Freitag, 31. Oktober 2014

~ MusikWELLE mit Curse ~

Weil´s mich so flasht heute mal wieder
eine MusikWELLE für EUCH:

Ich hab versucht mein Glück auf Sand zu bauen
Oder auf Mist und hab’ dann Mist gebaut
Wenn man sich so oft um sich selber dreht wie ich
Bis man vor Schwindel bricht
Fällt man um und steht für nichts
Und ich war kurz davor mich aufzugeben
Nicht wieder aufzustehen
Doch hab kurz vor dem Aus noch einmal aufgesehen
Und es fiel wie Schnuppen von den Sternen
Um geliebt zu werden muss ich Lieben lernen

 Denn erst fand’ ich mich
Und dann fand’ ich euch
Und es hat alles wieder Sinn
Es blüht in der Wüste in mir drinnen
Ich bin Tatooine
Ich bin Tatooine
Eurer Tatooine
Die zwei Sonnen über mir zu sehen
Macht meinen Horizont so wunderschön

Und seit ihr beiden mir als Licht erscheint
Am Firmament
Ist jede Dunkelheit nur ein Moment
Und auch wenn Alltag Alltag bleibt
Verändert sich das wolkengrau zu himmelbau
Wenn ihr euch zeigt
Und ihr habt mir so viel gezeigt
Nicht dadurch dass ihr Dinge tut
Nur dadurch dass ihr seid
Geschehen in meiner Welt Wunder
Ich dreh mich um mich selbst
Aber meine Sonnen gehen nie unter


Ich bin Tatooine
Eurer Tatooine
Die zwei Sonnen über mir zu sehen
Macht meinen Horizont so wunderschön

~ Curse ~

Heute erscheint übrigens sein neues Album UNS,
auf das ich mich schon seeehr freue. 
Ebenso wie Tatooine erreichte mich bereits die erste Single "Wir brauchen nur UNS"
sehr intensiv.
Hört mal rein, wenn ihr mögt.

Ich wünsche Euch einen LIEBEvoll beLEBten FREItag!

HERZlich ~ Daniela

Curse ~ Tatooine




Donnerstag, 30. Oktober 2014

~ Dankbarkeit & Lebensreisealltag ~

Heute mag ich mal wieder ein wenig Dankbarkeit mit EUCH teilen.
Ich bin dankbar für so vieles, das mir täglich begegnet.
Im Augenblick zum Beispiel bin ich dankbar dafür, dass ich
in meiner warmen Küche sitze & an meinem Blog schreibe.
Der Himmel ist heute einfach grau, aber die Regentropfen,
die auf mein Dachfenster prasseln, zaubern die wundervollsten Bilder,
wie sie ineinander verlaufen, sich ihren Weg bahnen um letztlich
vom Fensterrahmen auf´s Dach zu tropfen.
Ich bin dankbar einfach immer häufiger diese Augenblicke bewusst
wahrzunehmen, mich an ihnen zu erfreuen.
Besonders dann, wenn die Zeiten mal wieder besonders stürmisch sind,
wenn der Tag scheinbar zu wenig Stunden hat,
wenn die Menschen um mich herum mich sehr fordern,
helfen mir diese Augenblicke mein Gleichgewicht zu halten.
Der Herbst ist für mich auch immer eine Jahreszeit der Innenschau,
das Ende des Jahres nähert sich und für mich zeichnet sich sehr deutlich ab,
worum es in diesem Jahr für mich ging & geht.
Ich bin wieder einmal so dankbar für die Veränderungen,
für die bewegenden Begegnungen mit wirklich tollen Menschen,
dankbar dafür, den intergrierten Veränderungen der vergangenen Jahre
mehr und mehr Ausdruck zu verleihen.
Dankbar dafür immer mehr Ruhe zu finden,
die so lange verdammten Anteile in mir zu leben,
unabhängig davon, ob ich damit anecken könnte oder nicht.
Die vergangenen Jahre erscheinen mir in der Rückschau wie ein
Turbostart, ein einsaugen von Wissen, Gefühlen, Gedanken,
ein ständig bewegter Wellenntanz der mich abwechselnd aus den tiefsten
Tiefen in die schwindelerregendsten Höhen beförderte.
Nun, so fühlt es sich derzeit an, tanzen diese Wellen immer noch sehr
intensiv, stellenweise sogar noch intensiver und doch gelingt es mir
immer besser, sie kommen und gehen zu lassen.
Die allerschönsten Wellen nicht zwanghaft festhalten zu wollen,
und die weniger schönen nicht zu verfluchen,
spülen sie doch im Endeffekt immer auch etwas sehr Schönes mit an.
Mein Gefühl, alles ist immer gleichzeitig da und verfügbar vertieft sich
und so gelingt es mir immer besser mich an meiner Freude, meiner Dankbarkeit,
meiner Liebe, meiner Intuition, meiner inneren Notwendigkeit zu orientieren.
Dieses Jahr handelt vom Gleichgewicht für mich jedenfalls und davon
den äusseren Widrigkeiten mit innerer Ausgeglichenheit zu begegnen,
was für mich einschließt meinen Gefühlen Ausdruck zu geben.
Mir Rückzugsräume zu schaffen und diese auch aufzusuchen, um Energie zu tanken
und auf der anderen Seite eben auch meine Kompfortzone zu verlassen um
andere, neue Wege zu gehen.
Mein Leben fühlt sich seit 5 Jahren an wie eine Reise,
die sich nach einem ziemlich aufregenden, wirbelsturmartigen
Beginn langsam in ein immer bewussteres unterwegs sein wandelt.
Ich genieße es und bin von Herzen d a n k b a r (war ja das Thema, oder?)
mein Leben so leben zu können, wie es sich für mich WAHR anfühlt.
Und es geht weiter, ich bin so gespannt und voller Vorfreude auf das,
was in nächster Zeit kommen wird und d a n k e  Euch für
Eure Reisebegleitung!

HERZlich ~ Daniela






Mittwoch, 29. Oktober 2014

~ WELLENmittwoch mit RUMI ~

Heute möchte ich ein Gedicht mit Euch teilen, 
ein tief berührendes:


Du bist der Schreiber und die Schrift bist du,
Tint' und Papier und Schreibestift bist du.
 

Du bist die Sternenschrift am Himmel dort, 
Im Herzen hier die Liebeschrift bist Du.

Das Blatt, das treibt, das ausgetriebne Lamm, 
Der Trieb, der Treiber und die Trift bist du.
 

Du bist die Ruh', die Unruh' bist du auch, 
Das Gift und auch das Gegengift bist du.
 

Du Ebb' und Flut, Windstill' und Sturm und Meer, 
Schiffbruch und Schiff, und der drin schifft, bist du.

 Was kann ich treffen? was kann treffen mich?
 Was trifft der Sinn, und was ihn trifft, bist du. 


~ Rumi ~
  

Einen TRAUMschönen & beSINNlichen MITTWOCH wünsche ich UNS - HEUTE!


HERZlich ~ Daniela




Dienstag, 28. Oktober 2014

~ An ein trauriges Mädchen ~

An ein trauriges Mädchen:


Es zerreißt mir das Herz Dich so verzweifelt zu sehen.
All die Fragen, die aus Dir herausfließen, der Schmerz,
die Sehnsucht danach wahrgenommen zu werden, geliebt zu werden,
als wer & wie Du bist.
Ich schreibe an das traurige Mädchen in Dir, weil ich uns noch gemeinsam
unter einer Decke verschwinden sehe, als wir noch sehr klein waren.
Wir haben alles geteilt. Das hat mir als Kind nicht immer gefallen,
und da ich ja nun einmal auch die Ältere war und damit automatisch Schuld,
habe ich Dich manchmal verflucht.
Du warst die Schwester, die ich mir immer wünschte und nie bekam.
Die Kleine, die immer so wahnsinnig lieb und brav getan hat, was
die Erwachsenen von Ihr verlangten, nicht was ich wollte,
aber das war okay, denn Du bist ja DU! ;-)
Über die Jahre hatten wir mal mehr und mal weniger
Kontakt, aber wir waren immer da, wenn wir uns brauchten
und es gibt einfach Augenblicke im Leben, da braucht man Familie,
oder das, was wir uns unter Familie vorstellen.
Ich könnte stellvertretend für Dich diesen Brief auch an das kleine Mädchen
schreiben, das ich einmal war, denn wie wir heute feststellen,
sind unsere Wahrnehmungen, unsere Schmerzen, unsere Wünsche recht ähnlich
gelagert.
Was die kleinen Mädchen wohl über die erwachsenen Frauen
denken würden, die wir heute sind?
Ob sie die gleichen Wege noch einmal wählen würden?
Ich bin so stolz auf UNS, darauf wie jede von uns ihren
Weg gegangen ist, mit den Rucksäcken, die wir uns selbst schon
so früh gefüllt haben mit Dingen, die wir zu tragen viel zu klein waren,
als dass sie uns nicht im Laufe des Lebens einmal zu schwer werden würden.
Nun ist da dieser Schmerz, den ich Dir gerne abnehmen würde,
von dem ich aber weiss, dass er so bitternötig gespürt werden will.
All die Fragen, die da jetzt plötzlich sind,
all diese merkwürdigen Gefühlswellen, die so schwer in Worte zu fassen
sind, weil dieser Schmerz nicht greifbar ist.
Es gibt keinen rationalen Grund dafür.
Das ist zumindest das, was unser Umfeld uns so gern weis machen möchte.
Damit verstärkt sich das Gefühl noch einmal nicht wahrgenommen zu werden.
Du brauchst keinen rationalen Grund & leider hast Du keinen Einfluss
darauf, ob Menschen Dich verstehen oder nicht.
Wie sie Dich sehen, wie sie mit Dir umgehen.
Alles was DU tun kannst ist auf DICH Acht geben.
Kümmere Dich um Deinen Schmerz,
lass ihn sein & weine, schrei, wüte was das Zeug hält.
All das, was Du Dir in all den Jahren verboten hast,
findet nun seinen Weg hinaus und das ist gut & wichtig.
Spüre Dich in all Deinen Facetten, probiere Dich aus,
ziehe Dich zurück, mache einfach mal, was DIR gut tut.
Ich weiss, diese Sehnsucht nach Verbundenheit, schwingt immer mit,
und auch mir fällt es häufig schwer, Menschen, die mir Nahe stehen
ohne diese Erwartungshaltung an ein Gefühl zu begegnen, was
offensichtlich in dieser bedingungslosen Form, wie wir es uns wünschen
dort eben nicht zu finden ist.
Du findest es in DIR und Du tust es bereits, DU lebst diese Liebe,
die bedingungslos ist über so viele Jahre nun schon in Deiner Partnerschaft,
mit Deinen Kindern. Woher ich das weiss?
Weil ich Euch sehe und spüre miteinander, weil ich beobachte wie
befreit unsere Kinder miteinander spielen, ohne ständig das Gefühl zu
haben, etwas falsch zu machen.
Mal ehrlich, erinnerst Du Dich daran, dass wir mal so unkontrolliert
vor unseren Eltern gespielt haben?
JETZT spielen wir mit unseren Kindern und das tollste ist,
unsere inneren Kinder können mitspielen,
sie dürfen all die Wunder dieser Welt noch einmal erleben,
durch die Augen unserer Kinder.
Wir dürfen teilhaben an ihrem Leben.
Wir dürfen sein, wer wir sind, wir müssen es sogar,
FÜR unsere Kinder, um diesen merkwürdigen systemischen
Kreislauf zu unterbrechen.
Wir tun es.
DU tust es, allein indem Du anders handelst,
indem DU all diesen Fragen, die da gerade in Dir herumwirbeln Raum gibst,
indem DU DIR erlaubst zu sein, wer DU bist.
Das kannst nämlich nur DU.
Kein anderer Mensch ist verantwortlich für Dich.
DU entscheidest, wie nah ein Mensch Dir sein darf,
wie DU DICH behandeln lässt und es gibt keinen Grund
Dich dafür zu entschuldigen wer Du bist oder was DU FÜHLST
- NIEMALS!
Ich mag Dir gerne mein Lieblingszitat mit auf den Weg geben:
„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, 
schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“

~ Anaïs Nin ~ 

Die Knospe öffnet sich langsam und der Druck, 
der sich in all den Jahren des Verharrens, des nicht Blühens
aufstaut, der Beengungsschmerz, den wir uns letztlich in voller
Konsequenz selbst zufügten verheilt nicht gleich, 
ABER: DU darfst DICH entfalten, Blütenblatt für Blütenblatt, 
in Deiner einzigartigen Vielfalt erblühen,
mit all den Gefühlen & Gedanken, den Handlungen, 
die DICH zu dem Menschen machen, der Du bist.
Und genau so bist Du wundervoll.

Gib gut auf Dich Acht und gieße Deine Blume, 
gib ihr all das, was sie braucht um in voller
Pracht zu blühen und gib ihr den Raum, 
den sie braucht um sich zu regenerieren. 
Das kann sie, 
das kannst DU. 

Ich umarme DICH & bin im Herzen bei DIR!

HERZlich ~  Daniela







Montag, 27. Oktober 2014

~ GeFÜHLswelle mit Kristiane Allert - Wybranietz ~

Es war wirklich nicht mehr zu übersehen.
Die Gefühle: sie wurden weniger.
Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluß in den letzten Jahren abgenommen.
So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen.
Landaufwärts, landabwärts verbreitete sich schnell die Nachricht,
daß es ein Treffen geben sollte, schnell.
Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort.
Es soll an dieser Stelle einmal erwähnt werden,
daß es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt.
Die echten und die unechten!
Die Versammlung zu der in jener Nacht die Gefühle zusammenströmten,
war ein Treffen der echten Gefühle, kurz die Echten genannt.
Ihre Aufgabe und Wirkung besteht darin,
den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen.
Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt,
akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen,
damit leben zu können, fühlt er sich stabil, wohl und gut.
Das ist nicht mißzuverstehen:
es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben.
In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv die "Unechten"
aus und schienen immer mehr Anklang zu finden,
also die Gefühle die eigentlich nur Ersatz für die Echten waren.
Natürlich waren an diesem Abend der Echten, auch Spione von der anderen Seite vertreten:
Sie sollten Informationen sammeln, um so gegebenenfalls Maßnahmen
der Gesellschaft der Echten rechtzeitig unterwandern zu können.
Für einen Unechten war es eine Leichtigkeit, sich unter die Echten zu mischen,
da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als Echt daherzukommen.
Doch nun wollen wir einmal hören, was es auf der Versammlung zu besprechen gab.
Eines der Echten eröffnete den Abend.
"Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, daß wir,
die Echten Gefühle, immer weniger mit den Menschen zusammenkommen,
angenommen werden und wirken können.
Die Unechten, dieses scheinheilige Gesindel, dagegen sind gut im Geschäft.
Laßt uns gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können,
damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst echter werden."
Es wurde eine lange Nacht.
Nach diesen einleitenden Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort,
groß und mächtig von Statur, jedoch verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung.
"Ich bin Stellvertreter für die Wut.
Wie unser liebes Mitgefühl einleitend ganz richtig sagte
haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen.
Wir können, ebenso wie der Ärger, den Menschen noch so sehr quälen,
bedrängen- oftmals kommen wir damit nicht durch.
Überall hört man auch, der Mensch soll sich im Griff haben,
sich zusammenreißen, nur keine Blöße zeigen usw..
Hier gab es zustimmendes Gemurmel und Applaus,
denn die Wut hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen,
der fast allen Gefühlen Schwierigkeiten machte.
Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die Wut ihre Rede fort:
" Meine Konkurrenten Zerstreuung, Unehrlichkeit, Heuchelei
und wie sie alle heißen machen mir schwer zu schaffen.
Aber besonders besorgt bin ich darüber, daß ich unsere allerhärtesten Gegner immer häufiger antreffe. Hier machte die Wut, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause.
Immer mehr begegne ich bei den Menschen der Angst,
mit all ihren Varianten im Schlepptau, von der Feigheit über die Ungerechtigkeit
bis hin zur Selbstaufgabe und Resignation.
Wenn ich auch noch so heftig tobe, so gelingt es den Menschen doch erstaunlich oft,
mich zu unterdrücken und wegzustecken.
Und es würde euch schaudern, wüßtet ihr wie viele daraufauch noch sooo stolz sind.
 "Da kann ich nur zustimmen, leider..."
meldete sich ein sehr zart und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort.
"Ich bin die Liebe" sprach es,"und wenn ich euch erzähle,
was die Menschen mir, und damit sich selbst antun, wird noch deutlicher,
wie schlimm und bedenklich die Situation ist.
Die Liebe spricht weiter:
Fast immer wenn ich auftauche, ist das ja - das wird hier niemand abstreiten -
ein erfreuliches Erlebnis.
Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen.
Aber bald schon - oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme,
die daraus entstehen, das die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.
Liebe verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können,
den anderen zu formen und lenken zu wollen, ihm Vorschriften machen zu können usw..
Naja ihr kennt das ja alle. Es gibt tausende von Varianten,
die die Menschen erfinden um sich zu quälen.
Und so fühle ich mich manchmal machtlos und gerupft durch die Eifersucht
und die daraus entspringende Unehrlichkeit und Intrige.
Diese Scheingefühle haben die Unechten ja nur zu gut eingeführt."
Die Stellvertreterin der Liebe machte eine Pause und tat einen tiefen Seufzer.
"Ihr könnt bestimmt nachfühlen, wie mir zumute ist,
wenn ich bei zwei Menschen erwacht bin und sie mich dann- nach den Phasen der Eifersucht,
der Gewöhnung, der Unehrlichkeit und Feigheit - zerstören.
Und sollten sie sich abfinden, dann fristen sie ihr Leben in Anpassung und Selbstaufgabe nebeneinander her vor dem Fernsehgerät und ähnlichem."
"Meine liebe Liebe", sagte da eine leise, aber doch auffallend feste Stimme!
"Du sprichst bei diesen Menschen von sich-abgefunden haben - und von Selbstaufgabe.
Wenn dem wirklich so wäre, dann wäre das ja nicht so schlimm,
aber im allgemeinen herrschen auch hier die Unechten.
Es handelt sich um die Resignation und die Lüge."
So ging es die ganze Nacht hindurch.
Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen.
Der Egoismus beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung,
die ihm seit langem widerfuhr:
 "Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen,
 gegen sich leben und dann zwangsweise hinterhältig und intrigant werden,
kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht gut tun.
Wie oft stehe ich dem hilflos gegenüber." endete er schließlich leise.
Wie schon gesagt es wurde eine lange Nacht.
Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein,
daß sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten,
die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten.
Wie Beobachter berichteten was zuviel in dieser Nacht passiert,
als die Menschen einmal ohne echte Gefühle waren.
Gott sei Dank war es nur eine Nacht, aber die Verantwortung trat ganz entschieden dafür ein,
das ein weiteres Treffen ein zu großes Risiko sei,
weil die Menschen damit völlig von den Gefühlen verlassen seien.
Angst und Furcht malten darauf beeindruckend aus, was hätte geschehen können,
hätte dieses Treffen tagsüber stattgefunden.
Somit hatte die Hoffnung das Schlußwort.
"Wenn wir Echten uns nur in der Nacht wegstehlen können und uns sicher sind,
es gäbe eine Katastrophe, wären wir einen Tag nicht da,
dann können wir sicher davon ausgehen,
daß die Unechten uns zwar kurzfristig ersetzten können, auf Dauer aber nie.
Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt.
Wir Echten gehören einfach zum Menschen und in diese Welt.
Wir sind nicht unter den Tisch zu diskutieren, und wir müssen uns verstärkt durchsetzen,
bei den Menschen konsequent bemerkbar machen, damit sie aufwachen
und ihre Chancen wahrnehmen.
Manchmal wird es ihnen wehtun, und sie werden lange brauchen,
bis sie uns wieder zulassen und unseren Wert erkennen,
und sie werden zu kämpfen haben mit denen,
die länger schlafen und sich den Unechten hingeben.
Aber ich bin mir sicher, das wir letztendlich den Sieg davontragen..."
so endete die Hoffnung.
Sie erhielt Beifall, wenn auch nur geteilten.
Und ebenso geteilt war die Stimmung, als die langsam auseinanderströmten.
Der Morgen graute. Viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können,
weil sie Konkurrenz durch die Unechten sehr groß war.
Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.
Einig jedoch waren sie sich, das sie als Gefühle dem Menschen zwar beistehen konnten,
daß sie aber nicht allein für ihn und sein Wohlbefinden verantwortlich waren.
Das war der Mensch mit seinem Verstand im gleichen Maße.
Und gerade dieser Verstand war ein ernstzunehmender Gegner,
wenngleich er ursprünglich als Partner der Gefühle gedacht war.
Die Unechten gingen jedoch in der Regel über den Verstand,
hatten das Denken des Menschen schon zum Teil erobert,
was ein weiteres Hindernis für die Gefühlswelt darstellte.
Die Gefühle trennten sich mit dem festen Grundsatz,
sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und niemals aufzugeben.

~ Kristiane Allert-Wybranietz ~


Sonntag, 26. Oktober 2014

~ SchubladenWELLE ~

Es gibt wirklich täglich etwas, worüber ich mich wundern kann.
Heute zum Beispiel ist mir wieder etwas begegnet,
antiquierte Rollenbilder, Mars - Venus Verständigungsprobleme,
und anderer Schubladenkram.
Manchmal so finde ich ja, macht es Sinn diese Schubladen mal
zu öffnen, all den Kram auf den Tisch zu legen,
zu sortieren und sich selbst zu fragen, ist das wahr?
Sind wirklich ALLE Frauen so,
ist das wirklich ein REINES Männerthema?
Oder ist es in Wahrheit vielleicht einfach eine MENSCHliche
Frage?
Mich spricht eine solche Fragestellung natürlich nur an,
weil ich mir vor nicht allzu langer Zeit,
beziehungsweise - immer mal wieder - auch die Frage stelle,
ob es bestimmte emotionale Eigenschaften gibt, die
typisch männlich oder typisch weiblich sind.
Wenn ich nun aber davon ausgehe, dass wir alle
männliche und weibliche Anteile in uns haben,
die von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sind,
wenn ich weiter betrachte, dass wir alle in bestimmte Rollenbilder
hineinerzogen wurden, beziehungsweise im weiteren Verlauf
uns mit bestimmten Rollenbildern identifiziert haben,
ob sie uns nun gefielen, oder nicht.
Wenn ich nun aber für mich entschieden habe,
diese Rollenbilder mal zu hinterfragen um zu meinem
Kern, meiner Seele, meinem inneren vorzustoßen,
zu dem was mich in Wahrheit ausmacht, als Mensch,
stelle ich für mich fest, der Unterschied zwischen
Mann & Frau ist in diesem Kern verschwindend gering.
Ich erkenne ähnliche Sehnsüchte, ähnliche Charaktereigenschaften,
ähnliche Gedankengänge, und einen ähnlichen Antrieb.
Nur der Ausdruck ist sehr häufig ein anderer.
An der Oberfläche wirken wir uns fremd, sprechen
wir verschiedene Sprachen, kommunizieren in unterschiedlichen
Wellen. Warum?
Weil wir uns verbergen.
Weil wir Schutzmechanismen  anwenden, die uns vor Verletzungen,
des gegengeschlechtlichen Parts schützen sollen,
Panzer, Mauern, Fassaden errichten und uns mit diesen
"Masken" aufeinander zubewegen, nun trifft Maske auf Maske.
Mauer auf Mauer, Rollenklischee auf Rollenklischee und
in Wahrheit hat das was wir sehen und zu sein vorgeben NICHTS
mit dem Menschen zu tun, den wir vor uns sehen, oder der wir sind.
Meines Erachtens ist das ein großes Dilemma angesichts dessen,
was wir an tiefen und wahren Gefühlen verschwenden,
in diesem Oberflächenwahn.

Aber auch hier gibt es sicher sehr verschiedene Sichtweisen.

Können wir wirklich nicht mehr vertrauen?
Ich meine wirklich vertrauen, auf unser Gefühl,
in Verbindung mit unserem Verstand?
Haben wir wirklich nicht mehr die Zeit, anstelle von Pauschalurteilen uns einmal
näher mit Menschen auseinanderzusetzen, uns auch mal selbst zu hinterfragen?
Haben wir solch eine ausgeprägte Angst vor ECHTer Nähe,
dass wir die Oberfläche in Kauf nehmen, im Kern unberührbar bleiben,
nur um uns nicht verletzbar zu machen?

Ich würde da gerne nicht mehr mitspielen und ich versuche
so gut es mir eben möglich ist, mich aus solchen oberflächlichen
Pseudo - Verbindungen rauszuziehen und dennoch erwische ich
mich selbst auch dabei, aus Angst verletzt zu werden, mich immer mal
wieder an die Oberfläche zu retten.

Aber immer nur tief tauchen geht ja auch nicht,
dieses Leben ist ein Prozess, es gibt keinen
Stillstand, WIR LERNEN, ob wir wollen oder nicht,
aber was wir lernen, oder wie wir es betrachten,
das wählen wir selbst.

Ich bin dankbar für all dieses lebendige Lernen im Kontakt mit
Menschen und besonders im Kontakt mit mir selbst!!

Danke Euch allen für den bewegenden Austausch der letzten Wochen
& Monate und d a n k e für Eure teilweise sehr offenen Nachrichten.
Für Eure Ansichten und dafür, dass ihr sie mit mir teilt.

Einen FRÖHLICH - ENTSPANNTEN Sonntag wünsche ich UNS,
mit beLEBten WELLEN und weniger Rollenklischees!

Mich hat mal jemand gefragt, wie mir die Gleichung Mann = Mensch gefällt.
Die gefällt mir sehr, ich erweitere die mal ganz frech:

Mann = MENSCH = Frau ... zumindest dann, wenn der MENSCH im Mittelpunkt
des Interesses steht! ;-)


HERZlich ~ Daniela 




Samstag, 25. Oktober 2014

~ WÄRMEwelle ~

Vor einiger Zeit wünschte meine Freundin,
sich mal einen ofenwarmen Blog zum Thema Beziehungen.
Ich antwortete ihr, dass ich gerade keinen Zugang zu diesen Themen habe.
Das will habe ich weggelassen und wenn ihr Euch nun fragt warum,
möchte ich Euch antworten,
dass es für mich immer wieder eine Herausforderung bedeutet,
über Themen zu schreiben, durch die mich mein ureigener Wellentanz
gerade schleudert.
Also die Frage, oder besser meine Frage zu diesem Thema
ist nämlich immer wieder die eine,
gibt es diese HERZofenwärme wirklich?
Wenn ich mir die Beziehungen und Ehen innerhalb
meines näheren Umfelds so anschaue,
auch meine eigenen in der Rückbetrachtung übrigens,
kann ich genau 3 nennen, in denen ich dieses Gefühl spüren kann,
eine ehrliche Wärme, eine liebende Grundhaltung,
die genug Raum für jeden Partner lässt und
dennoch eine so warme & tiefe Verbundenheit ausstrahlt,
dass es mir ganz warm um´s Herz wird, wenn ich diese Menschen gemeinsam erlebe.
Nun werdet ihr mir sicher gleich alle sagen/schreiben,
dass es ja auch nicht immer so sein kann,
dass eben auch schwierige Phasen zu einer Partnerschaft  gehören und
wisst ihr was? Ihr habt damit vollkommen Recht, es gehören wütende Phasen dazu,
auch traurige und hoffentlich lustige, aufregende, lebendige, liebevolle.
Vor allem und da kommen wir auch gleich wieder zum Ausgangspunkt
HERZENESWÄRME,
die es in einigen Beziehungen tatsächlich sogar in den wütenden und traurigen Zeiten gibt.
Eine Beziehung, Partnerschaft, Verbindung oder wie auch immer man es gerne nennen mag
ist immer auch arbeit.
Vor allem aber ist sie doch getragen von Liebe, von Vertrauen, von Wahrhaftigkeit,
von Loyalität und eben dieser Herzenswärme, oder?
"Aber das ist doch nicht die Realität."
"Nein?"
"Nein!"
Vielleicht passt meine Auffassung nicht in die Realität der meisten Menschen,
aber es ist meine Realität geworden bzw. mein Wunsch nach einer Verbindungsrealität,
die mir gar nicht mehr anders zu leben möglich ist. Warum?
Weil ich diese "Realität",
die mir von einigen Menschen immer wieder
als die einzig Existente beschrieben wird erlebt habe,
allerdings stellte sie sich für mich schlussendlich als eine der schmerzvollsten Illusion dar. 
Klirrende Kälte statt HERZlicher Ofenwärme,
bevor ich mir das allerdings eingestehen wollte, musste ich so einige Feuer zünden,
die aussen wärmten, was innen bereits längst erkaltet war.
Zurück zu den Menschen, bei denen ich diese HERZliche Wärme spüre,
diese Menschen begleiten sich gegenseitig, wirken in ihrer Individualität
so verbunden.
Sie hatten es bestimmt nicht immer leicht, aber sie haben es geschafft,
die stürmischsten aller WELLEN gemeinsam zu TANZEN, bisher.
Eine dieser Verbindungen dauert nun schon über 30 Jahre und wenn ich diese zwei
Menschen gemeinsam erlebe im Alltag geht mein Herz auf.
Nicht, weil sie sich besonders bemühen liebevoll miteinander zu sein,
sondern weil sie es ECHT sind.
Weil ihr Blick genügt um ihn Lächeln zu lassen,
weil eine Bewegung von ihm ihre Aufmerksamkeit so fesselt,
dass sie für einen Augenblick vergisst, was sie eigentlich tun wollte.
Weil sie so normal und gleichzeitig so herrlich verrückt sind.
Wenn ich diese Menschen frage, wie sie das geschafft haben,
kommt nicht sofort eine Pauschalantwort wie: "Wir lieben uns eben!"
oder irgendwelche Patentrezepte, sondern eine lange Gedankenpause
bevor sie zu erzählen beginnt, dass sie einfach in diese Verbindung vertraut hat,
dass sie immer, auch dann, wenn es um schmerzvolle Tatsachen ging
offen damit umgegangen sind, dass sie sich immer auch den Raum gaben
sich einmal in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln und sich dennoch verbunden
fühlten und dass sie um dieses Gefühl kämpften, wenn es sich mal in Schieflage zu
bringen drohte. Ihr Mann fügt hinzu, dass sie sich gegenseitig immer ermutigt haben
auch einmal eigene Wege zu gehen, teilzuhaben am Leben des anderen,
dass sie sich immer noch so wahnsinnig viel zu geben und zu erzählen haben.
Seine Frau sei auch gleichzeitig eine Freundin, neben den Freundschaften,
den gemeinsamen und auch denen die jeder unabhängig davon pflege.

Und während ich schreibe, geschieht was auch passiert,
während ich diesen Menschen zuhöre & sehe ... ich muss weinen.

Illusion oder Realität?
Herzofenwärme oder klirrende Kälte?
Wahrhaftigkeit oder Masken?
Freiheit oder Ketten?
Vertrauen oder all der andere Kram?

Wie auch immer jeder das für sich entscheiden mag,
ich mag HERZliche WÄRME & zwar die ECHTE.

Genießt EURE ZEIT und habt es schön WARM! ♥


HERZlich ~ Daniela