Dienstag, 19. September 2017

~ Facebook ein Spiegel der Realität!? ~

Interessanterweise entfachen meine Facebookposts in unregelmäßigen
Abständen Diskussionen zu diesem Thema.
Wann immer ich mir selbst & Euch die Frage stelle, wozu bestimmte
"private" Themen öffentlich dargestellt, ausgetragen & zur Schau gestellt
werden, erhalte ich die Antwort, dass es sich ja nur um einen Spiegel der Realität
handelt. Soweit so gut, denn aufgrund der Vielzahl der Realitäten, kann ich
mir ja dann aussuchen, um welche es sich gegebenenfalls handeln könnte.
Was aber, wenn diese "Realitäten" kranke Ausmaße annehmen?
Wer welche privaten Themen zur öffentlichen Diskussion stellt, ist mir
relativ egal, was ich schwierig daran finde ist, dass zwangsläufig auch immer
Menschen miteinbezogen werden, die mitbetroffen sind, und ob denen das so egal
ist, wage ich zu bezweifeln.
Zurück zur Realität, beziehnungsweise würde ich sie an der Stelle einfach mal
Pralleluniversum nennen und gebe Euch dafür auch gleich mal ein paar Beispiele:

Ein Mensch, ich kenne ihn nicht, bekannt ist mir sein FB - Profilbild, und hin und wieder
flattern mal ein paar Neuigkeiten von ihm durch meinen Newsfeed. Dieser Mensch,
kennt meine Blogs, meine FB- Posts & mein Profilbild. Das alleine genügt ihm, um zu
beschliessen ein aktiver Teil meines Lebens zu sein. Ich werde gar nicht danach gefragt, ob ich das will, und ahne es auch keineswegs, denn dieses Profil findet ausserhalb meiner persönlichen Realität statt. Damit ist es so etwas wie ein Paralleluniversum, das meines in dem Augenblick kreutzt, indem
ich bombadiert werde mit persönlichen Nachrichten, Telefonanrufen & einem persönlichen Besuch.
All das geschieht ungefragt, trotz einiger klarer Worte, monatelangem ignorieren, blockieren der Person und einer Meldung an FB. Ist das jetzt immernoch ein Spiegel der Realität und wenn ja,
welcher?

Ein weiterer Mensch, ich kenne ihn nicht persönlich, weiss, dass ich mich mit einem anderen Menschen, den ich auch nicht persönlich kenne getroffen habe & tut das auch gleich mal kund,
bei Facebook, versteht sich. In meiner Realität kenne ich weder die eine, noch den anderen.
Getroffen habe ich mich auch nicht mit dieser Person. Einzig einen kurzen Austausch per PN gab es vor mehr als einem Jahr, als ich darum gebeten wurde, eine Person aus meiner Liste zu entfernen,
die betreffenden Menschen stalken würde. All dies geschieht wieder jenseits meiner Realität, ist das jetzt ein Spiegel & wenn ja, für was??

Kluge Menschen werden mir jetzt sagen, dass jeder Mensch automatisch zur Projektionsfläche wird,
ungefragt. So ist es, leider. Jeder Mensch inklusive mir selbst projiziert etwas in andere Menschen,
demnach sind wir alle gleichzeitig Spiegel und Spiegelnde. Hilfreich wäre es doch echt an der Stelle,
sich selbst einmal zu fragen, ob man Lust hat, sich permanent ungefragt als Spiegel zur Verfügung zu stellen & ob man umgekehrt tatsächlich ständig in andere Menschen hineinprojizieren
muss, was ihnen gar nicht  entspricht.

Wenn ich diese weisen Sprüche und Bilder bei FB sehe, die mir leider so häufig
bei den Menschen ins Auge fallen, die einen Satz später die halbe Welt aburteilen,
die davon handeln, man solle doch die Menschen so nehmen wie sie sind,
sich mit Urteilen zurück halten & eine "neutrale" Perspektive einnehmen,
so denke ich mir, wäre es doch vielleicht schon hilfreich einfach mal zu fragen,
inwiefern Menschen in "persönliche Realitäten" beziehungsweise "Paralleluniversen"
involviert werden wollen.

Ich jedenfalls bin tiefengenervt von all dem Bullshit, der in meiner Realität
auf ein mindestmaß reduziert wurde, in diesen Paralleluniversen allerdings 
zur Tagesordnung zu gehören scheint. Zu laut, zu viel, zu übergriffig!!

Ich freue mich auf Eure Sichtweisen zu diesem Thema!

Alles Liebe

~ Daniela ~



Montag, 4. September 2017

~ Vertrauen ~

 

*"Vertrauen ist eine Oase im Herzen,
die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird."

... schrieb einst Khalil Gibran.

Mich berührt sowohl das Zitat, als auch das GEFÜHL Vertrauen an sich.
Ich könnte nun etwas zum Thema Urvertrauen schreiben,
oder speziell zum Vertrauen in sich selbst, das so bitter nötig
ist, um anderen Menschen sein Vertrauen zu schenken.

Ja, zu SCHENKEN.
Anders geht es nämlich nicht.
Vertrauen hat für mich sehr viel mit Liebe zu tun,
einer nicht objektbezogenen Liebe,
die sich selbst verschenkt.
Ebenso verhält es sich meines Erachtens mit dem Vertrauen.
Entweder man tut es, oder man lässt es.
Wenn ich die Oase im Herzen gefunden habe,
die des Vertrauens, meine ich, dann vertraue ich einfach.
Ich schenke DIR mein Vertrauen,
ohne dass ich darauf angewiesen bin, dass Du mir vertraust.
Ich freue mich, wenn DU es tust, denn ich glaube
nur dann können WIR FREUNDE sein und uns gegenseitig berühren, bewegen & begleiten.

Vertrauen ist in meiner Wahrnehmung eines der wichtigsten Merkmale,
im Umgang mit Menschen.
Ungeachtet dessen, ob es nun um eine geschäftliche, eine freundschaftliche
oder gar um eine LiebesVERBINDUNG geht.

"Aber wie kann ich denn vertrauen, wo ich doch immer wieder
enttäuscht worden bin?" ... wie oft habt ihr selbst schon diesen
Einwand gebraucht?

Ich sag´s Euch: TUT ES EINFACH!
Vertraut EUCH SELBST,
EURER inneren STIMME.
Die OASE in EUREM HERZEN weiss,
wem sie vertrauen schenken will & warum
DU kannst es ... uneingeschränkt.

Woher ich das weiss?
Weil ich es erlebt habe.
Weil das größte Geschenk, das mir je ein Mensch gemacht hat,
V E R T R A U E N war.
 Uneingeschränktes, bedingungsloses Vertrauen, das mir
für Augenblicke den Boden unter den Füßen wegzog,
weil es mir gespiegelt hat, was da möglich wäre,
wenn ich einfach vertrauen könnte.

Das war der Grund für MICH,
dieses Vertrauen zu suchen in mir.
Dem HIMMEL sei DANK habe ich es gefunden.
Und kann es nun weiter verschenken, bedingungslos, wenn ich WILL.

Wollen will ich aber nur,
wenn mein HERZ vertraut.

Bedeutet das nun, dass ich nicht mehr zweifle?
Nein.
Aber ich verharre nicht mehr in nebulösen Zweifelzuständen,
sondern hinterfrage meinen Zweifel und entscheide
gegebenfalls erneut, ob ich mein Vertrauen weiterhin schenke,
oder ob ich es lasse.

Erinnert IHR EUCH?
"Vertrauensverhältnisse können sich ändern."
Sie können sich lösen, oder tiefer verbinden, weil Vertrauen wächst.

Im Thema Vertrauen, gibt es für mich keine Kompromisse,
wozu auch?
Halb vertrauen ist genauso unmöglich wie ein bisschen schwanger,
in meiner Welt ist das jedenfalls so.
So lebe ich mit einer handvoll Menschen,
denen ich bedingungslos vertraue.
Diese Menschen sind mir so nah und so wertvoll,
dass ich sie um nichts in der Welt missen möchte
und dennoch passiert Leben,
Menschen ändern sich und damit eben hin und wieder auch das Vertrauen.
So sind wir ENT - TÄUSCHT, das Ende der Selbsttäuschung ist da,
was könnte es sonst sein, das UNS schlecht fühlen lässt?
"Das tut aber weh!"
Ja, verdammt nochmal Wahrheit tut auch mal weh.
Aber nur kurz & heftig, wenn man nicht den lethargischen Weg des
Verharrens in Dingen die sich nicht ändern lassen wählt.
Ist er nicht auch ein großes Geschenk,
dieser Augenblick der Desillusionierung?
Ich empfinde ihn so. Lehrreich & oft beFREIend!

Ausserdem schafft er Platz für MENSCHEN,
denen WIR UNSER VERTRAUEN schenken möchten.
Aus tiefstem Herzen!*


Heute, 3 Jahre später, möchte ich gerne noch ergänzen, dass Vertrauen ein Lernprozess
ist. Einige der Vertrauensverhältnisse von damals haben sich auf dem Weg hierher
sehr verändert, beziehungsweise existieren schlicht nicht mehr. Andere haben sich vertieft
& neue sind dazu gekommen. Ich lerne immernoch jeden Tag, mir selbst und den Menschen
in meinem Umfeld zu vertrauen. Insoweit es mir eben gelingt.
Und immer wieder erinnere ich mich selbst daran: Vertrauen ist ein Geschenk.

Alles Liebe

~ Daniela ~