Sonntag, 1. Februar 2015

~ SonntagsWELLE mit Goethes Dauer im Wechsel ~

            Dauer im Wechsel



Hielte diesen frühen Segen, 
Ach, nur eine Stunde fest!
Aber vollen Blütenregen
Schüttelt schon der laue West.
Soll ich mich des Grünen freuen,
Dem ich Schatten erst verdankt?
Bald wird Sturm auch das zerstreuen,
Wenn es falb im Herbst geschwankt.
Willst du nach den Früchten greifen,
Eilig nimm dein Teil davon!
Diese fangen an zu reifen,
Und die andern keimen schon;
Gleich mit jedem Regengusse
Ändert sich dein holdes Tal,
Ach, und in demselben Flusse
Schwimmst du nicht zum Zweitenmal.
Du nun selbst! Was felsenfeste
Sich vor dir hervorgetan,
Mauern siehst du, siehst Paläste
Stets mit andern Augen an.
Weggeschwunden ist die Lippe,
Die im Kusse sonst genas,
Jener Fuß, der an der Klippe
Sich mit Gemsenfreche maß.
Jene Hand, die gern und milde
Sich bewegte, wohlzutun,
Das gegliederte Gebilde,
Alles ist ein andres nun.
Und was sich an jener Stelle
Nun mit deinem Namen nennt,
Kam herbei wie eine Welle,
Und so eilt's zum Element.
Laß den Anfang mit dem Ende
Sich in eins zusammenzieh'n!
Schneller als die Gegenstände
Selber dich vorüberflieh'n.
Danke, daß die Gunst der Musen
Unvergängliches verheißt:
Den Gehalt in deinem Busen
Und die Form in deinem Geist.

                  ~ Johann Wolfgang von Goethe ~

Einen schönen Sonntag, wünsche ich Euch ihr Lieben! ♥

HERZlich ~ Daniela



Samstag, 31. Januar 2015

~ Kuntergraudunkelbunt oder: Alles IST GUT! ~

Wenn ich aufhöre über Worte zu stolpern,
mich über zweifelhafte Aussagen zu wundern,
wenn ich mich nicht mehr interessiere,
für den Schwachsinn, den Menschen verbreiten,
wenn mir "gut" gemeinte Ratschläge nicht mehr auf die Nerven gehen,
ich nicht mehr erstaunt bin, über die Scheinheiligkeit einiger Zeitgenossen.
Wenn ich mich nicht mehr frage, wie ich Begrenzungen überwinde.
Wenn es mir egal ist, was um mich herum geschieht,
wenn ich mich entferne von den Menschen, die mir wichtig sind,
weil ich ihre oder meine eigenen Macken nicht ertrage.
Wenn ich nicht mehr frage,
mich nicht mehr ärgere über weltfremden Pseudo - Wunsch - Regel - Quatsch,
wenn ich mich nicht mehr stoße an geheucheltem Mitgefühl
und Doppelmoral,
wenn mir die Lücke zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit nicht mehr auffällt,
wenn ich mich nicht mehr am Detail erfreuen kann,
ich übergriffiges Verhalten dulde,
wenn ich nicht mehr das Gefühl habe über all das schreiben
zu wollen, mich mitzuTEILEN,
wenn ich beginne mich nicht mehr zu interessieren für Menschen
und ihre Anliegen,
dann habe ich resigniert.

Wenn ich nicht mehr mit einem guten Gefühl in den Tag starten kann,
mich nicht mehr an dem Geruch einer Tasse Kaffee,
einem Sonnenstrahl, einer frischen Knospe an einer Pflanze,
den leuchtenden Augen meiner Kinder,
dem Lächeln eines Fremden,
den Entwicklungen der Menschen um mich herum erfreuen kann.
Wenn ich statt Liebe & Freude zu leben nur noch bestrebt bin,
mir dieses Gefühl woanders zu holen,
wenn es mir nicht mehr gelingt, die kostbaren Augenblicke
eines Tages zu erkennen,
wenn ich mich nicht mehr austausche mit anderen Menschen,
wenn Musik nicht mehr zu mir durchdringt,
ein gutes Buch mich nicht mehr beglückt,
wenn ich mich nicht mehr heraus wage, aus meiner Kompfortzone,
den Regen auf meiner Haut nicht mehr spüre,
wenn ich mich isoliere in meiner eigenen kleinen Welt,
nicht mehr dankbar sein kann, für all die kleinen Dinge,
die das Leben mir jeden Tag schenkt.
Wenn ich vergesse, wofür es sich lohnt an jedem neuen Tag,
möge er auch noch so schwierig erscheinen mich in Bewegung zu setzen,
um meinem Ziel ein Stück näher zu kommen.
Wenn ich nur noch in Metaebenen herumschwebe,
über jeden Zweifel erhaben, weil ich den Eindruck habe,
sowieso alles schon erlebt zu haben,
dann habe ich aufgehört am Leben teilzunehmen.

Solange ich mich empöre, in Kontakt bin mit mir und mit Euch,
solange es mir FREUDE bereitet mit EUCH gemeinsam zu tanzen,
solange ich mich SPÜRE, solange es mir gelingt dieses LEBEN zu Lieben,
mich an den Haaren aus meinen eigenen Sümpfen zu ziehen,
mir gegebenenfalls Hilfe zu suchen, wenn ich´s mal nicht alleine schaffe. 
solange ich mich meinen Sturmfluten stelle, mich nicht verstecke
hinter rosa - rotem Wortgeschwalle,
solange ich denke, fühle und handle,
solange ich meinen Weg gehe, weil ich ihn gehen WILL,
mein eigenes Feuer mich wärmt,
solange ist alles gut mit mir!

Danke der Nachfrage! ;-)


Einen herrlichen  beLEBten Samstag wünsche ich UNS allen!

HERZlich ~ Daniela



Freitag, 30. Januar 2015

~ Ein kleines Glück ~

Eine Tasse Kaffee, ein Gedicht und eine Weile Ruhe,
so leicht geht Glück an manchen Tagen:

Am Strome

Ich kann oft stundenlang am Strome stehen,
Wenn ich entflohen aus der Menschen Bann;
Er plaudert hier wie ein erfahrner Mann,
Der in der Welt sich tüchtig umgesehen.

Da schildert er mir seiner Jugend Wehen,
Wie er den Weg durch Klippen erst gewann,
Ermattet darauf im Sande schier verrann,
Und jedes Wort fühl' ich zum Herzen gehen.

Wie wallt er doch so sicher seine Bahn!
Bei allem Plänkeln, Hin- und Widerstreifen
Vergißt er nie: "Ich muß zum Ozean!"

Du, Seele, nur willst in der Irre schweifen?
O tritt, ein Kind, doch zur Natur heran
Und lern' die Weisheit aus den Wassern greifen!

~ Georg Herwegh ~

HERZlich ~ Daniela


Donnerstag, 29. Januar 2015

~ Ein gutes Leben ~

Wenn jeder Tag ein guter Tag wäre und ein gutes Leben nur aus guten
Tagen bestehen würde, wie könnten wir dann wohl wissen,
dass es ein guter Tag ist, oder ein gutes Leben?
Und wann ist ein Tag gut, wann ist ein Leben ein gutes Leben?
Wenn ich einen Scheißtag habe und am Abend im Bett liege,
den Tag reflektiere, werde ich, wenn ich nicht völlig benebelt bin,
von der dunklen Wolke, die sich um meinen Tag hüllte immer ein
paar gute Augenblicke finden.
Wenn ich einen guten Tag habe, werde ich im Umkehrschluss
auch immer ein paar Augenblicke finden, die nicht so gut waren.
Ist nicht jeder Tag gut an dem wir leben?
An dem wir uns spüren?
Ist es nicht auch wunderschön, bei einem Spaziergang im Nieselregen,
den Wind peitschen zu spüren und im Anschluss das warme zu Hause zu genießen?
Ist es nicht gut sich, wenn auch in einem Streit zu begegnen,
und geht es nicht vielleicht in diesem Leben einfach darum,
auch an den weniger guten Tagen etwas Schönes zu finden?
Ist es nicht möglicherweise genau das, was ein gutes Leben ausmacht?
Unser Staunen nicht zu verlieren,
die kleinen kostbaren Augenblicke wahrzunehmen.
Das beste aus diesem Leben zu machen?
An jedem Tag?
Und geht es vielleicht nicht auch darum, sich das Leben so zu gestalten,
dass es eben nicht nur an 2 Wochen Urlaub im Süden  hängt,
ob ein Jahr gut oder schlecht war?
Dass es nicht nur an 2 freien Tagen in der Woche hängt, ob ich eine Woche als
gut empfunden habe?
Hat nicht jeder Tag verdient ein guter Tag zu sein?
Und wenn ich bemerke, dass meine Tage, meine Wochen, meine Monate,
schlimmstenfalls meine Jahre vorbeiziehen und ich nichts Gutes erkennen kann,
ausser an den Wochenenden, den Urlauben, den Feiertagen oder sonstigen
"Events", ist es dann nicht meine verdammte Pflicht etwas zu ändern?
Es mir schön zu machen?
Wir investieren Zeit und Geld in Freizeitaktivitäten, um abzuschalten,
um uns Spaß zu kaufen, um zur Ruhe zu kommen.
Wäre es nicht vielleicht viel effektiver Zeit und Geld in uns selbst zu
investieren?
Kein Mensch muss ein schlechtes Leben leben.
Wir alle haben die Fähigkeit das Beste aus unserem Leben zu machen.
Das  Beste an jedem Tag zu leben.
Finden wir heraus, was das Beste für uns ist
und dann tun wir es, immer weiter, denn so wie
das Leben niemals still steht, ist es auch mit einem
guten Leben, nichts bleibt für immer gut, wenn wir uns nicht bewegen.
Und nichts wird besser, wenn wir immer das gleiche tun.

Ich wünsche UNS allen einen richtig GUTen DONNERsTAG!

HERZlich ~ Daniela


Mittwoch, 28. Januar 2015

~ WellenMITTwoch mit Herbert Grönemeyer & FeuerLICHT ~


Halt, Ruhe & Feuerlicht ...

viel FREUDE mit Herbert Grönemeyer:

Hilf mir, dass mein Sturm sich legt,
Dass meine Flucht endet und weicht,
Leih mir einen Mantel, einen Weg,
Dass mir eine Richtung bleibt,
Und halt mich warm
Mit deinem Feuerlicht,
Und halt mich warm
Und vergiss mich nicht

Ich hab nichts mehr zu verlieren,
Wenn ich nicht schaff werd ich zur Last,
Such einen Platz in deinem Quartier,
Und nicht was du gespart hast
Nur etwas Halt in dem Dickicht,
Etwas Halt und sonst nichts

Nur eine Minute
Ruhig stehen,
Nur eine stille Nacht,
Die sich kümmert, mich bewacht,
die um mich weiß
Und nicht schweigt

Hast du noch Liebe irgendwo,
Steht vielleicht ein bisschen rum?
Ich bin der ungebetene Gast,
Zersplittert und verstummt
Mein Ass im Ärmel ist durchnässt,
Mein Ass im Ärmel ist mein letzter Rest

Nur eine Minute
Ruhig stehen
Nur eine stille Nacht,
Die sich kümmert, mich bewacht,
die um mich weiß
Und nicht schweigt

Nur eine Minute
Ruhig stehen
Nur eine stille Nacht,
Die sich kümmert, mich bewacht,
die um mich weiß,
Und nicht schweigt

Ich such keine grüne Wiese,
Suche einen sicheren Platz,
Für meinen Ideen und meine Kraft
Eine Hand

Nur eine Minute
Ruhig stehen
Nur eine stille Nacht,
Die sich kümmert, mich bewacht,
die um mich weiß
Und nicht schweigt


Herbert Grönemeyer ~ Feuerlicht

Dienstag, 27. Januar 2015

~ Vermissungsattacken? ~

Wenn ich eine Botschaft sende,
ist es dann eigentlich wichtig, ob ich mir sicher sein kann,
dass der Empfänger sie erhält?
Ich meine damit, macht es einen Unterschied,
ob der jenige Mensch noch unter uns weilt, oder nicht?
Wenn es uns wichtig ist, diesem Menschen etwas mitzuteilen,
etwas, das wir vielleicht nicht sagen konnten, als dieser Mensch
noch lebte, oder das uns noch gar nicht bewusst war,
macht es Sinn diesem Menschen das mitzuteilen.
Ich stelle mir diese Frage nicht, um Glaubensfragen zu stellen,
ich brauche auch kein Medium, das für mich Kontakt zu einem
toten Menschen herstellt.
Es liegt mir fern Diskussionen darüber zu führen, ob ein Mensch
nun an sowas glauben sollte, oder nicht.
Der Mensch glaubt doch meistens, was er glauben will, oder?
Nein, mir geht es darum, was es für mich, für uns bedeuten kann,
solche Botschaften zu senden.
Einfach mal einen Brief zu schreiben an einen Verstorbenen,
zu beten, ihn anzusprechen, in Gedanken, vielleicht in Träumen.
Jeder der einmal einen sehr nahestehenden Menschen verloren hat,
kennt sicher diese "Vermissungsattacken".
Falls mich nun jemand fragen will, wie man die stoppt,
kann ich nur antworten, dass ich das nicht weiss und es vielleicht auch
gar nicht möglich ist.
Wenn ich traurig bin, bin ich traurig, wenn mir ein Mensch fehlt, fehlt er mir.
Wir können lernen damit umzugehen, wir können Botschaften senden
und wir können unsere Kanäle öffnen.
Mir ist es oft so, als höre ich in meinen Gedanken die Stimme,
dieses Menschen und sehr selten sogar, werde ich wütend, wenn
ich sie wiedereinmal höre, wenn ich mich ertappt fühle in einer
Gedankenspirale, die mich runterzieht.
Oft muss ich dann innerlich lachen, weil`s doch echt ein wenig absurd ist, oder?
Mir fehlt ein Mensch, ich denke an ihn, höre seine Worte oder sehe sein Lachen
und werde wütend, weil er dann da ist, in meinen Gedanken, in meinem Gefühl?
Wenn dies geschieht, bin ich dann nicht in Kontakt mit diesem Menschen?
Hat dann nicht meine Botschaft Sinn gemacht?
Für mich hat sie das auf jeden Fall und aus der Vermissungsattacke
wird auch meistens sehr schnell ein: "Danke, dass ich Dich erleben durfte."


HERZlich ~ Daniela









Montag, 26. Januar 2015

~ Lieber Mensch ... ~

Lieber Mensch,

Ich freue mich von Herzen über Deine Fragen, Deine Anregungen,
Dein Interesse und Deine Ansicht.
Darüberhinaus interessierst Du mich.
Der Mensch, der Du bist.
Mich interessiert auch was Dich bewegt, was Dich berührt,
was Dich antreibt. Mich interessieren Deine Träume,
Deine Ziele, Deine Gedanken, Deine Gefühle, 
worüber Du lachen kannst, was Dich zum weinen bringt.
Mich interessiert, wie Du Probleme löst,
über Dich selbst hinauswächst.
Wie Du die dunklen Tage überstehst und
wie Du Deine sonnigen Tage gestaltest.
Mich interessiert wovor Du Dich fürchtest,
was Dein schlimmstes Szenario ist und
was Dein schönster Traum!
Ich höre Dir gerne zu, wenn Du mir etwas zu erzählen hast
und ich erzähle Dir etwas von mir, wenn mir danach ist.
Gerne mag ich mit Dir in Kontakt treten,
mich mit Dir austauschen, wenn es uns beiden etwas bringt.
Verwundert und damit kommen wir auch schon zum Anliegen
des heutigen Blogs, bin ich über Kontaktaufnahmen,
die sich auf die üblichen Floskeln beschränken:
So im Erstkontakt: "Hallo Daniela, wie geht es Dir?"
Dann antworte ich höflicherweise: "Danke Deiner Nachfrage, mir geht es gut."
Wenn dann eine Vorstellung deinerseits  erfolgt, weil Du möglicherweise der Ansicht
bist, dass MAN sich nun vorstellen sollte und mir schreibst oder sagst, was
Du beruflich machst und sonst nichts, weiss ich dann, was Dein Beruf ist,
und dass es Dir wichtig ist, mir das mitzuteilen.
Ich weiss aber nichts von Dir, Mensch!
Und ehrlich gesagt interessiert mich Dein Beruf nicht vorrangig.
Mich interessiert auch nicht vorrangig wie alt Du bist,
woher Du kommst oder ob Du 3 Autos, ein Boot und 5 Pferde
oder eine Hütte besitzt.
Ebenso wenig interessiert mich  wieviele Kunden Du täglich mit Deinem
Spam generierst oder ob Du den Durchbruch mit nem Universalreiniger
geschafft hast.
Ehrlich gesagt ist es nicht nur so, dass es mich nicht interessiert,
sondern ich verstehe diese Art der Unterhaltung nicht.
Ich kann so tun, als verstehe ich das, und nacheinander
Floskeln abspuhlen und mitmachen beim ich habe dies gelernt,
bin X Jahre alt und habe einen Abschluss in: Wie beeindrucke ich mein Gegenüber
nachhaltig, aber mal im Ernst, damit langweilen wir uns doch nur gegenseitig.
Also, Mensch wenn Dir daran gelegen ist Lebensläufe und Bewerbungsanschreiben
zu verfassen, find ich das super, nur bin ich der falsche Empfänger.
Wenn Du aber Lust hast, von Dir zu erzählen, dann fühl Dich frei.
Ich fühl mich auch frei zu entscheiden, ob ich Lust habe Dir zuzuhören. 

HERZlich ~ Daniela

Wellentanz