Sonntag, 30. Juli 2017

~ Gehen oder bleiben? ~

Ob das eine gute Frage ist?
Ich finde jedenfalls, dass sie berechtigt ist und in den meißten Fällen,
stellt sie sich so gut wie von selbst.
Aber wie entscheiden wir nun, ob wir gehen oder bleiben?
Einige arbeiten mit Pro & Contra Listen, was meines Erachtens ein
guter erster Schritt in die richtige Richtung ist, um uns ersteinmal bewusst zu werden,
wozu wir uns die Frage gegebenenfalls stellen, denn häufig scheint sie sich
aus einem leisen und unbestimmten Gefühl zu stellen.
Ich halte ja die meißten Menschen für wahnsinnig leidensfähig, was dann
auch schon einmal dazu führen kann, dass diese Liste aus einem Pro & unzähligen
Contras bestehen kann. Dennoch kann dieses Pro immer stärker, wichtiger & entscheidungsrelevanter sein, als die vielen Contras. Finden sich doch ganz leicht Totschlagargumente dafür!
1. Liebe -"Ich liebe ihn/sie/meinen Job doch."
2. Verantwortung - "Ich kann sie/ihn/den Job doch nicht einfach im Stich lassen."
3. Verschiebung - "Er/sie, die Situation wird sich schon ändern."
Um nur wenige Beispiele zu nennen.
Wir können diese Aussagen mal auf ihren Wahrheitsgehalt für uns selbst prüfen,
nur ist das nicht unbedingt die kompfortabelste Möglichkeit, denn sie
wird früher oder später in unseren eigenen Abgrund führen.
Zurück zur Frage: Gehen oder Bleiben?
"Wenn es für uns keinen Grund mehr gibt zu bleiben, werden wir gehen."
Dieser Augenblick in dem wir den ersten Schritt tun, findet meines Erachtens jenseits
jeder Pro & Contraliste statt. Die Leidensfähigsten von uns würden immer Gründe finden
in den unbefriedigendsten Situationen steckenzuBLEIBEN.
Wie schlecht, begrenzend, beengt, druckvoll muss es sich anfühlen, damit WIR etwas ändern?
Der Zeitpunkt ist für jeden Menschen abhängig von seiner Leidensfähigkeit ein anderer,
ABER: "Jeder Mensch, der SPÜRT, dass sein Leben von WERDEN bestimmt ist, wird
gehen, wenn er dort wo er ist & mit wem er ist, nicht mehr werden kann."
oder anders: Wir werden nicht bleiben, wo wir uns nicht (mehr) entfalten können.
Jeder von uns braucht, wie jede Pflanze einen nahrhaften Boden, auf dem sie wachsen
und gedeihen kann.
Wenn wir also nicht daran interessiert sind, zu verwelken & langsam einzugehen,
werden wir uns aus Situationen befreien, die uns nicht gut tun. Werden uns einen
Nährboden schaffen, der uns am wachsen & gedeihen nicht hindert.
Das ist es nämlich was wir großartigerweise TUN können, uns selbst geben,
was wir dazu brauchen.
Übrigens: Die meisten gehen schon lange, während sie offenbar noch bleiben.

Alles Liebe

~ Daniela ~





Sonntag, 23. Juli 2017

~ Was ist wichtig? ~

Wichtig ist in erster Linie einmal, dass wir jederzeit das tun, was uns glücklich macht. Die Frage nach der Wichtigkeit ist ja immer eine sehr persönliche Frage. Mir zum Beispiel ist es wichtig meiner Freude zu folgen und weil ich das meißtens sehr konsequent tue, schreibe ich diesen Blog auf einem Deich in Nordholland sitzend mit Blick auf's Meer & die Insel Texel, die von hier scheinbar einen Steinwurf entfernt ist. Das tun zu können, wann immer mich die Sehnsucht nach Meer überkommt ist für mich elementar wichtig. Gut ist, wenn wir überhaupt wissen, was uns wirklich wichtig ist. Manchmal erscheint mir, viele Menschen leben chronisch unzufrieden ohne sich jemals gefragt zu haben, was ihnen in ihrem Leben wichtig ist. Es beginnt beim Job, geht weiter im familiären Umfeld und zieht sich so durch ein ganzes Leben. Nehmen wir uns doch die Zeit uns bewusst zu werden, was uns wirklich wichtig ist & dann die Freiheit genau so zu leben. Übrigens was uns selbst erfüllt, muss nicht zwingend für alle Menschen gelten. Das zu verstehen ist nicht die leichteste Übung, aber eine der existenziellsten, um nicht völlig frustriert durchs Leben zu gehen. Persönliche Freiheit ist für mich so bedeutend, dass es mir häufig nicht gelingt, NICHT darüber zu schreiben. Von großer Wichtigkeit ist es mich auszuprobieren in den verschiedensten Bereichen, eingetretene Pfade zu verlassen & mich zu entwickeln. Von Zeit zu Zeit meine Kompfortzone zu verlassen, auch wenn sie so schön sicher ist und mich nicht zu begrenzen. Für & mit meinen Lieblingsmenschen zu sein. Darüberhinaus ist mir unser Rockameleon Projekt wichtig. Was gibt es schließlich schöneres, als Menschen & live Musik zu verbinden?
Wir sollten uns selbst leben, tun was wir lieben & hin und wieder mal darüber nachdenken, ob wir wirklich noch unserer eigenen Freude folgen, tun, was uns wichtig ist, denn manchmal vermischen sich gerade in engeren Verbindungen unbemerkt die Prioritäten und plötzlich erscheinen uns Dinge bedeutungsvoll, die uns eigentlich gar nicht so sehr entsprechen.
Wir scheinen Orte zu mögen, die unser Gegenüber mag. Wir benutzen Worte, die uns eigentlich nicht liegen. Im schlimmsten Fall machen wir uns selbst zu einer Kopie des Menschen, den wir mögen und verlieren dabei uns selbst.
Ich freue mich auf Bens Blog um zu erfahren, was aus seiner Sicht wichtig ist,
und bin mir ziemlich sicher, dass ihr bei all den Unterschieden, die es so gibt
in unseren Blogs etwas findet, das uns verbindet. Etwas, das uns beiden naturgemäß wichtig ist. :-)

Alles Liebe

Daniela

Montag, 17. Juli 2017

~ Man trifft sich immer zweimal im Leben ~

 Zumindest dann, wenn man mit offenen Augen und vor allen Dingen vielleicht auch mit
geöffneten Herzen durch das Leben geht.
Mal ehrlich, wie oft habt ihr euch schon weggedreht, wenn ein Mensch zum
zweiten Mal euren Weg gekreutzt hat?
Habt ihr Euch auch schon einmal gefragt, wozu ihr das tut?
Nun hat nicht jede Begegnung ein erfreuliches Ende, aber meisstens dann
doch irgendeinen Lernwert.
Warum also ist es uns unangenehm Menschen zu begegnen, die wir vielleicht lange
nicht gesehen haben, die jedoch einmal eine Rolle (es kann auch eine Nebenrolle sein)
in unserem Leben gespielt haben?
Die uns möglicherweise an Augenblicke oder Phasen in unserem Leben erinnern,
die wir beinah vergessen hatten oder wollten?
Tut uns so ein kurzer Blick zurück nicht vielleicht sogar von Zeit zu Zeit gut,
besonders dann, wenn wir erkennen können, was sich seit dieser Zeit bewegt hat?
Nichts & niemand in diesem Leben bleibt jemals unverändert,
warum also nicht, an einer gemeinsamen Wegkreuzung einen Augenblick anhalten,
ein "Pläuschchen" halten und dann weitergehen?
Ob so eine Zweite Begegnung ein Fluch ist, oder ein Segen, bestimmen
wir ja möglicherweise selbst.
In meinem Leben gibt es immer wieder Phasen, da häufen sich solche Begegnungen.
Man könnte auch sagen: "Die Vergangenheit klopft an die Tür!"
Ihr kennt wahrscheinlich alle diesen platten Spruch, dass man sie nicht hereinlassen
soll, weil sie uns nichts neues zu sagen hat.
Kann man so machen. Ich fürchte nur, sie klopft dann halt noch einige Male,
weil es eben manchmal gar nicht die Vergangenheit ist, die anklopft, sondern
die Gegenwart, das HIER & JETZT, denn mal im Ernst, wenn wir's klopfen hören,
dann klopft's ja nicht vorgestern, oder ganz woanders, sondern es klopft JETZT & es klopft an meine Tür. ;-)
Es ist also schon längst da und dann so zu tun, als wäre es das nicht, ist auch irgendwie
Selbstbetrug, ODER? 
Wenn ich also ein selbsterfülltes Leben lebe, wenn ich mich mit meinem Leben wohlfühle,
was könnte mir dann an einer solchen Begegnung nicht angenehm sein?
Wovor sollte ich dann Angst haben?
Mir scheint, der Fluch in solchen Begegnungen sind wir selbst,
und der Segen wahrscheinlich auch, denn letzlich,
werde ich so lange ich meine Vergangenheit verfluche oder verberge
nicht frei in der Gegenwart sein können beziehungsweise in die Zukunft
gehen können. Sie ist nämlich ein Teil meines Lebens, der mich zu dem
Menschen macht, der ich bin & mitterweile freue ich mich über die meissten
zweiten Begegnungen, manchmal eben spätestens dann, wenn sie wieder enden! ;-)
Bleiben wir OFFEN für Begegnungen & folgen wir unserer FREUDE! 


Alles Liebe

~ Daniela ~