Montag, 23. Dezember 2013

~ HERZlichkeit ~

In den letzten Tagen begegnet mir immer wieder das Wort Herzlichkeit, 
eine gute Gelegenheit für mich einmal zu hinterfragen, 
was genau das für mich bedeutet und inwieweit ich sie lebe, diese Herzlichkeit, 
die für mich eine Art Lebenseinstellung ist. 
Irgendwann einmal entschied ich für mich meine Wege aus dem Herzen heraus zu wählen und Menschen so freundlich und herzlich zu begegnen , wie mir eben möglich. 
Vor wenigen Tagen noch schrieb ich in einem bewegenden Austausch mit einer Freundin, 
dass es mir durchaus möglich ist auch herzlich wütend zu sein und besonders herzlich zu fluchen.

Herzliche Klarheit finde ich super & einen achtsamen Umgang miteinander. 
Nun sind Menschen sehr verschieden und von Zeit zu Zeit, begegnen mir welche, 
die halt nicht so herzlich sind, was ja dann auch ok ist, 
allerdings erscheint mir, lösen freundliche Worte, ein Lächeln, oder ein in der virtuellen Welt gepostetes Herz (in meiner Welt ein Zeichen der Wertschätzung für etwas, das mich genau dort berührt, nämlich im Herzen) merkwürdige Reaktionen aus, von Anfeindungen, bis zu den interessantesten Beurteilungen lässt sich da so ziemlich alles finden.

„Kannst Du auch mal etwas dazu schreiben und nicht immer nur diese blöden Herzen posten?“

Könnte ich, wenn ich wollte, will ich aber nicht und falls doch, schreibe ich.

Welchen Sinn könnte es machen Inhalte zu kommentieren, zu denen man NICHTs zu sagen hat?

„Dieses Herzchengeposte ist oberflächlich!“ … interessante Frage, finde ich, auch oder gerade im Vergleich zu möglichen Worten, die an Stelle eines Herzens gepostet werden oder der unHERZlichkeit mancher Zeitgenossen im täglichen Leben,
die dann im Umkehrschluss als Tiefe gedeutet werden würden?

Vielleicht mag mir das jemand bei Gelegenheit beantworten.

„Ich würde ja gern anders, kann ich aber nicht, demnach bleibt's herzlich bei mir!“ … sind im Übrigen Worte, die ich kommentierte und die in der Rückbetrachtung nicht ganz wahr sind, 
denn ich würde nicht einmal gern anders.

Ich finde Herzlichkeit fantastisch, ich mag freundliche Worte, ich liebe Harmonie & klare Wahrheit mag ich am allermeisten und wenn´s gelingt diese herzlich zu transportieren, ist es ein Freudenfest für mich.

Es gab mal einen Menschen, der folgendes als kryptischen Wahnsinn bezeichnete: [:-)] … diese Zeichenfolge entstand als Bild für einen Satz, der mich begleitet : „Protect your joy!“ … mir erschien es eingängiger, weniger aufwendig und freundlicher, dieses Zeichen zu benutzen und witzigerweise gab es einige Menschen, die das Zeichen auf Anhieb verstanden. Ich könnte mir vorstellen, so oder so ähnlich entstand einmal die Symbolsprache.

Für den einen ist es kryptischer Wahnsinn, für den anderen ein Lächeln und wieder andere erkennen darin ein bedeutungsvolles Bild.

Wie auch immer, Menschen sind unterschiedlich, das macht dieses wundervolle Leben gerade so spannend und ich schließe mit dem Satz: „Bei mir bleibt´s HERZlich!“

Ich wünsche UNS allen ein gesegnetes Weihnachtsfest in HERZenswarmer Atmosphäre & FREUE mich den heiligen Abend mit meinen unterschiedlichsten Lieblingsmenschen zu verbringen! ♥

[:-)]



Montag, 16. Dezember 2013

~ Merkwürdige Begegnungen ~

Manchmal begegnet man nach ewiger Zeit Menschen wieder.
Menschen, denen man sich einmal sehr verbunden fühlte.
Menschen mit denen man Zeit, Gefühl und einen Teil seines Lebens verbrachte.
Nun kommt es vor, dass man sich aus den unterschiedlichsten Gründen,
nach einer solchen Verbindung aus den Augen verliert.
In diesem hier beschriebenen Fall, geschah dies ganz bewusst und in dem Wissen,
dass man sich gegenseitig einfach nicht mehr gut tut.
Was bleibt sind Erinnerungen, bestenfalls Reflexionen und wenn´s richtig gut läuft,
ein Platz im Herzen des jeweils anderen.
So vergehen die Jahre, ein jeder lebt sein Leben und nach einer gefühlten Ewigkeit
trifft man sich "zufällig" wieder. Unter Umständen passiert so etwas an einem Sonntag Nachmittag beim Familienausflug zum Weihnachtsmarkt mit Kindern & Großeltern.
So, dass dann auch keine Ausweichmöglichkeit besteht.
Nun kann es vorkommen, dass man sich nun frontal gegenübersteht und gezwungen ist etwas zu tun oder es eben zu lassen.
Merkwürdig um nicht zu sagen paradox gestaltet sich eine solche Situation,
wenn dieser Mensch, dem man da begegnet sich in ein Gespräch mit den großelterlichen Begleitern vertieft und man selbst daneben steht und ein herzliches Lachen unterdrückt, um diese Situation nicht vollends in einem Drama enden zu lassen.
Wie reagiert man nun in einem solchen Augenblick, indem die gemeinsam verbrachte Zeit wie ein Film an einem vorbeirauscht und man sich vorkommt, wie in einer schlecht inszenierten Komödie?

Ich dachte einige Sekunden darüber nach, einfach weiter zu gehen &
dieser Situation keine weitere Bedeutung zu geben.
Entschied mich dann allerdings naturgemäß dazu, diesem Menschen NEU zu begegnen.

Es waren nur Sekunden, die wir uns ansahen und begrüßten.
Sekunden die mir ermöglichten alles was da noch ungeklärt war, seit mehr als 10 Jahren für mich
in Ruhe abzuschliessen.

Dafür bin ich dankbar & für einen weiteren Desillusionierungsaugenblick in meinem Leben!

UNS allen wünsche ich eine HERZliche Vorweihnachtswoche & FREUDE an der BEGEGNUNG mit MENSCHen.  ~♥~


Thomas D. - Uns trennt das LEBEN ♥


Samstag, 7. Dezember 2013

~ Ein Päckchen voller LIEBE ~

Gestern erreichte mich ein besonderes Geschenk 
und mit ihm eine Welle der tief empfundenen Freude.

Antoine de Saint-Exupéry schrieb einmal:

"Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.“


Ich fand sie nach einem eher stürmisch bewegten Tagesbeginn in meinem Briefkasten.
Ein Päckchen gefüllt mit LIEBE von einem Menschen, dem ich noch nie persönlich begegnet bin.
Ein Mensch, der sich wie so viele Menschen hinter einem Profil einer Social – Media Plattform befindet.
Ein Mensch, der mich von Beginn an inspirierte, mit seinen Worten, seiner Energie und dessen persönlicher Ausdruck mich nachhaltig beeindruckte.
Aus dieser Kontaktbestätigung bei Facebook wurde im weiteren Verlauf eine herzliche Begegnung, ein behutsames (er)spüren des Gegenübers, ein wahrhaftiges öffnen, ein wertvoller Austausch bis hin zu einer HERZensfreundschaft. Ein wenig erinnert mich diese Art der Begegnung an Brieffreundschaften, die ich in meiner Kindheit und Jugend pflegte. Über den energetischen Austausch, der mir so gut tut, mit meiner Herzendfreundin hinaus, gibt es viele tiefe, geschriebene und gesprochene Worte.

Auch so etwas „besonderes“ kann entstehen, mit Hilfe eines Mediums wie Facebook, das auf so unterschiedliche Weise genutzt wird, wenn 2 Menschen sich offen begegnen.
Ich bin von Herzen d a n k b a r für diese einzigartige Begegnung und freue mich über die gemeinsame Entwicklung.

Es ist soooo schön, dass es DICH & UNS gibt, KRISTINA!

D A N K E für DICH & DEINE LIEBE! 



Ein Päckchen voller LIEBE!

Dienstag, 3. Dezember 2013

~ vorweihnachtliche Sturmflut ~

Als ich vorhin zu schreiben begann, 
dachte ich es wäre schön etwas über die Vorweihnachtszeit zu schreiben, 
die angenehme Atmosphäre, die sich in den Herzen ausbreitet, 
den Duft von Zimt und Anis, der mir beim Gedanken an diese Zeit in den Sinn kommt, 
die Nachmittage bei Kerzenschein mit meinen Kindern und Weihnachtsgeschichten. 
Ich liebe diese Zeit und genieße sie, so gut es geht.

So gut es eben geht, weil sie auch bedeutet sich in überfüllten Konsumtempeln, 
Zügen oder stundenlang im Stau aufzuhalten. 
Der Besuch eines Weihnachtsmarktes entwickelt sich zu einem Geschiebe von einem Glühweinstand zur nächsten Würstchenbude. 
Hier riecht irgendwie nichts nach Weihnachten, 
wie ich es verstehe und BeSINNlichkeit kann ich nicht spüren.

Das mag auch an meiner eigenen derzeitigen Stimmung liegen, 
die mir zum Ende des Jahres noch einmal eine richtig bewegte Sturmflut schickt.
Ehrlich gesagt fühle ich mich ein wenig am Ende meiner Kräfte angelangt 
und könnte BeSINNung gut gebrauchen. 
Immer wieder geht es um mein Gleichgewicht, um Stabilisierung 
und darum eigene ungelebte Anteile zu erkennen, anzunehmen und letztlich darum sie auszudrücken, ohne sie zu bewerten oder gar zu richten. Es geht um unterdrückte Gefühle, um unbestimmte Sehnsucht und es geht immer wieder auch um Tod, um Verlust, um Angst und darum auch diese anzunehmen.

Es geht um innere Kämpfe und darum sie loszulassen. 
Mir wird immer bewusster, wie überlebenswichtig es für mich war, 
bestimmte Gefühle abzuspalten, die es jetzt noch einmal neu zu durchleben gilt. 
Es fällt mir nicht immer leicht, nicht aktiv in diese Prozesse einzugreifen. 
Jedoch stellen sich bei jedem Versuch mich selbst zu überholen körperliche Schmerzsymptome ein, oder die scheinbar unbedeutendste Handlung meines äußeren Umfeldes triggert mich zu emotionalen Sturmfluten, deren Intensität mich sehr schnell daran erinnert in mich zu gehen um zu schauen, was da wirklich passiert in mir.

Ich erlebe Momente der tiefen Traurigkeit und Verzweiflung, ebenso wie Augenblicke der puren Freude und Dankbarkeit, für jeden weiteren Schritt hinaus aus einem Konstrukt, welches mich schützen und halten sollte, dessen Strukturen mich aber gleichermaßen begrenzen.

In dieser Zeit wird mir wieder einmal bewusst, wie gut es tut, dass da Menschen sind, die in Liebe mit mir sind, mich immer mal wieder daran erinnern, dass es sich bei meinem Weg nicht um Hochleistungssport handelt.

Bei aller LIEBE & allen LICHTvollen Augenblicken, die mir in dieser Intensität wahrzunehmen geschenkt werden, bei allem Vertrauen in mich und meinen Weg, bleiben eben auch diese Momente und bei allem annehmen was ist und wie es ist, bleiben eben auch Verhaltensweisen, Einstellungen, Bewertungen, Menschen, die in meiner Welt keinen Platz haben.

Mein Wegweiser in dieser Zeit und eigentlich immer, ein Zitat von Richard Bach aus seinem großartigen Buch Illusionen.

"Your only obligation in any lifetime is to be true to yourself."



wenn es mir dazu noch gelingt einen liebevollen Blick auf meine Wahrheit zu behalten, bin ich mir sicher auch aus dieser Sturmflut wohlbehalten und gereift aufzutauchen.


Uns allen wünsche ich eine beSINNliche, friedvolle & wahrhaftige Vorweihnachtszeit! ♥



Montag, 25. November 2013

~ Verlieren und FINDEN im Wellentanz des Lebens ~

Wer sich in den Ozean des Lebens wagt, begibt sich auf eine heldenhafte Reise so scheint mir.
Ein jeder von uns, der sich an einem Punkt seines Lebens bewusst entscheidet (entscheiden musste),
ob und wie er leben will, hat erst einmal eines - einen nicht zu unterschätzenden MUT.
Mir persönlich war es erst einmal gar nicht bewusst, wie mutig es ist,
diesen Weg zu gehen und mir scheint so geht es den meisten Menschen,
die sich einmal entschieden haben sich in die Fluten zu stürzen.
Noch ein Gefühl erscheint mir, welches ich mir gern einmal selbst abspreche,
das aber eine Voraussetzung ist für dieses Wagnis:
grenzenloses VERTRAUEN in etwas unkontrollierbares, nämlich das L E B E N.
Es ist ein Urvertrauen, das in jedem von uns schlummert, ungeachtet dessen,
was ein Mensch bis zu diesem Zeitpunkt erlebt hat.
Nun höre ich häufig den Satz: „Ich hatte ja keine andere Wahl!“
Meines Erachtens hat der Mensch immer eine Wahl.
Nein, ich halte mich nicht für Gott, aber ich bin der Schöpfer meines Lebens
und ich habe mich entschieden, meine Wellen zu surfen,
wenn ich auch in so mancher Sturmflut ans aufgeben denke,
wenn ich mich auch oft frage, wozu das alles.
Es gibt kein zurück.
Im offenen Ozean stellt sich diese Frage nicht, Du hast die Möglichkeit,
die Wellen zu surfen oder zu ertrinken.
Du lernst die Gezeiten besser kennen, nimmst Deine Umwelt feiner wahr und bewegst Dich immer sicherer, aber kontrollieren oder beherrschen wirst Du den Ozean nie und das macht diese Art zu leben aus.


Der Wellentanz ist zuweilen anstrengend, er erfordert eine intensive Art der Wahrnehmung,
eine Bereitschaft tief zu fühlen, sich hinzugeben, sich selbst zu verlieren,
wieder und wieder in die Tiefen zu stürzen und er beschenkt Dich mit Augenblicken der FREUDE und DANKBARKEIT, die zu fühlen, meiner Vorstellung von Paradies sehr nahe kommen.
Er beschenkt Dich mit Begegnungen, die Dich tief in Deiner SEELE berühren und er schenkt Dir die Fähigkeit SCHÖNHEIT zu erkennen, die Dir für Momente den Atem raubt.
Er schenkt Dir die Möglichkeit DICH in LIEBE zu entfalten WAHRHAFT und GRENZENLOS.






Dienstag, 12. November 2013

~ Achtsamkeit & Entschleunigung ~

Ich bin des Suchens müde,
ich bin des Lösens müde
ich bin des Verbindens müde
ich bin des Ausgleichs müde


Ich bin der Illusionen müde
ich bin der Bewertung müde
ich bin des Erklärens müde
ich bin des Nebels müde


HEUTE!


Ausgeknocked so fühle ich mich – heute und bereits in den letzten Tagen.
Es ist Zeit mich zurück zu ziehen, in mich hinein zu spüren, zu beobachten,
was da geschieht in mir.
Derzeit gibt es keinen einzigen Tag,
der mich nicht an die Grenzen meiner Geduld bringt.
Ich wünsche mir Seelenruhe, für einen Augenblick in der Zeit.
In gleichem Maße spüre ich immer wieder den Anspruch an mich,
daran zu arbeiten, schneller zu erkennen.
Je mehr Druck dadurch entsteht, desto intensiver antwortet mir das Leben mit Umständen,
die mich zur Ruhe auffordern.


Mich nervt das und je tiefer ich hinein spüre,
desto deutlicher wird erkennbar, dass es sich hier um eines dieser Programme handelt,
die sich automatisch einschalten, in einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit mit mir selbst.
Dieses Achtsamkeitsding treibt mich schier in die Verzweiflung,
weil sie mein Leben entschleunigt und mir in jedem Augenblick meine eigene Ungeduld aufzeigt.


Achtsamkeit im Umgang mit Mitmenschen, gelingt mir.
Ebenso wie immer wieder ausgleichend, verbindend und lösend zu wirken.
Offensichtlich steckt da aber bisher noch etwas anderes drin, nämlich das verlieren im Gegenüber,
in dem Augenblick in dem ich nicht achtsam und aufmerksam mit mir selbst bin.
Wer sich ständig in anderen verliert muss sich auch ständig wiederfinden,
so scheint mir und das ist anstrengend.


Ich bleibe im Augenblick einfach mal in LIEBE & ACHTSAMKEIT bei mir und vertraue wie immer auf´s LEBEN, das es sicher gut mit mir meint, indem es mir zum gefühlten 867sten Mal die Entschleunigungslektion schickt, bis ich lerne, dass es wenig Sinn macht, ständig das Tempo zu erhöhen um letztlich die Kontrolle über´s Fahrzeug zu verlieren und im Graben zu landen.


Eine liebevolle & herzenswarme Zeit für EUCH! ♥






Dienstag, 5. November 2013

~ LIEBE und immer wieder LIEBE ~

Wohin ich auch schaue es geht um Liebe.
Nun gibt es unfassbar herzenskluge Menschen, die über Liebe geschrieben haben,
es gibt begnadete Musiker, denen es gelingt Liebe durch ihre Musik zum Ausdruck zu bringen,
es gibt Künstler, deren Werke Liebe in ihrer tiefsten Form spürbar machen.
Die Natur zeigt uns auf so eindrucksvolle Weise täglich wie Liebe sich anfühlen kann.
Es gibt Gurus, Lehrer, Therapeuten, Techniken, die alle darauf ausgerichtet sind,
den Menschen Liebe zu lehren.
In Wahrheit lernt man sich selbst, ausgehend davon, dass jedes Leben auf diesem Planeten Liebe ist.


In Wahrheit haben wir verlernt einfach zu SEIN.
Wir denken und handeln und blockieren unsere Gefühle aus Angst vor tiefem Schmerz.


Ich erinnere mich an ein Unwetter vor ca. 2 Jahren, ich machte einen Spaziergang mit meinen Kindern
und plötzlich stürmte es heftig, vom Himmel fielen tennisballgroße Hagelkörner und es regnete in Strömen.
Wir waren auf dem Heimweg und es kostete mich alle Kraft, meine Kinder in meinem Mantel zu schützen. Meine kleinste Tochter, hielt sich krampfhaft an meinem Bein fest, aus Angst, weggeweht zu werden.
Meine größere Tochter hatte panische Angst von den Hagelkörnern erschlagen zu werden.
Wir mussten die Straßenseite wechseln, um einen sicheren Unterstellplatz zu finden.
Ich erinnere mich, dass wir mit geballter Kraft gegen den Wind angekämpften.
Schliesslich kamen wir heil in einem Hauseingang an.
Dort befanden sich eine Arztpraxis und ein Blumenladen.
Aus der Arztpraxis stürmten gleich zwei Damen, die uns mit Handtüchern versorgten,
die Besitzerin des Blumenladens bat uns hinein und versorgte uns mit heißem Tee.
Die Kinder beruhigten sich langsam und irgendwann hörte es auf zu hageln und zu stürmen.
Ich bedankte mich herzlich bei unseren Helfern und wir gingen nach Hause.


Dort angekommen, entledigten wir uns der durchnässten Kleidung.
Ich setzte die Kinder in eine heiße Badewanne.
Ich war in diesem Augenblick erfüllt von einem Gefühl,
das mir in einem solchen Zusammenhang noch nie auf dieses intensive Weise erschien.


Ich schrieb dazu: „Beinah erschlagen vom Hagel, völlig unterkühlt und nass bis auf die Haut auch so kann sich LEBEN anfühlen.“


Auch so kann sich Liebe anfühlen, ausgeliefert, erschlagen, nackt und in ihrer reinen Energie wunderschön.


Genau darum geht es, offen zu sein für alle Ereignisse des Lebens,
uns nicht zu sehr zu schützen oder Tore zu blockieren, durch die Liebe ein und austreten kann.
LIEBE ist immer da.
Wir sind es, die zuweilen nicht DA sind.
Weil wir viel zu oft damit beschäftigt sind, Liebe als Gefühl definieren zu wollen, eine Form zu finden für etwas, dass sich dem Verstand entzieht, wir wollen verstehen, erfinden reproduzierte Liebe.
Wir versuchen Vergleiche zu finden, wir mischen so ziemlich jede ungute Empfindung in die Liebe hinein
und am Ende suchen wir Wege um Sehnsüchte zu stillen, dem „Schmerz“ der Liebe zu entrinnen.
Die Sehnsucht bleibt.
LIEBE als die Urkraft des Seins bleibt in ihrer Reinheit davon völlig unbeeindruckt.
Sie lässt sich nicht benutzen, ist unbestechlich und unterdrücken lässt sie sich auch nicht.
Sie findet Wege sich auszudrücken und wundert sich zuweilen möglicherweise wie sehr sie herbei gesehnt wird, wo sie doch immer einfach DA ist, in jedem von uns.
Wir hingegen suchen sie überall, in einem Partner vorzugsweise und es ist sogar möglich sie dort zu finden.


Nur halten lässt sie sich nicht und auch hier nicht benutzen, nicht auf Dauer jedenfalls.


Wenn DU LIEBE FÜHLEN willst, SEI LIEBE, GIB LIEBE und ÖFFNE DICH der LIEBE!