Samstag, 21. September 2013

~ Das Leben hat immer Recht! ~

Je mehr ich darüber nachdenke und diesen Gedanken in mein Leben integriere,
desto leichter erscheinen mir die Worte.
Das war nicht immer so.
Wie oft fand ich mich wieder in Endlosschleifen der Gedanken, in energieraubenden Zukunftsplänen, in sinnlosen Spekulationen darüber, was Menschen denken oder tun könnten,
und wie ich gegebenenfalls darauf reagieren würde.
Völliger Schwachsinn und Zeitverschwendung, sagten mir schon unzählige Menschen.
Offen gestanden, quälte ich mir in der Vergangenheit bei einem solchen Satz ein müdes Lächeln ab.
Irgendwann entschloss ich mich dann, mein Leben dazu zu befragen und siehe da, es hatte Recht.
Es hatte so verdammt Recht, dass ich vor Desillusionierung Brechreiz verspürte und es hatte so Recht,
dass ich mich erst mal von allem, was bis dahin mein Lebensinhalt war trennen musste.
Ehrlich gesagt, war mir nicht einmal klar,
was ich da tat oder wohin es mich führen würde.
Ich folgte einem Impuls und ich wusste, wenn ich das nicht tun würde, sterbe ich innerlich.
Ich wollte leben, ich wollte herausfinden, was dieses „LEBEN“ noch sein kann und ich wollte MICH entdecken.
Schicht für Schicht abtragen, von den Lagen die sich in den Jahren,
seit ich mich das letzte mal bewusst gespürt hatte, um mich gelegt hatten.
Das war nicht immer angenehm und alles andere als einfach,
denn all diese Schichten sind miteinander vermischt.

Ob ich jemals fertig werde damit?
Ich weiss es nicht.
Ob das wichtig ist?
Ich glaube nicht, solange ich in Kontakt mit mir bin.
Ob ich weiss wohin der Weg noch führen wird?
Nein, das weiss ich nicht.
Ich weiss nur wo ich hin will, ob ich jemals da ankomme, keine Ahnung,
wenn ich nicht daran glauben würde, hätte ich möglicherweise keinen Grund den Weg zu gehen.


Seit ich nicht mehr die meiste Zeit mit planen verbringe,
kommt es übrigens überraschend intensiv – das LEBEN.
Einfach herrlich!
So freue ich mich wieder an den kleinen Wundern und entscheide in jedem Augenblick,
ob ich an den Dramen, die in mir und um mich herum geschehen teilnehmen möchte oder nicht.
Klingt leicht oder?
Ist es auch, meistens.
Wenn nicht, macht das planen und darauf endlos herum denken es auch nicht leichter.


Ich habe mir angewöhnt dann einfach mal tief durchzuatmen und wenn nötig eben die Welle, die sich schlecht anfühlt zu surfen, um mich im Anschluss zu fragen, ob und wenn ja wozu sie gut war.


Die allerschönste Erkenntnis für mich ist die, dass alles zu jeder Zeit perfekt ist, so unperfekt es auch auf den ersten Blick wirken mag.


Es geht immer weiter und die nächste Welle kommt bestimmt!


Am leichtesten eben mit FREUDE und LIEBE zum LEBEN!



Freitag, 20. September 2013

~ Herbst mit von Ribbeck im HERZen! ~

Ich mag den Herbst.
Diese Jahreszeit, welche die Hitze des Sommers mit der Kälte des Winters verbindet,
ihre Farbvielfalt, den Klang der fallenden Blätter im Wind.
Ich mag die warme Stimmung der Herbstabende, bei Kerzenschein & Tee mit einem guten Buch.
Ich mag herbstliche Waldspaziergänge mit meinen Kindern.
Ich mag es mit Ihnen Kastanienmännchen zu basteln.
Den Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen.
All das erinnert mich an meine eigene Kindheit,
die Wochenenden bei meinen Großeltern und ein Gedicht,
das mir den Klang der Stimme meiner Oma ins Herz zaubert:




Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit,
Und die Birnen leuchteten weit und breit,


Da stopfte, wenn’s Mittag vom Thurme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: „Junge, wist’ ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,


Kumm man röwer, ick hebb’ ne Birn.“

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit,


Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit in’s Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht


Sangen „Jesus meine Zuversicht“
Und die Kinder klagten, das Herze schwer,
„He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?“

So klagten die Kinder. Das war nicht recht,
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,


Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt,


Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er that,


Als um eine Birn’ in’s Grab er bat,
Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,


Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ über’n Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: „wiste ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: „Lütt Dirn,


Kumm man röwer, ick gew’ Di ’ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.



(Theodor Fontane)



Mittwoch, 18. September 2013

~ stolpern ~ STAUNEN ~ schenken ~

Heute staune ich.
Es gibt so viele Gründe zu staunen.
Immer und immer wieder, wenn ich stolpere über etwas oder mich selbst,
erscheint von irgendwoher ein Geschenk.
Es wirft sich direkt vor meine Füße und ich staune,
sehe mich um und frage mich nicht mehr wo es her kommt.
Es ist einfach da und seit ich nicht mehr das Gefühl habe,
ich würde solche Geschenke nicht verdienen,
hebe ich es auf, ich öffne und staune.
Zum Vorschein kommen Licht, Liebe, Freude, Dankbarkeit.
Mich berühren diese Geschenke tief in meinem Herzen.


Ein kluger Freund und Lehrer sagte mir einmal,
alles was Du siehst in der Welt, findest Du in Dir.
Je mehr ich staune über all die Geschenke, die mir zugefallen sind,
in den vergangenen Jahren, desto mehr Sinn macht es für mich,
diesen Weg weiter zu gehen.
Geschenke, die ich erhalte, die mich bewegen und mich so unfassbar viel lehren,
weiterzugeben, an Menschen, die offen sind für ungewöhnliche Geschenke.
Jeder von uns hat zu jeder Zeit die Möglichkeit,
seinen Blick zu öffnen und zu lernen,
an allem was uns täglich begegnet,
dann ist STAUNEN nur ein Nebeneffekt,
denn was es ausserdem noch so zu lernen gibt, ist und bleibt spannend
und schenkt fast nebenbei etwas, dass mir seitdem recht häufig begegnet,
tief empfundene FREUDE!




„ Leben passiert.“ sagte ich meinem Freund einmal, beiläufig, während eines Gesprächs.
Als er diesen Satz nach einiger Zeit erwähnte, fragte ich ihn, warum er sich so genau daran erinnert.


Er antwortete mir:


„Weil´s wahr ist und weil ich den Eindruck habe, dass DU es wirklich BIST, die das sagte.“


Ja, Leben passiert, es passiert in jedem Augenblick.
Es ist wunderschön, und erSTAUNT mich weiter,
je mehr es mir gelingt es passieren zu lassen,
Augenblick für Augenblick bewusst wahrzunehmen,
ohne zwanghaft Einfluss nehmen zu müssen.
Die Augenblicke kommen und gehen zu lassen,
ohne das Gefühl etwas halten zu können und in dem Bewusstsein,
dass es einen guten Grund gibt für alles was geschieht,
der sich mir mit der Zeit erschliessen wird.
Es ist ein Weg und kein Ziel,
das wird mir immer klarer und schafft sowohl schöpferischen Raum,
als auch Augenblicke der Seelenruhe.


Heute möchte ich mich bedanken, bei einem Menschen,
der mir mit seiner Kreativität, ein persönliches Video zu gestalten,
eine große Herzensfreude bereitete.
D A N K E von HERZEN für DICH und Deine feine Wahrnehmung,
für Deine Wertschätzung,
für die berührenden Bilder,
den wundervollen Song,
den mitfühlenden Blick
und Deine HERZlichen Worte!


https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=by-01X6fq_U

Dienstag, 17. September 2013

wütender Husten & Tränen der FREUDE ♥

Ich huste und mein Kopf fühlt sich an, als würde er jeden Augenblick explodieren.
Klar, das macht mein Körper genau dann mit mir, wenn ich voller Tatendrang Projekte umsetzen möchte, lernen muss und sonst noch diverse Dinge zu erledigen habe.
Wut spüre ich, einen Moment lang bin ich verunsichert, was mache ich mit dieser Wut.
Irgendwann einmal lernte ich, Wut ist schlecht, also lernte ich sie erfolgreich zu unterdrücken,
wie die meisten meiner Gefühle, eigentlich alle, die mein Programm einmal als nicht erwünscht speicherte.
Nun bin ich Profi in der Unterdrückung von Gefühlen, was mich wieder wütend macht, denn ich arbeite recht hart daran, jedes Gefühl wahrzunehmen, als das was es ist, es zu reflektieren und dann möglicherweise zu reagieren. Nur ist das mit der Wut nicht so einfach, scheint mir. Jetzt ist sie einfach da und ich frag mich, was mache ich jetzt mit ihr. Ich könnte schreien, sinnlos, antwortet mein Verstand. Also frag ich mich vielleicht einfach mal, was sie von mir will und worauf ich eigentlich wütend bin. Während ich so darauf herum denke wird mir übel.
Ich bin wütend auf mich selbst. Ich bin wütend, weil sich mir der Gedanke erschliesst, dass es mir nicht gelingt einfach ich zu sein, dass ich mich immer wieder in meinen gespeicherten Programmen verknote, dass ich im Kontakt mit Menschen recht schnell erspüre, welche Verhaltensweisen erwünscht sind. Das bringt mich so aus dem Konzept, dass ich mich zurück ziehe, aus diesen Situationen. Sie zerreißen mich. Ich bringe mich in „Sicherheit“ brauche Abstand um mich darauf zu konzentrieren nicht impulsiv mein Programm abzuspielen, nämlich mich so zu verhalten, wie es von meinem Gegenüber gewünscht ist, sondern wie ich es fühle. Spontan gelingt mir das nur sehr schwer. In dieser Sicherheit, gelingt es mir recht gut, zu erkennen was es ist, dass sich für mich im ersten Moment nicht stimmig anfühlte. Die Sicherheit allerdings wieder zu verlassen und in den Kontakt zu gehen mit betreffenden Menschen, um meine Sichtweise zu vertreten erfordert jedes mal Mut und Energie. Auch das macht mich wütend, weil es mich zurück bringt zu den Momenten in denen ich all diese Energien von mir abschnitt.
Ich will mir erlauben wütend zu sein, Fehler zu machen, nicht perfekt zu sein,
ich will mir erlauben über meine eigenen Füße zu stolpern und mir die Zeit zu nehmen,
die ich brauche um klar zu sehen und mich zu orientieren.
Ich will mir erlauben auch mal keine Worte zu haben, für Gefühle, die mich überwältigen und ich will mir erlauben, den Teil in mir anzunehmen der vorsichtig ist.
Genau so will ich mir erlauben den wilden Teil, den der mutig ist und manchmal springt, bevor er weiss wohin, zu leben.
Was ich nämlich unter keinen Umständen mehr will, sind Selbstbegrenzungen und Selbstverurteilungen.
Mit dem schreiben dieser Zeilen berühre ich mich selbst, und etwas wunderbares erscheint mir gerade sehr klar in meinem Bewusstsein.
Die Sicherheit, die ich plötzlich in mir finde, war da nicht immer.
JETZT ist sie DA und ich freue mich von Herzen, denn sie gibt mir die Möglichkeit aus ihr heraus zu sein, wer ich wirklich bin und zu handeln, nach meinen eigenen Wünschen. Mich emotional abzugrenzen von den Menschen, die mir sehr nah sind, um auch im Umgang mit ihnen achtsam und klar zu sein.
Möglicherweise braucht es nur etwas Zeit, um in den unstimmigen Augenblicken zu reagieren, mit der Sicherheit, die dann DA ist.



Freitag, 13. September 2013

~ Elfen(t)raum ~

„Guten Tag,“ sagte der Sonnenstrahl, „Sie sind so schnell unterwegs, wo fliegen sie denn hin?“
Hoppla, die Elfe schaute sich um, sie konnte nichts erkennen.
Das Licht blendete sie so sehr, sie war einfach losgeflogen, sie hatte geträumt und nicht bemerkt,
wie nah sie sich ans Licht gewagt hatte.
Sie blinzelte und erkannte im Licht die Umrisse einer Gestalt.
Diese Umrisse wirkten so mächtig, nicht leicht und sanft, wie die einer Elfe.
Sie wirkten schwer und bedrohlich. Was das wohl sein mochte, was sich wohl dort entdecken ließe,
noch näher am Licht, fragte sich die Elfe still.
Sie erschrak, weil ihr bewusst wurde, dass sie hierher geflogen war, ohne auf den Weg zu achten,
sie hatte geträumt, von ihrem magischen Ort, ein Ort am Meer.
Dort würde sie ein lange verlassenes Haus erwarten, ein schweres, verwittertes Eisentor würde sie mit all ihrer Kraft bewegen um über einen steinigen Weg das Haus zu erreichen.
Es ist ein wirklich altes Haus, die Mauern haben gelitten durch Wind und Sonne.
Die Elfe öffnet eine Holztür, es lässt sich an einigen Stellen erahnen, dass diese Tür einmal  blau angestrichen war, das musste allerdings sehr lange her gewesen sein.
Sie betritt den Flur, es ist dunkel und staubig dort drinnen, sie öffnet alle Türen die sie findet und plötzlich erstrahlt das Haus in hellem Licht, es würde viel zu tun geben, denkt sie und dass dies ihr Paradies ist.
Hier will sie sein, sie träumt sich das Haus in den buntesten Farben, den Garten voller Zitrusfrüchte - und Olivenbäume.
Hier soll ein Ort des „sich fühlens“ entstehen, ein Ort der Begegnung.
Eine Oase des Lichts, inmitten einer kargen Vulkanlandschaft, in unmittelbarer Nähe des Ozeans.
Dieser Ort erinnerte sie an ihren Ursprung, hier fühlte sie sich zu Hause.
Unterdessen war sie wohl einfach losgeflogen und fand sich so nah am hellsten aller Lichter wieder.
Die Elfe liebte das Licht, doch bisher war es eher etwas gewesen, das sie sehnsuchtsvoll aus der Ferne betrachtete, wie auch ihren Traum vom Paradies.
Zu sehr war sie damit beschäftigt ihren Platz auf der Erde, zwischen all den Menschen zu finden, sie wusste immer dass, es einen Grund gibt, der sie an diesen Ort und in diese Zeit schickte und doch hatte sie immer mal wieder das Gefühl, sie passe dort nicht hin, in letzter Zeit wurde es schleichend immer intensiver.
Nun hatte sie wohl etwas in die Nähe des Lichtes gezogen.
Sie versuchte erneut die Augen zu öffnen und wieder gelang ihr nur ein blinzeln, jetzt sah sie etwas genauer. Die Umrisse der Gestalt wurden zu einem riesigen Schatten, der sich vor Ihr aufbäumte.
In diesem Augenblick erkannte sie, dass es ihre eigene Silhouette war, die sie dort sah.
Ein riesiger Schatten ihrer Selbst, der erstaunlicherweise nicht mehr so bedrohlich wirkte, er lächelte sogar recht freundlich, fast einladend.
Dort oben im Licht, entdeckte die Elfe ihren Mut.
Flügelschlag für Flügelschlag näherte sie sich dem Schatten ein wenig mehr.
Ihr war so, als würde sie von weit her das Echo einer ihr vertraute Stimme hören, die sagte: „Geh weiter, flieg, Du kennst die Richtung und Du weißt Du kannst es. Ich hab´s gesehen.“
Berührt vom Echo und der Melodie ihres Herzens, tat die Elfe den letzten Flügelschlag, der sie in ihrem eigenen Schatten verschwinden ließ.
Es war dunkel hier und kalt.
Die Elfe spürte eine unfassbare Wut in sich aufsteigen, was tat sie hier nur und wozu zeigte ihr dieser Schatten ihren Lebensfilm, all die Episoden, die sie sich schon einmal angeschaut hatte, vor nicht allzu langer Zeit,
den Schmerz, die Traurigkeit, lähmende Angst, Selbstbegrenzung, Abhängigkeit.
Sie wollte das alles nicht noch einmal sehen, dennoch hatte sie den Weg hierhin gefunden,
geleitet von etwas, das der Verstand ihr nicht erklären konnte.
Sie durchlebte erneut und in einer vorher nicht gekannten Intensität und Geschwindigkeit, alle Tiefen ihres bisherigen Lebens.
Als der Film endete, fühlte sie sich, als hätte sie Jahre nicht geschlafen, als hätte ihr etwas all Ihre Energie entzogen.
Sie brauchte einen Augenblick Ruhe und schloss die Augen.
Sie schlief ein und träumte.
Sie träumte, sie sei ganz nah ans hellste aller Lichter geflogen und dort ihrem Schatten begegnet, der ihr ihren eigenen Lebensfilm zeigte.
Sie träumte, dass in diesem Augenblick etwas merkwürdiges geschah.
Die Elfe und ihr Schatten wurden EINS.
Die Dunkelheit, die ihr vorher so bedrohlich erschien wurde zu einem selbstverständlichen Teil von ihr.
Sie öffnete die Augen und blickte wieder ins Licht.
Sie war orientierungslos, hatte sie wirklich geträumt?
Sie suchte den Schatten.
Was sie erblickte, diesmal mit weit geöffneten Augen, war so atemberaubend schön,
dass die Freude ihr Tränen schenkte.
Sie sah die SONNE so HELL & in ihrer PURen, einzigartigen SCHÖNheit.
Um die Sonne herum tanzten die unterschiedlichsten Lichtwesen und sangen ihr Lied.
In diesem Augenblick wusste die Elfe, sie waren mit ihr dort gewesen,
sie hatten den Film gemeinsam mit ihr geschaut und sie würden immer da sein, in jeder Sekunde ihres Lebens.
Sie war erfüllt mit Liebe und Dankbarkeit!
Die Elfe spürte, dass sie nun zurück musste.
Sie würde diesen Augenblick zeitlebens nicht vergessen und immer, wenn sie nun ins Licht blicken würde, wäre sie erfüllt von diesem Gefühl der Liebe, des Eins seins und sie könnte wann immer sie wollte hierher zurückkehren.
Sie atmete tief und machte sich von den leiser werdenden Stimmen begleitet auf den Heimweg. Diesmal schaute sie sich genau an, was sie sah, sie hörte jedes Geräusch, sie roch und schmeckte die unterschiedlichen Atmosphären, die sie durchflog und sie fühlte die feinsten Veränderungen auf ihrer Haut.
Eine überbordende Freude breitete sich in Ihr aus.
Zu Hause angekommen dachte sie nach, über dieses Ereignis.
Ihr wurde bewusst, dass etwas sehr bedeutsames geschehen war.
Sie hatte vorher oft darüber nachgedacht und versucht zu verstehen, dass Licht & Dunkelheit untrennbar miteinander verbunden sind.
Nichts auf dieser Welt würde LEBEN ohne einen Gegensatz,
nichts wäre spürbar und es würde kein Gleichgewicht geben.
Ihr wurde immer klarer, dass der einzige Schmerz, den es wirklich zu überwinden galt TRENNUNGSSCHMERZ ist, denn in Wahrheit sind wir es immer Selbst,
die uns trennen, von dem was größer ist als wir, von dem Gefühl verbunden zu sein,
weil Licht&Schatten gegeneinander ankämpfen in uns und in der Welt um uns herum.
Ihr wurde bewusst und zum ersten mal konnte sie wirklich FÜHLEN, was sie schon lange ahnte,
dass es darum geht ein Gleichgewicht zu finden,
Verbindungen zu schaffen, Brücken zu bauen.
Lichtquellen zu erschliessen in der Dunkelheit.
Damit fühlte sich plötzlich der Weg zu ihrem Traum,
dem Ort des Lichtes, das Haus am Meer, leichter an,
das Bild dazu wurde klarer und verankerte sich zu einem Ziel,
denn sie wusste es gab noch viele Brücken zu bauen und einige Lichtquellen zu erschliessen,
auf ihrem Weg dorthin.



Dienstag, 10. September 2013

~ Weltschmerz oder Gesellschaftsfragen ~

"Weltschmerz", sagte sie. "Du trägst den Schmerz der Welt und Du wirst darunter zusammen brechen."


Das stimmt so nicht, dachte ich. Ich spüre Schmerz. Einen Schmerz, der auch mit mir zu tun hat. Ich sah eine Dokumentation über Kinder mit einer Bipolaren Störung, ich sah, wie diese Kinder teilweise im Kleinkindalter mit Medikamenten vollgepumpt werden, ich sah, und das erschütterte mich vielleicht am meisten, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Kinder die Medikamente zu sich nahmen, die ihnen ihre Eltern mit einer noch größeren Selbstverständlichkeit verabreichten. Ich höre es in meinen Ohren laut dröhnen, die Stimme eines zehn jährigen Mädchens, welches erklärt, dass sie diese Medikamente nimmt, damit sie kontrollierbar werde. Ich höre die Stimme der Mutter eines drei jährigen Jungen, die erklärt, sie verabreiche ihrem Sohn 3 verschiedene Medikamente, um seine Wutanfälle zu bändigen. Währenddessen schlägt ihr Sohn Wäsche in den Fernseher, der während der gesamten Aufnahmen dieser Familie monoton im Hintergrund läuft.


Ich bin Mutter und ich war Kind.
Ich erinnere mich gut an die Gefühle eines Kindes.
Ich erinnere mich an den Schmerz, wenn ich das Gefühl hatte etwas falsch oder nicht gut genug zu machen. Ich erinnere mich an meine Verwirrung, wenn ich einem Erwachsenen eine Freude machen wollte, indem ich Schokoladenkuchen mit Blumenerde auf dem Wohnzimmerteppich backte und dafür bestraft wurde. Ich erinnere mich daran wie furchtbar wütend ich wurde, wenn ich den Menschen erzählte, ich sei soeben zurückgekehrt aus meinen Ferien in Bullerbü, und sie mich auslachten und mir erklärten, ich wäre nicht dort gewesen.
Möglicherweise wäre ich heute ein Kind mit einer bipolaren Störung, auffällig in jedem Fall.


Nun bin ich selbst Mutter und weit entfernt davon perfekt zu sein.
Meine Kinder bekommen Wutanfälle, sind traurig,
erzählen mir die wildesten Phantasiegeschichten und bringen mich von Zeit zu Zeit an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Ich verliere die Nerven und dann schreie ich auch mal. Es gibt Tage, an denen ICH gestresst bin, mich nicht gut fühle oder einfach Zeit für mich brauche. Meine Kinder spüren das zu jeder Zeit und versuchen, wie alle Kinder diese Energien auszugleichen und wenn das nicht gelingt, versuchen sie die Aufmerksamkeit anders auf sich zu lenken - sie werden auffällig - was mehr über mich, als über meine Kinder aussagt. 


Einmal, ich war ca. im 7. Monat schwanger mit meiner ersten Tochter, dachte ich über mein Mutter werden nach, versprach ich diesem Wunder in meinem Bauch etwas, ich versprach meiner Tochter zu jeder Zeit zu versuchen authentisch zu sein, ihr soviel Liebe zu geben, wie sie brauchen würde und ich zu geben in der Lage bin und ich versprach meiner Tochter, sie zu sehen, wie sie ist. Sie zu begleiten und ihr die Möglichkeit zu geben, sich so frei wie möglich zu entwickeln.
Manchmal gelingt es mir nicht, weil ich mich immer wieder in alten Erziehungsmustern finde, oder weil mir der Spagat zwischen „unserer“ Art zu leben und der Ansicht eines in meinem Empfinden kranken Systems, wie wir zu leben hätten nicht gelingen will.


Bei den Worten Anpassung und Kontrolle, bemerke ich einen Würgereiz in mir. Beim ersten Elternsprechtag in der Schule erklärte man mir gleich, was an meinem Kind auffällig sei. Sie sei auffällig freundlich und habe ein überdurchschnittlich ausgeprägtes Sozialverhalten ihren Mitschülern gegenüber.
Der Satz, dass sie es damit schwer haben würde, wurde noch schnell nachgeschoben und ich fragte mich auf dem Heimweg tatsächlich, ob ich es meinem Kind schwer mache, mit den Werten, die wir leben.


Im weiteren Verlauf dieses ersten Schuljahres gab es einen Lehrerwechsel.
Die neue Klassenlehrerin meiner Tochter entdeckte schnell eine weitere Auffälligkeit.
Sie sei Körperbezogen und umarme ihre Klassenkameraden, natürlich nicht alle.
Jene, die ihr eben nahe stehen, aber sie sei ja auch erst in der ersten Klasse.
Vor meinem geistigen Auge erschienen leuchtend rote Fragezeichen.
Also fragte ich nach, ob diese Aussage eine Botschaft enthalte, die mir zu entschlüsseln gerade nicht möglich sei.
Daraufhin erklärte sie mir, man könne einmal mit ihr darüber sprechen, warum sie diese Mitschüler umarmt.
Ich war ratlos.
Bisher war ich der Ansicht, es sei gut, dass meine Tochter in der Lage ist ihre Gefühle auszudrücken.
Ich antwortete der Lehrerin, dass es für mich keine Veranlassung für ein solches Gespräch mit meiner Tochter gibt, und ihre Frage, möglicherweise eine Frage an sich selbst sein könnte, da sie sich mir nicht stellt.


Auf dem Heimweg fragte ich mich erneut, ob ich es meinen Töchtern schwer mache.


Heute sehe ich dann diesen Film. Ich sehe, wie Eltern, die sicher das beste wollen für ihre Kinder, darauf vertrauen, was Ärzte, Lehrer oder die Nachbarn sagen. Ich sehe, wie Eltern sich profitabel ausbeuten lassen von einer Industrie und dafür Kinder geopfert werden. Die Lebenserwartung von Menschen, die seit ihrer Kindheit Psychopharmaka einnehmen verringert sich um 25%.


Weltschmerz?
Mein eigener Schmerz?


Eines weiss ich ganz sicher, ich werde mich niemals anpassen können - wollen, an eine Gesellschaft, die aus Gründen des Profits ihre Kinder opfert.




Montag, 9. September 2013

L I C H T ~♥~

ich spüre Dich
ich sehe Dich
Du berührst mich
Du bewegst mich
Du weist mir meinen Weg
Du machst ihn leicht für mich
Du machst meine Schatten sichtbar
Dir vertraue ich
ich folge Dir
in jede Nacht
in jeden neuen Morgen
Du begleitest mich
ich sehe klarer
in den dunkelsten Stunden
sehe ich mich
in Deinen Facetten reflektieren
Du hältst mich warm
durch Dich scheine ich
Du verbindest mich
Du bist Schönheit
Du bist Liebe


LICHT