augapfel.
Kein anderes Kind aus dem Dorf des Jungen, konnte verstehen,
wie kostbar der Stein für Ihn war.
Sie lachten über Ihn.
Keiner wusste schließlich,
dass dieser Stein etwas ganz besonderes war.

Eines Tages, der Junge war durstig in den Bergen umhergelaufen,
um die einzige Erwerbsquelle seiner Familie zu suchen,
eine entlaufene Ziege, deren Milch sie an wohlhabendere Nachbarn verkauften.

Der Wasserbehälter des Jungen war seit Stunden leer getrunken.
Die heiße Mittagssonne brannte auf seinem Haupt,
als ihn ein plötzlicher Schwindel überkam.
Er setzte sich auf einen Felsvorsprung und betete,
Gott möge ihm ein Zeichen geben, um die Ziege finden zu können
oder wenigstens etwas Wasser.
Als der Junge sich ein wenig erholt hatte,
und sich entschieden hatte zurückzukehren zu seiner Familie,
ihnen die schlechte Nachricht zu überbringen,
dass die Ziege, nicht auffindbar sei,
konnte er die enttäuschten Gesichter seiner Eltern
bereits vor seinem geistigen Auge erkennen.

Da sah er etwas in der Sonne glitzern, sehr schwach,
aber mit einer gewaltigen Anziehungskraft,
der Junge überlegte, dass es ihn noch mehr Kraft kosten würde,
diesem glitzernden Etwas zu folgen, aber seine Neugier war stärker.
Er stieg einige Felsen hinab.
Das Leuchten wurde immer heller,
und die Umrisse des glitzernden Etwas immer besser zu erkennen.

Es war ein Stein.
Er sah aus wie jeder andere Stein, der sich in dieser Gegend in Gebirgsbächen befand.
Ein Stein, der halb bedeckt von kristallklarem Wasser, die Sonnenstrahlen reflektierte.
Der Junge freute sich, er war gerettet.
So stieg er den letzten Felsen hinab, und füllte sein Gefäß mit Wasser,
er trank einen kräftigen Schluck,
bevor er sich bückte, um seinen besonderen Stein aufzuheben.
Er hielt den Stein fest in seiner Hand und küsste ihn.
Als er seinen Blick hob, um sich auf den Heimweg zu machen,
sah er einige Meter weiter seine Ziege, aus dem Bach trinken.
Er dachte, wie gut es ihr wohl tun musste,
dieses so seltene, klare Wasser zu trinken,
so dass er für einen Augenblick überlegte, ohne Ziege zurückzukehren, zu seiner Familie.
Doch wovon sollte die Familie, dann leben?
Noch bevor er diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte,
bewegte die Ziege sich in seine Richtung
und folgte ihm freiwillig durch die felsige Berglandschaft
zurück zur alten Hütte seiner Eltern.

Den Stein trug der Junge, während des gesamten Weges,
ganz nah an seinem Herzen.
Seine Eltern empfingen ihn sehnsüchtig,
und waren froh, dass er die Ziege gefunden hatte und heil heimgekehrt war.
Nachdem der Junge seinen Eltern erzählte, was geschehen war,
gerieten sie in einen regelrechten Freudentaumel.
Von nun an gingen sie Tag für Tag zum Bach
 um sich selbst und ihre Ziege zu tränken.
Die von nun an auch gleich ein Vielfaches ihrer Milch gab,
so dass die Familie bald mehrere Ziegen kaufen konnte,
und stetig reicher wurde.
Es dauerte ein Jahr,
bis die Familie in ein richtiges Haus ziehen konnte,
der Junge ein eigenes Zimmer bekam, und die Ziegen einen Stall.
Seit dem Tag in den Bergen trug der Junge seinen Stein,
stets in seinem Lederbeutel bei sich.
Er holte ihn nur zum spielen heraus,
und da keines der anderen Kinder etwas mit seinem Spiel anfangen konnte,
spielte er meist allein.
Manchmal tröstete der Stein - der ihn manchmal einsam werden ließ -
mit seiner grenzenlosen Schönheit über seine Einsamkeit hinweg.

Als der Junge eines Tages wieder einmal allein auf einem Felsen saß
und seinen Stein betrachtete, hörte er aus der Ferne ein leises weinen.
Der Junge kletterte den Felsen hinab und folgte dem immer lauter werdenden Geräusch.
An dem Bach, wo er einst seinen Stein gefunden hatte,
saß ein kleines Mädchen und weinte bitterlich.
"Warum weinst Du?" fragte der Junge.
Das Mädchen sah überrascht auf.
"Du wirst über mich lachen, wie all die anderen Kinder."
sagte das Mädchen immer noch weinend.
"Nein, ich werde nicht über Dich lachen,
das verspreche ich Dir, ich verrate Dir mein Geheimnis,
über das die anderen Kinder auch immer lachen,
damit Du weisst, dass Du mir vertrauen kannst."
Das Mädchen sah den Jungen immer noch etwas misstrauisch
und dennoch neugierig an.
"Ein Geheimnis?" fragte sie erstaunt.
"Ja, schau mal!"
Der Junge öffnete seinen Brustbeutel,
zeigte dem Mädchen seinen Stein und erzählte ihr seine Geschichte.
Es wunderte ihn sehr, dass sein Geheimnis sie nicht beruhigte,
sondern sie stattdessen immer mehr weinte.
Ratlos sah der Junge sie an.
Als sie schluchzend zu erzählen began,
dass sie auch einen solchen Stein hatte,
sie habe ihn in einem unachtsamen Augenblick fallen lassen
und nun läge er im Bach zwischen all den anderen Steinen
und sie könne nun nicht mehr erkennen, welcher ihrer sei.
Der Junge lächelte.
Er bat das Mädchen aufzustehen und mit ihm gemeinsam
einen kleinen Schritt vom Bachufer zurückzutreten.
Als die beiden sich ein wenig entfernt hatten,
und sich zeitgleich wieder umdrehten,
glitzerte am Ufer des Baches ein einziger Stein, leuchtend in der Sonne.
 "Mein Stein."
Das Mädchen lächelte, sie hob ihn auf,
und drückte ihn voller Freude an ihr Herz.
Sie dankte dem Jungen und umarmte ihn.
Von nun an spielten die beiden,
beinah täglich gemeinsam mit ihren Steinen
und freuten sich einander begegnet zu sein.


~ Daniela Buchholz, Juli 2014 ~






Dienstag, 29. Dezember 2015

~ Besondere Ereignisse ~

Weihnachten ohne Schnee, noch nicht einmal der Himmel zeigte
sich in grau. Er bot ein schillerndes Farbenspiel aus blau, weiss
und den verschiedensten violett bis rot Tönen die mit
den schönsten Wolkenformationen Bilder malten.
So intensiv hatte sie den Himmel schon lange nicht mehr
wahrgenommen, überhaupt war dieses Weihnachten anders.
Zu den beinah frühlingshaften Temperaturen gesellte sich
eine innere Ruhe und Klarheit, wie sie sie in dieser Jahreszeit
noch nie gespürt hatte. Immer wieder, wenn ihr zwischen kochen,
spielen mit den Kindern, Gesprächen mit den Gästen und
Weihnachtsspaziergängen Zeit blieb, liess sie ihre Gedanken
schweifen. Wellen der Freude erreichten sie, hin und wieder
einige Tränen und wenn sie in der Nacht bei kalter Luft,
auf dem Balkon ihre letzte Zigarette rauchte, sich der Rauch
zu lustigen Kringeln formte und sich am klaren Nachthimmel
mit einem atemaberaubenden Blick auf den Vollmond aufzulösen
schien, fühlte sie sich angekommen. Angekommen in einem
Leben, wie sie es sich wünschte. Vieles was sie noch in den
vergangenen Monaten umtrieb, fügte sich plötzlich wie ein Puzzle,
das sich in ihr selbst zusammenzufügen schien.
Ein Bild entstand, dass sie für den Augenblick glücklich
machte und in tiefer Dankbarkeit an Ereignisse, Menschen,
Augenblicke zurückdenken liess, die sie auf ihrem Weg begleiteten
oder ihr einen Impuls gaben, ihrem Weg zu folgen, der in
den letzten Jahren auch immer mal von dem wegzuführen schien,
was sie sich gewünscht hatte. Sie lächelte.
Letztlich waren es genau diese Wege, die so weit weg
schienen, von dem wo sie hin wollte, die sie am Ende
ein ganzes Stück näher an ihr Ziel brachten.
Sie war glücklich und sie bekam eine immer klarere Vorstellung
davon, wie sie ihr Leben zukünftig gestalten müsste, um
sich selbst glücklich zu machen. Sie folgte ihrer Freude,
das war ihr vielleicht niemals so bewusst wie in diesem Augenblick.
Sie fühlte sich umgeben von ganz besonders kostbaren Menschen,
die sie liebten wie sie war und die sie lieben konnte, wie sie waren.
Sie tat woran sie Freude hatte und ihr kam ganz plötzlich
in den Sinn, dass es da noch etwas gab, was sie zu tun hatte,
wofür es sich lohnte einen kleinen Teil der bisher gelebten Freiheit
aufzugeben, um einen anderen Teil mehr zu erfahren.
Darum würde sie sich als nächstes kümmern
und sie freute sich darauf.


~ Daniela Buchholz, Dezember 2015 ~


Sonntag, 27. Dezember 2015

~ Zwischen den Jahren ~

Das Weihnachtsfest ist vorbei und für mich war es eines der schönsten.
Nun beginnt die Zeit zwischen den Jahren.
Eine gute Gelegenheit abzuschliessen, mit dem was war
und einzuladen, was kommt.
Ich nehme den Geist der Weihnacht, die Liebe mit.
Mit in die nächsten Tage und mit ins nächste Jahr.
Mein Jahr war ruhiger, weniger turbulent als die vergangenen Jahre.
Besonnener.
Manchmal schien es auch so, als würde ich an bestimmten
Kreuzungen meines Lebens noch einmal kurz vorbeischauen,
so als wolle das Leben prüfen, ob und was ich gelernt habe
aus den bewegten Jahren, den schicksalhaften Situationen.
Ich habe gelernt und ich habe auch wieder das eine oder andere
Schlupfloch aufgedeckt, in das ich mich immer wieder mal
flüchte, wenn´s mal zu unbequem wird.
Das alles ist mir ein guter Wegweiser ins nächste Jahr.
Auch in diesem Jahr bin ich wirklich tollen Menschen
begegnet. Andere habe ich verabschiedet aus meinem Leben,
zum Beginn des Jahres mit einer turbulent tanzenden Welle
und zum Ende des Jahres still.
Einige essenzielle Verbindungen haben sich vertief, andere
erneuert und in ihrer Form verändert.
Darüber freue ich mich besonders.
Es erinnert mich an die beständige Bewegung der Wellen
und welche Ruhe genau darin zu finden sein kann,
nämlich dann wenn es einfach so sein darf.
Menschen frei sind, sich zu bewegen, zu entwickeln wohin
auch immer sie wollen. Liebe ist frei und sie wächst dort wo
Menschen ihr einen Nährboden bieten.
Ich freue mich auf das neue Jahr, auf all die besonderen Augenblicke,
die Menschen denen ich begegnen werde, die Stolpersteine,
und auf die Worte, die ich finden werde um zu beschreiben,
was da geschieht in meinem persönlichen ~ Wellentanz ~ .

Genießt Eure Zeit und die Zwischen(t)räume!!

~ Daniela ~



Samstag, 26. Dezember 2015

~ Das WeihnachtsKonzert ~

Es muss nicht perfekt sein, wenn es echt ist.
Wenn wir etwas aus dem Herzen tun, weil es uns erfreut,
uns beglückt, wir uns selbst begeistern, wenn wir es tun,
dann muss es nicht perfekt sein und doch werden wir
in einer solchen Herzensangelegenheit wachsen, wir werden
unaufhörlich lernen, uns weiterentwickeln wollen in dem
was wir tun, neue Facetten einbinden.
Künstler tun das ständig.
Sind wir nicht alle Künstler?
Lebenskünstler in jedem Fall.
In den letzten Wochen, waren mir meine Kinder
wieder einmal die besten Lehrmeister in diesen Dingen.
Meine große Tochter hofft seit der zweiten Klasse
auf ein Solo im Chor (dem sie ganz freiwillig und voller
Vorfreude beitrat). Nun ist sie bereits im vierten Schuljahr und
durfte zum Sommerkonzert ihr erstes Solo singen.
Eine kurze Strophe, die sie wirklich toll umsetzte.
Zum Weihnachtskonzert wünschte sie sich nun einen
längeren Text und bekam ihn auch.
So nervös, wie in den Tagen vor dem Konzert hatte ich
sie noch nie erlebt, sie übte in jeder freien Minute und lernte
das Stück sogar begleitend auf dem Klavier zu spielen (sonst nicht gerade
ihre Lieblingsbeschäftigung derzeit), um das Tempo zu halten
und die Betonung des Textes der nicht ganz einfachen Melodie anzupassen.
Ich weiss nicht, wie oft wir dieses Lied vorab gemeinsam gesungen
haben.
Am Abend des Konzertes dann, war es ihr wichtig schon sehr früh
in der Kirche zu sein, um sich mit der Umgebung vertraut zu machen.
Sie wurde äusserlich ungewöhnlich ruhig, aber ihre Augen und
auch ihr Herz, das für mich fast sichtbar pochte, verrieten mir,
wie es in ihr aussah.
Das Konzert begann und sie sang leidenschaftlich alle
Lieder mit, bis dann ihr Lied an der Reihe war.
Mittlerweile klopfte auch mein Herz und als ich
sie da so stehen sah, vor "ihrem" Publikum, wurde
es mir heiss und kalt, ich dachte, dass ich wohl keinen
Ton herausbekommen würde. Meine Tochter hingegen nahm
ganz souverän ihren Platz vor dem Mikrofon ein und atmete
tief ein und verzauberte mich (und offenbar auch das Publikum)
vom ersten Augenblick. So gefühlvoll hatte ich sie noch nie
zuvor singen hören, es schien als hätte sie alles um sich herum
ausgeblendet und singe in erster Linie mal für sich selbst.
Natürlich füllten sich meine Augen mit Tränen.
Ich bin soo stolz auf meine Töchter und so unglaublich froh,
dass sie sich dem was sie gerne tun mit einer solchen Hingabe
öffnen und dass es ihnen ganz von selbst wichtig genug ist,
etwas dafür zu tun, zu üben, zu lernen.

Nach dem Konzert machten wir noch einen Spaziergang
über den an die Kirche grenzenden Weihnachtsmarkt,
als plötzlich ein Herr mittleren Alters meine Tochter ansprach
und ich bereits in Abwehrhaltung folgende Worte an mein
Kind gerichtet hörte: "Ich habe Dich gerade in der Kirche singen
hören und Du hast das so toll gemacht. Du hast mein Herz berührt
mit Deiner Stimme. Danke. Ich bin sein mehr als 20 Jahren
Musiker und möchte Dir raten weiter zu singen."
Meine Tochter sah mich ganz entgeistert an, wurde ein klein
wenig rot und antwortete dem Mann: "Danke. Das mache ich auch,
weil es mir nämlich großen Spaß macht!"

"Mama hast Du gehört, was der gesagt hat?"

Ja, das habe ich und vor allen Dingen habe ich sie singen
gehört und dabei erkannt, dass es nicht perfekt sein
muss, wenn es aus dem Herzen kommt, denn dann ist
es echt.


Folge Deiner Freude!!! <3


Alles Liebe ~ Daniela




Freitag, 25. Dezember 2015

~ Weihnachten mit Hesse ~

Müde & glücklich nach einem echt schönen heiligen Abend im Kreise
der Menschen, die ich liebe, lasse ich nun den Tag Revue passieren
und freue mich nun auf die Stille der Nacht.

Weihnachten von Hermann Hesse habe ich Euch heute mitgebracht:

Ich sehn' mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei's Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön'
ein's jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd' still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Alles Liebe ~ Daniela







Donnerstag, 24. Dezember 2015

~ Schöne Weihnachten ~

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen ein wundervolles, besinnliches Weihnachtsfest
im Kreise der Menschen, die ihr liebt und die Euch lieben.
Ich habe Euch heute eine Weihnachtsgeschichte mitgebracht,
die mich bereits als Kind begeistert hat und mittlerweile zum geliebten
Ritual meiner Kinder geworden ist, während wir auf´s Christkind warten.
Die Geschichte ist von Astrid Lindgren und nein, es handelt sich
nicht um Michel und auch nicht um Pelle oder Lotta,
sondern um Madita und ihre kleine Schwester Elisabeth.
Habt viel Freude:



Weihnachten auf Birkenlund

Birkenlund ist die Heimat von Madita, die dort zusammen mit ihren Eltern,
ihrer kleinen Schwester Lisabet, dem Kindermädchen Alva
und einigen anderen Bediensteten lebt. Birkenlund ist ein wohlhabendes Anwesen, da Maditas Vater als Herausgeber einer Zeitung auch ein wohlhabender Mann ist.
Neben Birkenlund wohnt aber auch noch Abbe (auf Waldesruh), der ein wenig älter ist als Madita und den diese sehr verehrt. Abbe allerdings lebt in völlig anderen Verhältnissen. Das Geld ist meistens knapp, weil der Vater ein wahrer Taugenichts ist, der das Geld gerne mal in Spirituosen umsetzt. Abbe backt in seiner Küche die Zuckerbrezel, die seine Mutter später auf dem Markt verkauft.

Nun ist also auch auf Birkenlund Weihnachten und bei Madita und Lisabet ist alles wunderschön für den morgigen Heiligen Abend vorbereitet. Jeder Winkel ist blitzeblank geputzt, es liegen neue Flickenteppiche bereit und alles ist mit rotem und grünem Seidenpapier geschmückt. Im Wohnzimmer duftet es nach dem Tannenbaum, der dort schon aufgestellt ist und noch darauf wartet geschmückt zu werden.

Im Keller wartet das ganze leckere Weihnachtsessen nur darauf gegessen zu werden und Alva fragt sich, wer das nur alles essen soll. Papa wird noch die Weihnachtsgarben für die Vögel in den Baum hängen und rund um Birkenlund sind die Wege freigeschaufelt worden, damit man auch noch Holz aus dem Schuppen holen kann. Und natürlich auch der Weg zum Fluss und am ganzen Fluss entlang. Und das ist auch gut so, denn dort kommt schließlich auch der Weihnachtsmann her und es wäre doch sehr schade, wenn ausgerechnet der Weihnachtsmann mit seinen Geschenken im Schnee stecken bleiben würde, wo sich Madita und Lisabet doch so auf Weihnachten freuen.

Jetzt am Abend vor Heiligabend besucht Madita noch einmal Abbe auf Waldesruh. Und sie staunt nicht schlecht, als sie Abbe dabei antrifft, wie er den Küchenboden schrubbt. Und noch mehr staunt sie, als sie sich umsieht. Denn wirklich weihnachtlich sieht es nun wirklich nicht aus. Gardinen und Fenster sind nicht geputzt und auch ist die Küche nicht geschmückt. Aber Abbe meint, natürlich sei alles vorbereitet und er nimmt Madita mit in die kleine Stube neben der Küche. Hier hat er an die Wand einen kleinen Papierstreifen mit Wichtelmänner geklebt.

Aber einen Weihnachtsbaum gibt es nicht und auch sonst findet Madita es nicht wirklich weihnachtlich in Waldesruh. Aber Abbe selbst ist guten Mutes. "Man hofft, solange man lebt." sagt Abbe immer nur. Und Abbe hofft. Auf Tannenbaum und Geschenke. Er selbst hat für seine Eltern eine neue Petroleumlampe als Geschenk gekauft. Aber trotz Wichtelmännergirlande und Lampe als Geschenk findet Madita es überhaupt gar nicht weihnachtlich bei Abbe und das macht sie sehr traurig.

Aber auf Birkenlund ist es nun wirklich Weihnachten geworden. Papa weckt Madita und Lisabeth mit brennenden Kerzen in der Hand, denn draußen ist es noch stockdunkel. Und aus dem Wohnzimmer hören die Mädchen schon Mama auf dem Klavier ein Weihnachtslied spielen. Schnell flitzen die beiden die Treppen herunter und stürmen ins Wohnzimmer. Oh, wie schön alles ist. Der Tannenbaum strahlt im Kerzenschein, ein Feuer brennt im Kachelofen und dann toben Madita und Lisabeth vor lauter Freude durch das Zimmer. Bis Alva mit dem Weihnachtskaffee kommt. Dann setzten sich alle zusammen an das Feuer und trinken den Kaffee. Und Madita ist so glücklich, dass Weihnachten ist und alles so, so schön.

Aber auch auf Birkenlund geht der Tag von Heiligabend einfach nicht rum. Es wird und wird nicht Abend. Also versucht Mama Madita und Lisabeth abzulenken. So gehen sie zu Linus-Ida und bringen ihr den Weihnachtskorb, den Mama gepackt hat. Darin ist vom ganzen Weihnachtsessen ein bisschen und Kerzen und Kaffee. Erst hat Madita sich ja Sorgen gemacht, dass Linus-Ida gar nicht Weihnachten feiern will, weil sie ja ganz alleine ist, ohne ihre Töchter, die in Amerika leben. Aber die Sorgen waren ganz umsonst. Denn Linus-Ida sitzt gemütlich am Feuer und ruht ihre Füße aus und freut sich, dass sie sich nun ganze drei Tage ausruhen kann und so gutes Essen bekommen hat.

Zu Hause essen alle zusammen in der Küche den Weihnachtsschinken und danach verpacken Madita und Lisabeth ihr Geschenke und siegeln sie mit rotem Siegellack. Und das alles muss es auch geben, findet Madita, denn sonst ist es doch kein richtiges Weihnachten. Madita hat auch ein Geschenk für Abbe (eine Mundharmonika), obwohl sie sich sonst nichts schenken. Aber Madita hat sich solche Sorgen gemacht, dass Abbe sonst keine Geschenke bekommt, dass sie ihm einfach etwas kaufen musste.

Also, rennt sie, als es dunkel wird, hinüber nach Waldruh. Aber wie sieht es da denn aus? Die Nilssons sitzen wie gewöhnlich in der Küche, wobei Onkel Nilsson wie gewöhnlich auf der Küchenbank liegt. Und Abbe hat gar keine Augen für Madita, denn er sieht nur auf die neue Lampe auf dem Küchentisch und seine Augen leuchten mit der Lampe um die Wette. Und Tante und Onkel Nilsson sind so stolz auf Abbe. Dass er ein Geschenk gekauft und einen Tannenbaum besorgt hat und die Girlande aufgehängt hat. Aber ein Geschenk für Abbe, das haben sie glatt vergessen und eigentlich ist auch kein Geld dafür da. Da ist es ja gut, dass Madita die Mundharmonika für Abbe hat. Und wie sehr dieser sich freut und sofort darauf zu spielen beginnt.

Nun ist es doch noch Abend geworden. Aber bevor der Weihnachtsmann kommt, gibt es erst Essen. Und es ist auch wirklich wunderschön in der festlich geschmückten Küche. Der Tisch biegt sich fast unter all dem guten Essen, aber Madita und Lisabet sind so aufgeregt, dass sie gar nicht ans Essen denken können. Erst als Papa die Kerzen am Baum anzündet und Mama am Klavier sitz und sie alle Weihnachtslieder singen, die sie kennen, kommen die Mädchen ein wenig zur Ruhe. Bis Papa sagt, dass sie sich die Mäntel anziehen sollen, denn nun kommt gleich der Weihnachtsmann.

Schnell, schnell laufen sie alle zusammen raus, runter zum Fluss. Aber noch ist es stockdunkel und als erstes hören sie das leise Glockengeläut. Langsam sieht man den Schein einer Fackel an der Flussbiegung und dann hält der Weihnachtsmann den Schlitten bei Madita und ihrer Familie an. "Gibt es hier auch brave Kinder?", fragt der Weihnachtsmann und Papa antwortet, dass die Mädchen von Birkenlund ganz artige, kleine Goldspatzen seien. Und dann reicht der Weihnachtsmann Papa den großen Sack, ruft noch "Fröhliche Weihnachten" und wendet seinen Schlitten.

Aber auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und so liegen Madita und Lisabet irgendwann satt und müde in ihren Betten, die Geschenke neben sich, aufgebaut und sind so, so glücklich und noch voller schöner Weihnachtsgefühle.

~ Astrid Lindgren ~