Mittwoch, 15. Oktober 2014

~ MusikWELLENMITTwoch ~

Es stimmt doch tatsächlich, denke ich mir gerade,
es genügt wirklich ein einziges Sandkorn,
um die ganze Welt zu verändern.

Mein persönliches Sandkorn ist gerade ein Lied.
Nun werden sich einige Menschen fragen,
wie ein einziges Lied die Welt verändern kann.
Es kann vielleicht nicht alle Kriege dieser Welt verändern,
aber es kann meine Welt verändern.

Mal angenommen ihr befindet Euch in einer
richtig blöden Situation,
eine Situation, die Euch für den Augenblick ausweglos erscheint.
Eure Gedanken kreisen immer wieder um das selbe Thema,
ihr versucht vielleicht Euch abzulenken,
zu lesen, Euch inspirieren zu lassen.
Ihr tauscht Euch mit Freunden aus,
oder lasst Euch vom TV berieseln,
aber so richtig will sich Eure Stimmung nicht ändern.
Die Gedanken kreisen immer wieder um dieses Thema,
ihr findet keine Ruhe.

So ging es mir gestern.
Nicht einmal mein sonst so heilsamer Aufenthalt
in der Natur hat geholfen.
Irgendwie schien die Sonne nur halb so hell
und auch die Farbvielfalt der Flora
erschien mir blasser als sonst.

Erst spät Abends, als ich einer Freundin
dabei behilflich sein wollte ein Lied zu finden,
erhellte sich meine Laune schlagartig.
Ich fand nämlich ein Lied,
nicht das Lied meiner Freundin,
sondern ein Lied,
an das ich seit Jahren immer mal wieder dachte,
ich konnte mich weder an die Band,
noch an den Titel des Liedes erinnern,
nur einige Textfetzen waren mir im Gedächtnis geblieben.

Plötzlich zeigt mir diese Vorschlagsliste in YouTube
den Titel an, der dem Refrain gleicht,
aus dem mir einige Fetzen hängen geblieben sind.
Auf gut Glück öffne ich also den Link
und höre dieses Lied.

Ein Lied, das mich innerhalb weniger Sekunden
in einen glückseeligen Zustand versetzt,
mich an eine Zeit erinnert,
in der mir Leben so leicht erschien.
Ich erinnere mich daran, wie ich beim ersten Ton
die Tanzfläche stürmte und plötzlich in einer anderen Welt war,
einer Welt aus Gefühl, Ich spürte Freiheit, Liebe und
tiefe Freude.

Wie erstaunlich gut der Text zu mir und meinem Gefühl passt,
wurde mir erst beim genauen hinhören bewusst und
was dieses kleine Lied, gestern und heute für mich
getan hat. gleicht einem kleinen Wunder,
es hat mich erst gewärmt, dann getragen
und mir letztlich 2 Fragen gestellt,
die mir eine neue, eine hoffnungsvolle Perspektive
auf die derzeitige Situation schenkt.
Darüberhinaus veränderte sich MEIN Umgang mit meinen
Mitmenschen, ich konnte wieder lachen,
und habe zumindest meine Kinder und
meine engsten Freude für einen Augenblick anstecken können,
und vielleicht den einen oder anderen von Euch ebenfalls. :-) 

All das und noch viel mehr kann Musik,
und so verstehe ich sie am besten!!!

Genießt Eure Zeit in musikalischer Begleitung - wenn IHR mögt!

HERZlich ~ Daniela

Iris ~ Annie would I lie to you


 

Dienstag, 14. Oktober 2014

~ Die kleinen Leute von Swabedoo ~

Mir ist eine soooo schöne Geschichte begegnet,
die möchte ich HEUTE gern mit EUCH teilen:

Die kleinen Leute von Swabedoo

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel, und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem Anderen ein Pelzchen. Es war sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, dass er etwas Besonderes ist, es ist ein Art zu sagen „Ich mag dich!“ Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumiges an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht alleine dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rand des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein – aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können – und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle.

An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. „Ist es heute nicht ein schöner Tag?“ fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. „Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen“ sagte der Kleine, „hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für dich bestimmt, sonst hätte ich es schon lange verschenkt.“ Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, dass auch keiner ihnen zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: „Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, dass du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der dir über den Weg läuft, verschenkst?“ erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedoodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als er sagte: „Hab ich es nicht gesagt! Kaum mehr als 217 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!“ damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, dass er gar nicht darüber nachdachte, dass das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang – wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen?

Auch der Kobold wußte das – doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewußt, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.

Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. „Wie schön dieser Tag ist!“ rief der Freund, griff in seinen Beutel und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen sondern wehrte es mit den Händen ab.“Nein, nein! Behalte es lieber,“ rief der Kleine, „wer weiß, wie schnell dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du dann ohne Pelzchen da!“ der Freund verstand ihn nicht, zuckte mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit, und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zu anderen sagte: „Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes, weiches Pelzchen für dich. Ich muss darauf achten, dass sie mir nicht ausgehen.“

Am kommenden Tag hatte sich dies alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann, seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Überlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann wäre es zumindest nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die mit kleinen stellen und schon etwas abgenutzten. Die kleinen Swabedoodahs wurden misstrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, dass sie ihre Pelzbeutel nachts unter den betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wie viele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wie viele Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, dass die Anzahl begrenzt sei und rief dann die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wie viele Pelzchen eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müsste. Wirklich, es gab sogar einige fälle von Pelzchenraub! An dämmrigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Strassen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.

Oben am Waldrand saß der große grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände. Das Schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken, und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren fällen bis zu Boden geneigt umher. Die Pelzchenbeutel schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, dass die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und es besser wäre, sie im Hause zu lassen und dort einzuschließen. Es dauerte nicht lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel antreffen.

Der große grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wenn er, wie das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich.

Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Stattdessen wurde er misstrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutete dieses Verhalten die „wirkliche Welt“!

In Swabedoo ereigneten sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab – wer weiß es genau? – starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war sehr groß.

Als der große grüne Kobold davon hörte, war er richtig erschrocken. „Das wollte ich nicht!“, sagte er zu sich selbst, „das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen doch nicht den Tod gewünscht.“ Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.

Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligem Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein, weil es so schön kalt war, so angenehm prickelte, wenn er es anfasste. Aber nicht nur das, er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie ihm gehörten und immer, wenn er davor saß und sie ansah, war das Bewusstsein, einen großen Reichtum zu besitzen, für den Kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl.

Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoodahs sah, beschloss er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte ungezählte Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach Swabedoo.

Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, dass sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.

So geschah es, nach und nach, immer häufiger, dass ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurück gab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort, o nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu fest in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte es aus den Bemerkungen heraushören:
Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?
Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind?
Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein! Das soll mir nicht noch einmal passieren.
Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.

Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurück gekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eckig waren und so schwer, dass man sie nicht mitnehmen konnte. Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoodah sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, dass jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht umher gingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, dass er hinausging und sah, wie die Welt „wirklich ist“!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! – hier und dort, immer wieder. Ob du vielleicht auch eines Tages ....?

     ~ Verfasser leider unbekannt ~

Lasst UNS HEUTE ein wenig Wärme verschenken,
lasst UNS den Menschen eine FREUDE machen.

HERZlich ~ Daniela








Sonntag, 12. Oktober 2014

~ Wellengeschichte: Das sinkende Boot ~

Das sinkende Boot


Der persische Weise Nasrudin befand sich einmal auf einer Fähre,
die einen breiten Strom überquerte.
Neben ihm stand ein Gelehrter, der angesichts seines immensen Wissens
arrogant und aufgeblasen tat.
Er fragte Nasrudin: “Haben Sie jemals Astronomie studiert?”
“Nein.” antwortete Nasrudin.
“Oh, da haben Sie aber viel von Ihrem Leben vergeudet!
Mit dem Wissen über die Sterne kann ein Kapitän
ein Schiff durch alle Weltenmeere navigieren.”
Der Gelehrte fragte dann: “Haben Sie jemals Meteorologie studiert?”
“Nein.” antwortet Nasrudin.
“Nun, dann haben Sie auch hier große Teile Ihres Lebens verschwendet!
Wer über die Winde und das Wetter weiß, kann ein Schiff sicher und schnell
von einem Ort zum anderen bringen.”
Es folgte die Frage: “Und haben Sie wenigstens die Meereskunde studiert?”
“Nein, antwortete Nasrudin.
Mit mitleidigem Lächeln sagte der Gelehrte:
“Zu schade, wie Sie auch hier Ihr Leben verschwendet haben!
Die Kenntnis der Ströme ist unerlässlich um ein Schiff zu steuern.”
Einige Minuten später stand Nasrudin auf,
um ans Ende des Schiffs zu gehen.
Beim Vorbeigehen fragte er den Gelehrten:
“Haben Sie jemals schwimmen gelernt?”
“Nein, dazu hatte ich keine Zeit.”
“Dann haben Sie Ihr ganzes Leben verspielt, denn dieses Boot sinkt gerade.”

~ aus Wiedergefunden von Alan Cohen ~


Ich wünsche Euch heute viel Freude mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben! ♥

HERZlich ~ Daniela 



 

Samstag, 11. Oktober 2014

~ Sturmwellen ~

Leben passiert!

Erinnert ihr Euch noch?
Ja, es passiert einfach und manchmal fragt es nicht,
ob wir das, was wir nun schon wieder vor die Füße geschmissen
bekommen gerade gut gebrauchen können, oder nicht.

Es passiert.
Plötzlich ist es da.
Oder auch nicht, denn häufig ist es doch so,
dass wir eine Vorahnung haben, ein persönliches Worst Case Szenario,
wir sehen es kommen und wissen es wird Einfluss auf unser Leben haben,
möglicherweise auf das Leben unserer Kinder und wir können rein gar
nichts dagegen tun.

Ob es nun Kombinationsgabe ist, oder die Information von
wo auch immer kommt, wir haben Zeit uns an den Gedanken
zu gewöhnen. Ein Resthoffnungsschimmer bleibt vielleicht,
dass es doch noch ganz anders kommen könnte,
aber tief im Inneren wissen wir, es wird so sein.

Eines Tages dann, wir denken schon gar nicht mehr dran,
erhalten wir genau diese Nachricht.
Der Worst Case ist eingetreten.
Es schockiert uns nicht einmal, weil wir es ja geahnt haben.
Nur bringt uns das rein gar nichts, wenn es Personen verletzt,
die wir über alles lieben.
Wenn es alte Wunden berührt, die zu heilen eben genau das NICHT gebraucht hätten,
oder doch?

Ich frage mich WOZU und ich frage mich wie viele Wellen
dieser Art da eigentlich noch kommen können,
vielleicht kommen müssen,
um über etwas hinauszuwachsen, das offenbar ein
Teil unseres Lebensplans ist.

Ich weiss, all diese Fragen führen zu nichts,
denn letztlich ist es doch so,
dass diese Situation nun DA ist und ich und wir- wie auch immer -
damit umgehen müssen.
Das beste daraus machen,
die Bruchstücke zusammenkehren
und etwas neues daraus bauen,
das ist es was bleibt und vielleicht zu einem
späteren Zeitpunkt den Sinn erkennen,
der uns im Augenblick verborgen bleibt.

So leicht wirft uns nichts um, aber dieses ewige im Zentrum des Sturms stehen,
kann schon auch wirklich anstrengen.

Es geht weiter, das weiss ich und für den Augenblick
bleibt mir nichts anderes übrig, als zu Vertrauen,
ins Leben und darauf, dass auch diese Situation für irgendetwas
gut ist. 


HERZlich ~ Daniela





Freitag, 10. Oktober 2014

~ ZEITsprünge & Gefühlswellen ~

November 2011

Hui ... was war das?
Ich liege auf der Couch und habe das Gefühl mein Kopf explodiert.
Welch` ein grandioser Abend da hinter mir liegt,
kann ich in dem Augenblick nicht begreifen.
Ganz im Gegenteil.
Ich habe Angst und ich habe das Gefühl durch einen
Tornado gewirbelt worden zu sein.
Mein Handy klingelt:
"Und wie war Dein Date?" fragt aufgeregt die Stimme meiner Freundin.
"Das war kein Date!"
"Okay. Was war es dann? War es nicht nett?"
"Es war nicht nett, es war irgendwie nicht von dieser Welt,
ich kann es noch nicht erklären und reden kann ich darüber auch nicht.
Ich habe Migräne und meld mich bald bei Dir, okay?"
"Ja, gut. Meld Dich, wenn Du etwas oder mich brauchst."
"Das mache ich, danke!"

Nein, das war kein Date und wenn es etwas ganz und gar nicht war,
dann ist das nett.
Ich hatte sowas noch nie zuvor erlebt,
es war so VERTRAUT vom ersten Augenblick an,
und dieser erste Blick war kein gewöhnlicher Blick,
es war ein Blick in die Tiefe, und es war wie ein Spiegel,
und wie eine sternenklare Nacht, und er hat auch nicht aufgehört dieser
Blick, irgendwie ist er immer noch, denke ich.
Man, klingt das kitschig, haut mein Verstand dazwischen.
Kitsch war da nicht auch kein einziges sinnloses Wort,
Lachen war da viel und ein Augenblick des gemeinsamen Weinens,
krass war es, weil all die Worte, so wenig Gewicht haben,
neben dem, was da zwischen den Worten geschah.

Und was ist da eigentlich geschehen?
Es dauert drei Tage, bis wir uns wieder hören.
Wir sind beide unsicher und wir beide spüren den
aufgewirbelten Schmerz, wir beide fühlen darüberhinaus
eine Verbindung die uns Angst macht und  wir spüren,
dass uns die gleiche Sehnsucht treibt, die gleiche Frage,
der selbe Traum.
Wir haben die gleichen Illusionen durchlebt,
die gleichen Träume begraben,
die gleiche Herzlichkeit,
die Wut, die da in uns schlummert.
"Daniela, ich segne den Tag, an dem Du aus vollen Herzen wüten wirst."

Du würdest Dich fürchten, wenn Du mich wüten sehen würdest,
dachte ich damals und heute weiss ich, Du schwebst da irgendwo
auf Deiner Wolke und lachst Dich schief, wenn ich wütend um mich schnappe.

Wie behutsam wir waren miteinander, kommt mir in den Sinn
und wie unbeholfen komisch.
Wieviel wir bewegt haben in der kurzen Zeit,
die wir uns begleiteten.

Wie tief der Abdruck ist, den Du hinterlassen hast und
wie paradox, dass ich denke, nein, dass ich weiss,
dass ich ohne diese Begegnung mit Dir einen solchen
Verlust wahrscheinlich niemals verkraftet hätte.

Du fehlst mir.
Ganz besonders zu dieser Jahreszeit,
wenn die Sonne durch die goldenen Baumkronen bricht.
Ich sehe uns noch in Deinem Auto sitzen,
darüber rätselnd, ob das wirklich eine Sternschnuppe war.
Ich vergesse sie nie, die wortlosen Augenblicke,
den Ton in Deinem Blick.
Deinen Enthusiasmus, Deinen unerschütterlichen Glauben
an etwas für das andere Menschen ein bedauernswertes Lächeln,
Neid, Unverständnis übrig hatten.
Die Anfeindungen, die subtilen Angriffe und Deine klare
Haltung diesen Menschen gegenüber.

"Ich brauche diese negativen Menschen NICHT in meinem privaten
Umfeld."
Dennoch, glaubtest Du an das Gute in jedem Menschen.

Und wenn ich eines von Dir gelernt habe,
ist es an diesem Glauben festzuhalten.
Zu vertrauen, mir selbst zuerst und den Menschen,
denen ich mein Vertrauen schenken mag.
Dieses Leben zu lieben, die Menschen
zu nehmen wie sie sind und mich nicht mehr zu verbiegen.

Wenn es doch nur Worte geben würde,
die annähernd ausdrücken könnten,
wie sehr ich Dir danke für all das Leben,
die Liebe und den Sinn, den es macht.

Ja, ja, ich weiss ich soll mir selbst danken.
Mach ich ja und DIR!

 ♥

Mehr Worte habe ich heute nicht, nur Gefühl!!

HERZlich ~ Daniela






Donnerstag, 9. Oktober 2014

~ Stolperwortlawine ~

Ihr kennt ja nun schon meine Stolperworte.
Die alleine haben´s für mich ja schon in sich ...
dann gibt´s Menschen, die hauen mir tatsächlich Sätze um die Ohren,
da wird´s mir ganz schwindelig vor Stolperworten ...
und in der folgenden Kombination ist es dann vielleicht auch kein Stolperwortsatz,
sondern eine ganze Stolperwortlawine ...

"es kann nicht immer funktionieren ... Folgende Situation: Du verliebst dich und bist "bereit", 
deine Tür zum Herzen zu öffnen ... DER ANDERE will aber nicht ... " 

und als würde der Satz allein nicht genügen, ist er die Antwort auf dieses zauberhafte Zitat:

"Das Öffnen des Herzens ist nicht etwas, das man tun kann, 
sondern etwas, das geschieht. 
Der Schlüssel dazu ist Bereitschaft.
Sobald Sie bereit sind, etwas anzunehmen, 

öffnen sich die Türen Ihres Herzens, 
und zwar so weit, wie Ihre Bereitschaft reicht."

~ Safi Nidiaye ~

Spielen wir doch vielleicht erstmal gemeinsam "Finde die Stolperworte!"

ok ... ich mach das einfach mal schnell: VER-LIEBEN, FUNKTIONIEREN & HERZ ÖFFNEN in einem Satz ... 


So nun zu meinem ersten Stolperwort: VER - LIEBEN 

sieht komisch aus, die Worttrennung, oder?
Für mich NICHT, 
denn dieser VER - Zustand steht meiner Ansicht nach in keiner Relation zu LIEBEn. 
VERLIEBT sein, verklärt die Liebe und ist für mich ungefähr ähnlich erstrebenswert wie beTRUNKEN oder VERwirrt zu sein. 
Klingt unromantisch? 
Ist es auch, zumindest aus der Perspektive des "verliebt seins" betrachtet. 
Ich mag Romantik gern, echte Romantik, 
die für mich nicht unbedingt an eine andere Person gebunden ist, 
sondern einfach aus einem Augenblick der LIEBE entsteht 
auch gemeinsam mit einem anderen Menschen, aber nicht ausschliesslich.
LIEBEN kann ich unabhängig von der Antwort des Menschen, den ich liebe.
Verliebt sein hingegen verlangt in meinem Verständnis einfach zu oft nach Gegenliebe. Verständlicherweise werde auch ich gern geliebt, 
also ich nehme gern Liebe an, 
allerdings bitte ohne die Forderung zurück geliebt zu werden. 
Das tue ich von ganz allein, wenn eben LIEBE da ist. 
Liebe ist ein Geschenk, das ich gern gebe und gern annehme, 
wenn es sich WAHR anfühlt, für mich. 
Ob mich dieses FÜHLVERSTEHEN vor "verliebt seins" Gefühlen schützt? 
NEIN! 
Es lässt mich aber aufmerksamer HINschauen, 
warum ich mich gegebenenfalls verliebe und was ich in dem Menschen zu finden glaube, 
denn möglicherweise, hat dieses Gefühl, mehr mit mir selbst zu tun, 
als mit dem Menschen, in den ich mich verliebe.

weiter geht´s mit HERZ ÖFFNEN: 

Ausgehend davon, dass ich nicht den geringsten Einfluss auf die 
Gefühle, Gedanken, Handlungen, 
oder auch die Bereitschaft sich zu öffnen von anderen Menschen habe, 
sagt für mich das o.g. Zitat eigentlich alles, was es für mich dazu zu sagen gibt. 
Ich öffne mich, mein Herz, weil ich bereit dazu bin, 
weil ich vertraue, meinem eigenen Gefühl und dem des anderen Menschen 
... und ich öffne mich in dem Maße, wie ich eben bereit dazu bin, 
unabhängig davon, wie sehr ein Mensch sich wünscht, dass ich mich öffnen würde ... 
es ändert nichts an meiner Bereitschaft dazu ... nicht direkt zumindest. 
Vielleicht wächst mein Vertrauen zu mir selbst, 
und damit die Bereitschaft mich einem anderen Menschen zu öffnen, 
aber sicher nicht dadurch, dass diesbezüglich jemand Druck ausübt.

und als letztes eines meiner LieblingsUNworte, wenn ´s um Gefühle geht: 

FUNKTIONIEREN

... und promt denke ich an eine Betriebsanleitung für zum Beispiel ´ne Waschmaschine, 
die tatsächlich funktioniert, wenn ich lesen kann und den Anweisungen folge.
Im Gefühl funktioniert gar nichts, 
weil es perfekt ist, so wie es sich eben zeigt,  
ich kann nicht machen, 
dass etwas sich gut für jemanden anfühlt, 
nur weil ich das so will,
ich kann auch nicht machen, 
dass ein Mensch mich liebt, 
sich mir öffnet 
oder mein Freund sein will.

Ich kann all das für einen anderen Menschen sein, 
weil ich es fühle & sein will 
und mit ganz viel Glück begegne ich Menschen, 
die genau das auch für mich sein wollen, 
weil es einfach passt und sich für jeden 
genau SO gut anfühlt, wie es eben IST
& sich weiter entwickelt.

Was ich tun kann, wenn ich einen Menschen liebe, 
der sich mir nicht öffnen kann oder will? 
Ich kann zielgerichtet diesen Menschen LIEBEN und leiden, 
solange es mir gut tut, oder so leidensfähig ich eben bin,
oder mich auf das GEFÜHL, 
den WEG -LIEBE- fokussieren, 
die WAHL treffe immer ich 
& romantischerweise vertrete ich die Ansicht, 
dass sich findet, wer oder was zusammengehört, 
nur habe ich eben keinen Einfluss darauf, 
wer das gern zu sein hätte & wann. :-) 

Ich wünsche UNS allen eine LIEBEvolle Zeit jenseits von funktionierenden Gefühlsanweisungen! ♥

HERZlich ~ Daniela








 


Mittwoch, 8. Oktober 2014

~ MusikWELLE mit Enno Bunger: Roter Faden ~

Ich mag rote Fäden und neuerdings auch den Enno Bunger.
Welch` treffend grandioser Text mir da heute begegnete,
schaut mal:


Sorgfältig gebunden, gebogen und verwebt
Gesucht und Gefunden, Verknotet, Festgedreht
Eine klare Linie, ein Auffälliges Rot
Schreie aus der Tiefe, einem Puls vom Echolot
Unsere Verpflichtungen,
wir ziehen an einem Strang
Jeder in seine Richtung und dann ein letzter Abgesang
Du irrst Nachts durch die Straßen und dir wird mehr und mehr bewusst
Du und dein roter Faden hängen haltlos in der Luft
Frei und doch Gefangen, dein Roter faden, Losgelöst, Abgetrennt
Dein Herz hält fest daran mit jeder Faser
fest verknüpft, fest verknüpft
Ein paar Tritte in den Magen und ein leiser Knall
Es wird schwer sein zu ertragen
Schwermut kommt nach dem Fall
Was sind auch schon vier Jahre
Alle Wunden heilt die Zeit
Das Gras wächst immer höher und du beißt fast hinein
Du und dein roter Faden hängen haltlos in der Luft
Frei und doch Gefangen, dein Roter Faden, Losgelöst, Abgetrennt
Dein Herz hält fest daran mit jeder Faser
fest verknüpft, fest verknüpft
Du und dein roter Faden hängen haltlos in der Luft
Frei und doch Gefangen, dein Roter faden, Losgelöst, Abgetrennt
Dein Herz hält fest daran mit jeder Faser
fest verknüpft, fest verknüpft


Enno Bunger ~ Roter Faden

Einen beZAUBERnden MITTwoch wünsche ich Euch!

HERZlich ~ Daniela