Donnerstag, 8. Oktober 2015

~ Die Kraft des Träumens ~

Kann man das Träumen verlernen?

Vielleicht erlauben wir uns nicht mehr zu träumen,
möglicherweise begrenzen wir sogar unsere Träume,
weil wir intuitiv wissen, dass sie sich erfüllen können,
dass wir sie uns erfüllen könnten, wenn wir wollen.
Dass wir es versuchen können, wann immer uns danach ist.
Seit frühester Kindheit hören wir aber nun,
dass Träume, Träume bleiben sollten,
dass diese Träumereien doch zu nichts führen,
dass wir aufhören sollen uns Traumschlösser zu bauen.
Und wenn wir erwachsen werden, dann wir das ganze
noch schlimmer, wenn wir uns dann mal erlauben zu träumen,
uns unser Leben in den schillerndsten Farben ausmalen,
konkrete Bilder entwerfen davon, wie so etwas aussehen
könnte, wenn wir beginnen Ideen zu kreieren
und sie mit anderen Menschen teilen,
gelten wir gleich als verrückt, als Phantast,
als Spinner oder eben als der ewige Träumer.
Die meisten Trainer und Coaches haben schon recht,
nichts geht, kein Traum wird sich erfüllen, oder zumindest
nur in den wenigsten Fällen, wenn ich nichts dafür TUE,
mich nicht bewege, auf meinem kompfortablen Hintern
sitze und warte, dass mir alles in den Schoss fliegt,
jemand kommt, der mich "wach" küsst und mir
nebenbei den Himmel zu Füßen legt.
Bleiben wir mal einen Augenblick beim Beruf.
Kein Mensch, der unzufrieden aber gewissenhaft
30 Jahre seinen Job ausführt, wird sich jemals
in Bewegung setzen, irgendetwas tun, wenn er verlernt hat
sich ein anderes Leben zu erträumen, sich danach zu sehnen,
es sich zu wünschen mit aller Kraft, die irgendwann dazu
führt, Ideen zu entwickeln ein Leben zu ändern.
Von Heute auf morgen geht das häufig nicht,
aber bei manchem Menschen geht es eben doch,
nämlich dann, wenn der Leidensdruck zu groß wird,
wenn das Sehnen schmerzvoller wird, weil es
uns vor Augen führt, dass wir jederzeit ALLES ändern
können, wenn wir den Mut dazu haben und die Konsequenzen
tragen können und ehrlich gesagt, an diesem Punkt
in einem Leben, weiss ich einfach, das alles besser ist,
als in der Routine des Alltags, der Masse unterzugehen
und zu sterben während ich lebe. 
Woher ich das weiss? Ich weiss es für mich, weil
ich an eben einem solchen Punkt bereits einmal war.
Weil ich meine Träume, meine Wünsche, meine Sehnsucht
einmal so erfolgreich verdrängt hatte, zugunsten eines
rationalen, erfolgreichen (im Sinne von was die meisten Menschen
so unter Erfolg verstehen) Leben, dass sie ich eben einen anderen
Weg gesucht haben, um sich bemerkbar zu machen,
nämlich einen ziemlichen Knock - Out, physisch wie psychisch.
Wenn mir also heute jemand sagen will,
träumen wäre schlecht, würden zu keinem Ziel führen
oder wären eben nicht realistisch, dann entlockt
mir das bestenfalls ein Augenrollen.
Ja, es ist wahr, Luftschlösser sind nicht realistisch,
aber ein wirklicher Traum (widersprüchliche Wortwahl beabsichtigt), eine Sehnsucht,
eine Vision wird zur Mission, zum Ziel und damit zu einer Antriebskraft,
die sich nicht so leicht bremsen lässt und wenn sie doch einmal
ausgebremst wird, die Kraft in sich selbst findet weiterzugehen,
zu träumen, zu sehnen und sich zu bewegen, durch Widerstände
hindurch, die immer wieder den Mut findet sich den Ängsten,
die so ein Traum auch mit sich bringt zu stellen und sie zu überwinden.
Wir dürfen übrigens auch träumen, wenn es um LIEBE geht.
"Deine Erwartungen kann ja niemand erfüllen!"
"Darauf kommt es doch gar nicht an!"
"Man kann eben nicht alles haben, Liebe, Leidenschaft & Freundschaft!"

Nein? Kann man nicht? Ich schon, denn sonst habe ich lieber
nichts, was nämlich auch alles sein kann, wenn man sich selbst
erträgt und mag.

Vor cirka einer Woche hörte ich von einem lieben Menschen
einen ziemlich destruktiven Satz diesbezüglich, nämlich:

"Ich habe meinen Traum aufgegeben." Bzgl. eben dieser
Beziehungsträume.
Das ist echt schade.
Wir dürfen träumen, wir müssen träumen und
es ist gut zu wissen, was wir brauchen um uns wohl zu fühlen,
einen Nährboden zu haben, auf dem wir wachsen können,
allein und gegebenenfalls eben auch zusammen.
Wir können unseren Traum, unsere Sehnsucht,
unseren Wunsch eben nur nicht  einem anderen
Menschen aufbürden, an einen bestimmten Menschen
binden, das ist die Illusion, der wir einfach zu oft
verfallen. Menschen sind wie sie sind,
wir bekommen keine Garantien und wenn wir
ehrlich zu uns selbst sind, können wir sie auch
nicht geben. Was wir aber können ist lieben, träumen
uns sehnen und mit ein bisschen Glück begegnen
wir einem Menschen, der unseren Traum teilt,
uns liebt und bereit ist mit uns an einer Beziehung
zu arbeiten.

Klingt kompromisslos?

Ist es auch, für mich in diesem Fall auch alternativlos,
das ist die Konsequenz, die ich trage,
für ein solches Leben,
ein Leben mit Raum zum Träumen,
das einer FREUDE folgt und nicht dem
Konzept der Mehrheit entspricht
und meistens trage ich diese Verantwortung gern.

Herzlich ~ Daniela











Mittwoch, 7. Oktober 2015

~ Menschen, Worte & Gedanken ~

Worüber sonst könnte ich schreiben als über
all die Themen, die mich berühren, bewegen,
mich ärgern und herausfordern,
als über die Hindernisse, Widerstände und
inneren Dialoge, die sich abspielen in mir,
in jedem von uns, auf eine andere, eine ganz
eigene Art und Weise.
Manche meiner Texte wirkten in den letzten
Tagen auf mich, als habe sie der Erklär Bär für Erwachsene
geschrieben, aber will ich mich erklären?
Muss ich mich erklären, wozu erkläre ich mich
und warum öffentlich?
Ich biete Menschen damit ja regelrecht eine
Angriffsfläche, mache mich verletzbar.
Einige Menschen begegnen mir völlig voreingenommen,
weil sie sich anhand meiner Blogs Bilder davon malen,
wie ich wohl bin.
Manchmal mag dieses Bild Parallelen aufweisen,
sehr häufig ist es jedoch so, dass sie rein gar nichts mit
mir zu tun haben.
Hin und wieder ist es wirklich erschreckend,
wenn ich auf Menschen treffe, die vorab gelesen haben,
was ich hier so schreibe. Nicht, weil es mir unangenehm wäre,
dass sie glauben mich zu kennen, sondern weil sie anhand des
Gelesenen in Verbindung mit ihren eigenen Bildern
glauben zu wissen, was ich hören möchte.
Aber ich möchte gar nichts bestimmtes hören.
Mir ist es auch nicht wichtig, ob ich nun wahnsinnig viele
Gemeinsamkeiten mit einem Menschen habe.
Viel spannender finde ich es, wenn Menschen fragen.
Ich habe so viele Fragen, manche stelle ich meinem
Gegenüber und manche beantworten sich auch von ganz alleine,
wenn wir wirklich zuhören.
All diese Worte, die ich hier in annähern 600 Blogbeiträgen
geteilt haben, drücken vielleicht einen sehr geringen
Anteil meiner Gedankengänge, meiner Innenwelt,
meiner Ansichten und meiner Person aus und es sind
immer Augenblicksaufnahmen, Reflexionen,
Ausblicke, Einblicke, die mich JETZT im Augenblick
des Schreibens beschäftigen.
Manchmal sind es Fiktionen, hin und wieder einmal
stark überzeichnet, weil sie etwas sichtbar machen,
für mich, für Euch.
Ich schreibe nach wie vor, weil es mir Freude macht,
weil es mir ein herzliches Anliegen ist und an manchen
Tagen frage ich mich wofür. Wozu das alles?
Dann fällt mir wieder ein, dass ich damit begonnen habe,
weil es solche Worte waren und sind, die mich begleitet
haben, durch meine Wellen, dass es nicht wichtig ist,
jedem zu gefallen, dass es eben nicht vordergründig
darum geht mich Menschen zu erklären, sondern
an etwas zu erinnern, was der eine oder die andere
von Euch vielleicht verloren, vergessen hat, auf Eurem
Weg.
In den letzten Tagen, waren es die Worte anderer Menschen,
die ich gelesen habe, die mich an meinen Weg erinnert haben.
Die einen kleinen Funken entzündet haben, der auch gleich
gezündet hat. Ich kann nicht schreiben, was mit mir nichts
zu tun hat. Dafür gibt es sicherlich ganz großartige Menschen,
die das können. Meine Blogs, meine Texte, meine Projekte,
werden immer etwas mit mir, mit meinem Empfinden und
mit meiner Wahrnehmung zu tun haben, dennoch wüsste
ich wirklich nicht, wie viele Texte ich schreiben müsste,
um mich komplett sichtbar zu machen, wie ich bin.

Danke Euch für´s gemeinsame Wellentanzen,
für wirklich spannende Begegnungen.

... und bitte, bevor ihr mir sagt oder schreibt, was ihr glaubt,
das ich hören möchte, fragt Euch doch lieber, was ihr gerne sagen
möchtet, oder fragt, was ihr fragen möchtet.
Das macht es mir leicht Euch ganz unvoreingenommen
zu begegnen und entkrampft ungemein.

Zum Thema Kritik mag ich an dieser Stelle auch
noch einmal etwas sagen. Ich freue mich wirklich
über Anregungen, über Themenwünsche und auch
über Eure Ansichten. Was ich gar nicht mag sind
öffentliche Anfeindungen oder Diskussionen
über Geschmack oder meine Blogpartner.
Wer mir oder ihnen da persönlich etwas zu sagen hat,
kann gerne die bekannten Kontaktwege, wie Email
oder in den Socialmedia Netzwerken PN wählen.
Sich austauschen zu den Blogthemen finde ich spannend
Diskussionen zu Geschmacksfragen sind einfach unnötig, sinnlos und
auch irgendwie am falschen Platz, wenn sie in meiner Chronik
stattfindet, denn letztlich ist es doch so simpel:
Gefällt Dir nicht? Dann lies es nicht.
Du hast es gelesen und es hat Dir nicht gefallen?
Lies es nicht nochmal.
Hat Dir nicht gefallen und Dich irgendwie getriggert?
Frag Dich woran könnte das wohl liegen!?
Ist völliger Schwachsinn für Dich und das musst Du unbedingt
kund tun, mach das gern, aber bitte in DEINER Chronik.
Wenn ich Dich gelöscht habe, dann hat das einen guten Grund,
für mich jedenfalls und der muss sich Dir nicht zwingend erschliessen.
Auch darüber diskutiere ich nicht.

So und weil all diese Themen in den letzten Tagen
so sehr dazu beigetragen haben, mich auf das zu besinnen,
was mir wirklich Freude macht und wozu ich es tue,
schreibe ich einfach ... hier und da ... und bald auch dort.

Genießt Eure Wellen! :-)


HERZlich ~ Daniela


Dienstag, 6. Oktober 2015

~ Schicksal, Ironie oder: Lessons of Life & Love ~

"Bist Du Dir eigentlich dessen bewusst, was Du gerade für mich tust?
Wie gut es mir tut, dass Du da bist, hier mit mir?"
Was meinte er bloß? Ich tat doch gar nichts, wirklich nichts.
Seit Stunden dachte ich bereits auf diesem Satz herum, 
ohne dahinter zu kommen, was es war, dass seine
Worte so intensiv in mir klingen liess.
War es diese unbeschreibliche Stimme, eine Stimme,
die mich auf eine Art berührte, in mir vibrierte,
dass es mir Angst machte.
War es sein Blick?
Dieser klare, durchdringende Blick, der mir von unserer
ersten Begegnung an in die Seele zu sehen schien?
Es war so viel Wärme in diesem Blick, eine so tiefe Vertrautheit,
ein Ozean an Farben, von einer Tiefe, die mich förmlich einsog.
Ich hatte keine Ahnung, was ich da gerade für ihn tat und
was genau ihm gut tat, ich wusste nur,
dass ich an keinem Ort der Welt lieber sein würde in diesem
Augenblick und dass es keinen Menschen gäbe,
mit dem ich diesen Augenblick lieber teilen würde,
als mit ihm.
Ich wusste nichts von ihm und doch wusste ich alles,
was ich wissen musste und obwohl er nichts von mir
wusste, fühlte ich mich wahrgenommen, gesehen und erkannt,
wie noch nie zuvor in meinem Leben.
Trotz der Schwere, die uns beide wie eine Hülle
zu umgeben schien, war da eine solche Leichtigkeit
zwischen uns, alles Komplizierte war plötzlich so einfach.
Wenn er mir schilderte, was er gerade fühlte oder dachte,
war mir, als würde er mein Innenleben beschreiben.
Wie er mir zuhörte, während ich ihm erzählte was mich
gerade bewegte. Immer wieder schein er tief einzutauchen
in meine Welt, mein Universum, sich wiederzufinden
in den Wellen, die es in mir schlug.
War es das was ich für ihn tat? Was wir füreinander taten?
Uns einzulassen auf einen Menschen, eine Welt,
die uns völlig fremd zu sein schien und sich
dennoch anfühlte, als teilen wir sie schon ein Leben lang
miteinander? War es Schicksal, dass wir uns begegneten,
begegnen mussten, an einer Kreuzung in unserem
Leben, die uns beiden noch einmal alles
zu geben vermochte, was zwischen Menschen möglich ist?
Würde ich mir all diese Fragen jemals beantworten können,
jetzt wo er nicht mehr da war?
Wenn es tatsächlich Schicksal war, würde dieses Schicksal
nun irgendwo zwischen uns schweben und sich über seine
inszenierte Ironie amüsieren.
Einen Menschen zu verlieren, dessen Verlust man
ohne ihm begegnet zu sein, niemals verkraftet hätte?
Eine Begegnung die so frei von Interpretationen, Definitionen,
und Besitzansprüchen war, dass sie mich an Liebe erinnerte,
eine Liebe, die ich mein halbes Leben verraten habe
zugunsten ein Konzeptes an das ich weder glauben,
noch es leben konnte ohne langsam zu erstarren.
Behutsam haben wir sie zunächst gemeinsam,
dann ich alleine geweckt, erst die eingeschlafenen
Träume, Visionen , die Freude an dem was Leben wirklich ist.
So sehr hatte er mich erinnert an all das Leben, all die Liebe,
die Freude, die ich zu empfinden in der Lage bin, mein Vertrauen,
in das Leben, die Menschen und mich selbst.
Wieviel Zeit kann ein Mensch wohl brauchen um zu erfassen,
was all das mit mir gemacht für mich getan hat?
Und wie um Himmels Willen, nein, um meiner selbst Willen,
um des Lebens Willen, um der Liebe willen, findet ein
Mensch zurück in einen Alltag, der plötzlich
so unbedeutend erscheint.
Es gibt nur einen Weg und er führt mitten hinein
in die tanzenden Wellen, den Ozean des Lebens, der Liebe,
den ich niemals in dieser Intensität zu erleben
fähig gewesen wäre, wenn ich ihm nicht begegnet wäre.
'Danke, dass ich da sein darf, hier mit Dir, um Dir gut zu
tun, einzig dadurch, dass ich bin wer ich bin, ohne mir bewusst
zu sein, dass ich irgendetwas tue.'
Würde ich vielleicht heute antworten, denke ich, während
sich meine Augen mit Tränen füllen und in meinen Gedanken
Alanis Morissette: "And isn't it ironic, don't you think?
A little too ironic, and yeah I really do think ... " singt.


Herzlich ~ Daniela






Sonntag, 4. Oktober 2015

~ WeiterTANZen ~

Manchmal wünschte ich mir, meine Wellen könnten
mal ein bisschen weniger gewaltig wüten und dann
wieder an einem so entspannten Tag wie heute,
wenn der Sturm sich gelegt hat, die Wellen
ruhiger tanzen, wenn mich die Sonne anstrahlt,
durch die Verästelungen von Bäumen und Büschen
im Wald, wenn die Wolken Bilder malen,
scheinbar aus einer anderen Welt.
Wenn aus meinem Backofen der Geruch von selbst gebackenem
Brot meine Sinne erfreut, während ich beim schreiben,
mit einem Milchkaffee vor mir und dem Himmel
über mir an die vergangene Woche denke,
dann weiss ich, es muss genauso sein.
Ich erinnere mich gut an Zeiten in denen es mir nicht
möglich war, meine Wellen, mein Umfeld,
mein Leben, meine Gefühle so intensiv wahrzunehmen.
Das hat mir die nicht nur die Sturmfluten erspart,
sondern mir auch genau diese genussvollen Augenblicke
geraubt. Immer wieder staune ich darüber,
wie vermeintlich wenig es braucht, um glücklich
zu sein. Den Augenblick genießen zu können.
Erfüllt zu sein von Dankbarkeit dafür so reich
beschenkt zu sein vom Leben.
Damit meine ich nicht so sehr die materiellen Dinge,
die ein Leben sicherlich erleichtern,
sondern alles das, was wir alle ständig um uns herum
haben, wenn wir unseren Blick, unsere Sinne öffnen.
Selbst in der letzten Woche, die mich emotional an die Grenzen meiner
Belastbarkeit gebracht  hat, war da immer auch ein Hauch Dankbarkeit,
eine leise Wehe Freude dafür, das spüren zu können.
Den Wind zu spüren, der mir zunächst eiskalt um die Nase wehte
und sich zu einem bedrohlichen Sturm aufzubäumen.
Ich habe keine Angst mehr vor solchen Stürmen,
auch nicht vor den gewaltigen Wellen,
die sich hin und wieder vor mir aufbäumen und mich
zu verschlingen drohen.
Ich habe gelernt mich auch mal mittenrein zu stellen in den
Gegenwind.
Mich in genau die Welle zu stürzen, die mir am
mächtigsten erscheint, um am Ende festzustellen,
dass sie entweder auch nicht bedrohlicher war,
als die meisten anderen oder aber um zu erkennen,
wozu das nötig war.
Am Ende des Tunnels wartet das Licht,
Der Tag beginnt, wenn die Nacht endet
und nach der Welle ist vor der Welle,
also tanzen wir doch einfach weiter,
durch die Sturmfluten hindurch in den
neuen Tag!


HERZlich ~ Daniela






Samstag, 3. Oktober 2015

~ Ein besonderer Ort ~

Gedankenverloren schaut sie in den Himmel,
tausende von Sternen über ihr, ein riesiger Mond, der silbrig schimmernd
über den ruhigen Wellen schwebte.
Es war kühl geworden.
Von der Hitze des Tages war nichts mehr zu spüren.
Sie hielt ihren Kopf in den Wind. Wie dankbar sie war, für diesen Tag,
diese Nacht, die vielen Augenblicke rund um diesen Ort,
der ihrer Seele Leben eingehaucht hatte.
In dieser Nacht hatte sie sich ganz leise aus dem Zimmer geschlichen,
um sich in aller Stille zu verabschieden.
Sie wusste, dass sie eines Tages zurückkehren würde,
wie sie immer zurückkehrte an diesen Ort, den rauhen Felsen die hier
ins Meer ragten, dem kargen Vulkangestein, das sie an eine Mondlandschaft erinnerte,
den wilden Wellen, die ihr ein Lächeln ins Herz zauberten, wann immer sie
auch nur daran dachte und der Sonne, die ihr mit einer solchen Kraft ins Gemüt schien,
dass es ihr beim besten Willen nicht länger, als einige Gedanken lang trübe zu Mute
sein konnte.
Nun saß sie hier im Sand, mit einer kristallinen Gedankenklarheit.
Diesmal spürte sie, dass es länger dauern würde, bis sie hierher
zurück kommen würde, es lag etwas vor ihr,
etwas, das sie zu regeln hatte.
Ein neuer Weg, eine radikale Veränderung ihres Lebens.
Sie hatte keine Angst.
Das erste Mal seit  Monaten hatte sie keine Angst.
Die Kraft, die Klarheit, das Bewusstsein, die dieser Ort ihr zu geben vermochte
war magisch.
Eines Tages so dachte sie, bleibe ich hier, um sich im nächsten Augenblick
zu fragen, ob sie das wirklich wollte.
War es nicht schön zu wissen immer wieder hierher kommen zu können,
diesen Ort in ihrem Herzen, in ihren Gedanken zu tragen,
wohin auch immer sie ging?
Im Augenblick genügte ihr das.
So saß sie noch eine Weile und blickte aufs Meer,
bis sie sich langsam erhob, sich still bedankte und ein letztes Mal
diesen Augenblick mit allen Sinnen in sich aufnahm.
Bis bald versprach sie sich in Gedanken und machte sich auf den Heimweg.


HERZlich ~ Daniela



Freitag, 2. Oktober 2015

~ Zwischen Frohsinn & Irrsinn ~

Lächeln!!! Jetzt sofort.
Juhuuu, das Leben ist schööööhööööön.
Rosarote Brille aufsetzen, oder sollte ich lieber
sagen Scheuklappen?
Liebe, wohin das Auge auch reicht,
Bewertungsfreiheit, Freundschafts,
ach was sag ich, Seelenverwandtschaftsbekundungen,
quer durch den virtuellen Wahnsinn.
Du sprichst mir aus der Seele, Du auch,
und Du und sie sowieso, und er erstmal.
BlümCHEN, BienCHEN, FüchsCHEN,
und HerzCHEN für Dich, eine Runde
Frohsinn für alle.
Soooo NIEDLICH!

Nicht wichtig, findet ihr?

Vielleicht habt ihr recht,
all dieser Quatsch ist sowas von unwichtig,
und trotzdem scheinen die meisten
Menschen ihn gerade jetzt zu brauchen,
den Irrsinn getarnt als Frohsinn,
den Unsinn, Feinsinn zu heucheln,
ein Wahnsinn!
Vielleicht mal zurück zum Tiefsinn,
dachte ich mir in meinem Leichtsinn.

Ist das jetzt Irrsinn, oder Frohsinn,
hat das alles überhaupt einen Sinn,
und wer fragt schon danach?

Eine gekünstelte Superlative der Ignoranz,
des bewussten Wegschauens,
aus den Augen aus dem SINN,
mit all dem Unguten.

Alles Bittere mit viel klebriger Süße
übertünchen, schmeckt immer noch scheisse,
aber sieht halt schöner aus.

Welch ein Starrsinn, der Frohsinn,
in Zeiten des Irrsinns.


Schwachsinn?


Herzlich ~ Daniela

... ich freue mich auf Bens Gedanken dazu ...



Donnerstag, 1. Oktober 2015

~ KindERLiEBEN ~

Pfützen hüpfen, Schaumkusswettessen,
ausgelassen spielen, mal schmutzig werden,
eine Ladung Sand ins Gesicht bekommen,
mit Freunden Banden gründen.
Rollenspiele entwickeln.
Tänze einstudieren, Einladungskarten basteln
und die Erwachsenen dann zur Aufführung einladen.
Die High - Heels der Mutter dabei tragen,
sich mit Parfüm einsprühen.
Sich `ne Picknickdecken schnappen und zwischen
zwei Bäumen eine Höhle bauen,
in welcher der Proviant, der natürlich
süß und klebrig ist vertilgt wird.
Sich vom kleinen Nachbarsjungen fangen lassen,
der gerade Polizist ist.
Auf Bäume klettern, der großen Schwester die
Zunge rausstrecken, der kleinen Schwester Gruselgeschichten erzählen,
auf der Straße laut singen.
Von den Eltern gefragt werden, wie man sich fühlt,
was man gerne unternehmen würde.
Kastanien aufsammeln.
Den Nachmittag bei Freunden verbringen und sich auf zu Hause freuen.
Gemeinsam auf der Couch treffen zur Kuschelrunde
bei warmem Kakao & Keksen.
All das hielt ich für normal meinen Kindern zu ermöglichen,
neben all dem Alltagskram, der Schule, dem Druck, der Kindern
in dieser Gesellschaft eh schon gemacht wird.
Auch meine Kinder hielten das für normal.
Bis heute Nachmittag.
Manchmal ist es eine einzige Begegnung,
die einer ganze Familie für einen Augenblick die
Luft nimmt und erkennen lässt, was wir oft gar nicht
mehr wahrnehmen, weil´s eben "normal" ist
in unserem Erleben.
Hier darf jeder sein, wer er eben ist,
er darf mögen, was er will und nicht mögen,
was er nicht will (das schliesst auch Menschen ein).
Klar, es gibt auch Regeln, für meine Kinder
und auch für mich als Mutter.
Es gibt Streit und Kummer. 
In erster Linie gibt es aber ein sehr kostbares
Band, aus Liebe und Vertrauen.
Und es gibt Ermutigung, Lob und viel Humor!
DAS war heute sowas wie ´ne Blitzlektion!

Leben, ich danke Dir für meine Töchter,
von denen ich so viel lernen durfte und
jeden Tag wieder darf & für all die
Wellen, die wir gemeinsam tanzen.
Völlig unperfekt & mit viel FREUDE!!!


HERZlich~ Daniela